International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Hier lachen Putin und Assad über Trump



Letzte Woche reiste der russische Staatspräsident Wladimir Putin zu einem Überraschungsbesuch nach Syrien und traf sich mit dem syrischen Machthaber Bashar Assad um sich mit ihm über die militärische Lage des Landes zu beratschlagen.

Die beiden Staatsoberhäupter besuchten die Mariamitische Kathedrale von Damaskus am orthodoxen Weihnachtstag. Dabei wurden sie während eines Gesprächs von einem russischen Journalisten gefilmt.

Die beiden diskutierten die biblische Geschichte des Pharisäers Saulus und wie er auf dem Weg nach Damaskus bekehrt wurde, seinen Namen in Paulus änderte und zum christlichen Apostel wurde.

Dann lässt Assad einen Witz fallen:

«Wenn Trump hier vorbeikommt, wird er auch ein normaler Mensch.»

Die Beiden lachen, und Putin schiebt nach:

«Laden Sie ihn doch ein. Er wird kommen.»

Und Assad antwortet: «Ich bin bereit», woraufhin Putin antwortet:

«Gut, ich werde es ihm ausrichten.»

Die Szene im Video:

Die Videoaufnahmen stammen von einem russischen Journalisten und wurden am Sonntag vom Fernsehsender «Rossija 1» im Rahmen der Show «Moskau. Kreml. Putin.» ausgestrahlt.

Überraschender Besuch in Damaskus

Für Putin war es der erste Besuch der syrischen Hauptstadt, teilte das Präsidialamt in Damaskus mit.

Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte der Agentur Interfax zufolge, die beiden Präsidenten hätten sich auf einem Kommandoposten des russischen Militärs getroffen. Ein Bild zeigte, wie sich die beiden bei einem Treffen die Hand schütteln. Der Besuch war vorab nicht angekündigt worden.

epa08111748 Syrian President Bashar Assad (C), Russian President Vladimir Putin (3-R) and Russian Defence Minister Sergey Shoygu (2-L)  during their visit Umayyad Mosque in Damascus, Syria, 07 January 2020 (issued 08 January 2020). Putin arrived in Damascus where he met with Assad, visited headquarters of the Russian forces and was briefed by the commander of the Russian forces operating in Syria.  EPA/ALEXEY DRUZHININ / SPUTNIK / KREMLIN POOL

Bild: EPA

Moskau ist im fast neunjährigen syrischen Bürgerkrieg neben dem Iran der wichtigste Unterstützer der Regierung. Mit Hilfe aus Moskau konnten Assad Anhänger mittlerweile wieder rund zwei Drittel des Landes unter Kontrolle fliegen. Russische Jets fliegen regelmässig Angriffe gegen die Gegner der Regierung.

Bei dem Gespräch sei es um die Lage in verschiedenen Regionen des Landes gegangen, teilte Peskow weiter mit. Dazu habe das Militär seine Einschätzung abgegeben. Putin sagte Peskow zufolge, er könne nun mit Zuversicht sagen, dass «ein grosser Weg zurückgelegt wurde, um die territoriale Integrität des Landes wiederherzustellen». Syriens Präsidialamt erklärte, Assad habe den russischen Soldaten für ihre «Opfer» im Bürgerkrieg gedankt.

Russland setzt sich seit langem dafür ein, dass die syrische Regierung die Kontrolle über das Land zurückgewinnt. Moskau hatte deshalb schon mehrfach den Abzug ausländischer Truppen gefordert. Assad wiederum hat mehrfach erklärt, er wolle ganz Syrien wieder einnehmen. (jaw/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

So tickt Putin – privat wie politisch

Wiederaufbau in Syrien wird zur Herkulesaufgabe

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

16
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Chääschueche 17.01.2020 07:54
    Highlight Highlight Diktator Assad hats Lustig...

    Das Land ist am Boden und er macht Witzchen während in seinem Land Frauen, Kinder usw. von seinen Truppen und dem IS Abgeschlachtet werden 🤮
  • Mexi 16.01.2020 18:25
    Highlight Highlight Das ist ja auch eine gefährliche Witzfigur.
  • Bynaus 16.01.2020 17:13
    Highlight Highlight "Ich werde es ihm ausrichten" = "Trumpel, geh sofort nach Damaskus. Sonst kommt das Video raus. Du weisst schon, welches. Nein, nicht das Pipi-Tape, das andere."
  • DocShi 16.01.2020 17:01
    Highlight Highlight Sorry, aber ich befürchte, soviel Macht hat nicht mal Gott um Trump normal zu machen.

    • no-Name 16.01.2020 21:04
      Highlight Highlight 😂
  • Kruk 16.01.2020 16:38
    Highlight Highlight Schade wurden diese zwei dort nicht zu besseren Menschen...

    "im Rahmen der Show «Moskau. Kreml. Putin.»" bestimmt eine tolle Sendung.
    • Glenn Quagmire 16.01.2020 19:08
      Highlight Highlight Wohl die professionelle Version von Blocher TV
  • rüpelpilzchen 16.01.2020 16:36
    Highlight Highlight Assads äusseres scheint stark an Walter Roderer angelehnt zu sein.
    • MartinZH 16.01.2020 22:42
      Highlight Highlight Wie meinst Du das? Im Gesicht? Oder die Hüfte? ... 🤔

      ...wissen die Watson-Leser überhaupt (ohne zu Googeln), wer Walter Roderer ist..? 😉😂
  • Skeptischer Optimist 16.01.2020 16:25
    Highlight Highlight Wer lacht nicht über Trump?
    • Mari Huhn Ana 16.01.2020 17:11
      Highlight Highlight Melania?
    • Skeptischer Optimist 16.01.2020 17:56
      Highlight Highlight Keineswegs sicher.
    • Mat_BL 16.01.2020 18:08
      Highlight Highlight @Ana: Stimmt. SDie lacht nicht. Sie schämt sich.
    Weitere Antworten anzeigen

Analyse

Donald Trump verliert das Vertrauen der Amerikaner

Ex-Verteidigungsminister Jim Mattis und hohe Militärs kritisieren den Präsidenten hart. Pfarrer protestieren gegen seinen Bibel-Bluff. Die Republikaner ducken sich weg.

Keine amerikanische Institution geniesst mehr Vertrauen der Bevölkerung als das Militär. Der frisch gewählte Präsident Trump stopfte deshalb zu Beginn seiner Amtszeit sein Kabinett voll mit ehemaligen Generälen. Der bekannteste von ihnen war Jim Mattis, ein hoch dekorierter Kommandant der Marines, Amerikas legendärer Kampftruppe.

Trump mochte Mattis ganz besonders, denn er trug den Übernamen «mad dog» (verrückter Hund). Der Präsident hat eine Schwäche für Rambo-Figuren, doch in Mattis …

Artikel lesen
Link zum Artikel