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Russland

Ukraine: Neuer Gipfel zum Krieg kurz nach Jahresbeginn geplant

Ukraine greift Ölraffinerie an – die neuesten Entwicklungen in 6 Punkten

31.12.2025, 08:4131.12.2025, 09:00

Die Verhandlungen zur Beendigung des von Russland begonnenen Kriegs in der Ukraine gehen nach Angaben aus Kiew mit einem Gipfel Anfang Januar in die nächste Runde. Geplant sei zunächst ein Treffen der nationalen Sicherheitsberater aus der «Koalition der Willigen» am 3. Januar in der Ukraine, schrieb der Präsident des Landes, Wolodymyr Selenskyj, bei Telegram. Kurz darauf, am 6. Januar, sei dann ein weiteres Treffen auf der Ebene der Staatschefs geplant.

«Wir sind dem Team von Präsident Trump für die Bereitschaft dankbar, an beiden Formaten teilzunehmen», fügte er mit Blick auf US-Präsident Donald Trump hinzu. Als «Koalition der Willigen» verstehen sich westliche Länder, die die Ukraine auch militärisch unterstützen.

Russland nimmt erneut ukrainische Region Odessa ins Visier

Derweil griff die russische Armee in der Nacht zu Mittwoch nach ukrainischen Angaben die Region Odessa am Schwarzen Meer erneut mit zahlreichen Drohnen an. Es seien in der Hafenstadt Odessa zwei mehrstöckige Wohngebäude und die Infrastruktur getroffen und beschädigt worden, sechs Menschen, unter ihnen drei Kinder im Alter von 7 Monaten, 8 und 14 Jahren, seien verletzt worden, schrieb der Chef der Militärverwaltung der Stadt Odessa, Serhij Lyssak, auf Telegram laut ukrainischen Medien. Mehrere Wohnungen gerieten in Brand.

epa11978022 Local people inspect the site of a drone strike in Odesa, southwestern Ukraine, 21 March 2025, amid the Russian invasion. As a result of overnight Russian drone strikes on the Odessa regio ...
Bereits heute sind grosse Teile von Odessa zerstört.Bild: keystone

In einigen Stadtteilen Odessas fielen die Strom-, Wasser- und die Wärmeversorgung aus, wie Lyssak sagte. Der regionale Militärverwalter Oleh Kiper berichtete auf Telegram ebenfalls, die Region Odessa werde massiv mit Drohnen angegriffen. Ziel sei erneut die zivile Energie- und Stromversorgung. Die russische Armee beschiesst seit Wochen Odessa und das Umland mit Raketen und Drohnen und zielt dabei auf Energieanlagen, Industrie und die Häfen.

Russische Ölraffinerie angegriffen

Die Ukraine griff derweil Medienberichten zufolge Öl-Anlagen in Russland an. In der südrussischen Region Krasnodar sei in der Ölraffinerie im Hafen Tuapse am Schwarzen Meer ein Brand ausgebrochen, teilte der operative Stab des Gebiets mit. Das Feuer sei gelöscht worden. Bei dem Drohnenangriff seien zwei Menschen verletzt worden. Schäden gebe es auch an einer der Anlegestellen des Hafens und an fünf Häusern sowie an einer Gasleitung, hiess es in der Mitteilung.

Die ukrainischen Streitkräfte greifen seit Monaten die zur Finanzierung des Kriegs wichtige Ölindustrie Russlands an. Die Schäden stehen aber keinem Vergleich zum Ausmass der Zerstörungen und der Anzahl der Opfer, die russische Angriffe in der Ukraine fordern.

Viel Optimismus, wenig greifbare Fortschritte

Erst am Wochenende hatte Trump Selenskyj in Florida zu Gesprächen über ein Kriegsende empfangen. Obwohl sich beide Seiten anschliessend optimistisch zum Fortgang der Verhandlungen gaben, wurden keine konkreten Fortschritte bekannt.

epa12616354 A handout photo made available by the Presidential Press Service shows US President Donald Trump (R) meeting with Ukrainian President Volodymyr Zelensky (L) in Florida, USA, 28 December 20 ...
Selenskyj und Trump in Florida, bei Gesprächen zum Kriegsende.Bild: keystone

Selenskyj sprach zwar zunächst davon, dass nun Einigkeit über die US-Sicherheitsgarantien für sein Land nach Ende des Kriegs herrsche. Doch später räumte er ein, dass noch über die Laufzeit dieser Garantien verhandelt werde. Die USA hätten 15 Jahre vorgeschlagen, die Ukraine bitte um bis zu 50 Jahre.

Russland will Position überdenken

Russlands Präsident Wladimir Putin hat vor fast vier Jahren den Krieg gegen die Ukraine befohlen. Obwohl auch Moskau zuletzt Fortschritte in den Verhandlungen sah, hat der Kreml nun seine Tonlage wieder verschärft: Wegen angeblicher Angriffe auf eine der Residenzen von Putin drohte Russland damit, in den Verhandlungen künftig eine härtere Position einzunehmen. Nach aussen hin hat Russland dabei schon jetzt keine wesentlichen Eingeständnisse gemacht und beharrt weiterhin darauf, dass die Ukraine auf eigene Territorien und den Nato-Beitritt verzichtet.

Selenskyj hatte den vom Kreml beklagten Angriff auf die Residenz im nordrussischen Waldai am Dienstag bei einem Chat mit Journalisten erneut bestritten. Klar ist aber, dass beide Seiten das Hinterland des Nachbarn seit langem aus der Luft angreifen. Die Ukraine nutzt dazu fast ausschliesslich Drohnen, Russland zusätzlich ballistische Raketen und Marschflugkörper.

Grosser Stromausfall im Gebiet Moskau nach Drohnenangriff

Im Umland der russischen Hauptstadt Moskau ist nach einem Feuer in einem Umspannwerk die Stromversorgung für mehr als 100'000 Menschen ausgefallen. Einer Mitteilung der Stadtverwaltung von Ramenskoje zufolge ist die Ursache ein Kabelbrand. Allerdings wurde gleichzeitig in der Region ein grösserer ukrainischer Drohnenangriff gemeldet.

epa10818443 Hotel Radisson Collection former hotel Ukraine (L) and Moscow City business center (C) during sunset in Moscow, Russia, 24 August 2023. Moscow was attacked by three drones on 23 August 202 ...
Die Lichter der russischen Hauptstadt wird immer wieder dunkel.Bild: keystone

Betroffen von dem Stromausfall sind auch Bewohner der Städte Schukowski und Lytkarino. Ramenskoje und Schukowski sind Grossstädte, in Lytkarino leben mehr als 60'000 Menschen. Die genaue Anzahl der Betroffenen ist nicht bekannt. Die Behörden versprachen die schnelle Behebung der Schäden.

Flugverkehr zeitweise eingestellt

Das russische Militär meldete am Abend den Abschuss von mehr als 100 ukrainischen Drohnen innerhalb von vier Stunden. Der Grossteil davon sei in der westrussischen Region Brjansk an der Grenze zur Ukraine abgefangen worden, aber acht Drohnen auch über dem Moskauer Umland. Drei davon seien Richtung Hauptstadt unterwegs gewesen, teilte das Militär mit.

Der Gouverneur des Moskauer Umlands, Andrej Worobjow, schrieb in seinem Telegramkanal von 21 abgeschossenen Drohnen in der Region. Seinen Angaben nach gab es aber auch mindestens einen Verletzten. Ein 57-jähriger Mann sei mit Splitterverletzungen am Rücken und Arm ins Krankenhaus eingeliefert worden. Wegen der Drohnenangriffe mussten auch die Moskauer Flughäfen am Abend mehrfach stundenlang den Betrieb einstellen. (sda/dpa)

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25 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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So oder so
31.12.2025 10:56registriert Januar 2020
Über 60.000 gelenkte Fliegerbomben (KABs), rund 2.400 Raketen und mehr als 100.000 unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) wurden 2025 von Russland auf ukrainisches Territorium abgefeuert. Mindestens 19.033 Mal ertönte der Luftalarm.

Putin will nur Frieden .
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Conny 56
31.12.2025 10:42registriert April 2024
Gut gemacht Ukrainer, zerstört weitere Ölreserven und Rafferenien in Russland und versucht Putin damit ein wenig in die Knie zu zwingen. Wenn es dabei Menschenleben kostet, macht es auch nichts. Die sollen merken, was in der Ukraine abgeht und wer den Krieg angefangen und die Ukraine, grundlos überfallen hat!
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feuseltier
31.12.2025 09:09registriert April 2015
Obwohl auch Moskau zuletzt Fortschritte in den Verhandlungen sah, hat der Kreml nun seine Tonlage wieder verschärft

Sorry, da hat sich nichts geändert und wird sich auch nichts ändern!!

Wann begreifen die das endlich. Ach ich vergas, es sind ja Politiker...
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