DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Hier lachen Putin und Assad über Trump

16.01.2020, 15:5616.01.2020, 16:32

Letzte Woche reiste der russische Staatspräsident Wladimir Putin zu einem Überraschungsbesuch nach Syrien und traf sich mit dem syrischen Machthaber Bashar Assad um sich mit ihm über die militärische Lage des Landes zu beratschlagen.

Die beiden Staatsoberhäupter besuchten die Mariamitische Kathedrale von Damaskus am orthodoxen Weihnachtstag. Dabei wurden sie während eines Gesprächs von einem russischen Journalisten gefilmt.

Die beiden diskutierten die biblische Geschichte des Pharisäers Saulus und wie er auf dem Weg nach Damaskus bekehrt wurde, seinen Namen in Paulus änderte und zum christlichen Apostel wurde.

Dann lässt Assad einen Witz fallen:

«Wenn Trump hier vorbeikommt, wird er auch ein normaler Mensch.»

Die Beiden lachen, und Putin schiebt nach:

«Laden Sie ihn doch ein. Er wird kommen.»

Und Assad antwortet: «Ich bin bereit», woraufhin Putin antwortet:

«Gut, ich werde es ihm ausrichten.»

Die Videoaufnahmen stammen von einem russischen Journalisten und wurden am Sonntag vom Fernsehsender «Rossija 1» im Rahmen der Show «Moskau. Kreml. Putin.» ausgestrahlt.

Überraschender Besuch in Damaskus

Für Putin war es der erste Besuch der syrischen Hauptstadt, teilte das Präsidialamt in Damaskus mit.

Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte der Agentur Interfax zufolge, die beiden Präsidenten hätten sich auf einem Kommandoposten des russischen Militärs getroffen. Ein Bild zeigte, wie sich die beiden bei einem Treffen die Hand schütteln. Der Besuch war vorab nicht angekündigt worden.

Bild: EPA

Moskau ist im fast neunjährigen syrischen Bürgerkrieg neben dem Iran der wichtigste Unterstützer der Regierung. Mit Hilfe aus Moskau konnten Assad Anhänger mittlerweile wieder rund zwei Drittel des Landes unter Kontrolle fliegen. Russische Jets fliegen regelmässig Angriffe gegen die Gegner der Regierung.

Bei dem Gespräch sei es um die Lage in verschiedenen Regionen des Landes gegangen, teilte Peskow weiter mit. Dazu habe das Militär seine Einschätzung abgegeben. Putin sagte Peskow zufolge, er könne nun mit Zuversicht sagen, dass «ein grosser Weg zurückgelegt wurde, um die territoriale Integrität des Landes wiederherzustellen». Syriens Präsidialamt erklärte, Assad habe den russischen Soldaten für ihre «Opfer» im Bürgerkrieg gedankt.

Russland setzt sich seit langem dafür ein, dass die syrische Regierung die Kontrolle über das Land zurückgewinnt. Moskau hatte deshalb schon mehrfach den Abzug ausländischer Truppen gefordert. Assad wiederum hat mehrfach erklärt, er wolle ganz Syrien wieder einnehmen. (jaw/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

So tickt Putin – privat wie politisch

1 / 30
So tickt Putin – privat wie politisch
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Wiederaufbau in Syrien wird zur Herkulesaufgabe

Video: srf

Abonniere unseren Newsletter

15 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Skeptischer Optimist
16.01.2020 16:25registriert Februar 2016
Wer lacht nicht über Trump?
1709
Melden
Zum Kommentar
avatar
DocShi
16.01.2020 17:01registriert Mai 2018
Sorry, aber ich befürchte, soviel Macht hat nicht mal Gott um Trump normal zu machen.
12015
Melden
Zum Kommentar
avatar
Kruk
16.01.2020 16:38registriert April 2019
Schade wurden diese zwei dort nicht zu besseren Menschen...

"im Rahmen der Show «Moskau. Kreml. Putin.»" bestimmt eine tolle Sendung.
9840
Melden
Zum Kommentar
15
Hockey-Goalie Ivan Fedotov legt gegen russische Zwangsrekrutierung Rekurs ein
Ivan Fedotov, der vor sechs Tagen zwangsweise rekrutierte russische Eishockey-Goalie, reicht gegen seine Einberufung in Russlands Nordmeerflotte Rekurs ein.

Das Rekursverfahren sei bereits bei Fedotovs Festnahme eingeleitet worden. «Jetzt warten wir auf die Annahme durch das Gericht, danach bewegen wir uns in Richtung Prozess», sagte Alexei Ponomarjov der Anwalt des 25-jährigen Torhüters. Fedotov leistet seit Montag Militärdienst beim Marine-Stützpunkt im nordrussischen Seweromorsk in der Nähe von Murmansk.

Zur Story