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Russland erwägt Atomkraftwerk auf dem Mond

28.09.2023, Mecklenburg-Vorpommern, Bisdorf: Rot leuchtend geht der Mond auf. Am 29.09.2023 wird der n
Bild: keystone

Russland erwägt Atomkraftwerk auf dem Mond

05.03.2024, 15:5205.03.2024, 15:52

Russland erwägt nach offiziellen Angaben den Bau eines Atomkraftwerks auf dem Mond. «Heute ziehen wir ernsthaft das Projekt der Lieferung und des Aufbaus einer Energieanlage auf der Mondoberfläche in Betracht, irgendwann zwischen 2033 und 2035 gemeinsam mit unseren chinesischen Kollegen», sagte der Chef der Raumfahrtbehörde Roskosmos, Juri Borissow, am Dienstag bei einer Veranstaltung vor Jugendlichen.

Der Aufbau werde dabei nicht von Hand, sondern automatisch erfolgen, die technischen Lösungen dafür gebe es praktisch bereits, versicherte er.

Borissow betonte zugleich, dass es nicht um die Stationierung von Atomwaffen im Weltraum gehe. Russland habe sich stets dagegen ausgesprochen und bleibe bei dieser Haltung. Zuletzt hatte es in den USA Spekulationen darüber gegeben, dass Russland Satelliten mit einer neuartigen atomaren Waffe bekämpfen wolle. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte diese Spekulationen zurückgewiesen.

Russland und China haben 2021 eine Absichtserklärung zum Ausbau ihrer Zusammenarbeit im Weltall unterzeichnet - auch vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen Moskaus mit dem Westen. So hat Russland seinen Ausstieg bei der Raumstation ISS verkündet. Die ursprünglich nach 2024 enden sollende Kooperation soll nun aber zumindest bis 2028 noch fortgesetzt werden.

China hat ein eigenes Programm zur Erkundung des Mondes. Bereits im Mai soll die unbemannte Sonde «Chang'e 6» zum Erdtrabanten aufbrechen, um Gesteinsproben zu holen. (sda/dpa)

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35 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Haarspalter
05.03.2024 16:11registriert Oktober 2020
Hoffentlich wird Putin das Kraftwerk persönlich vor Ort eröffnen.
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Hillbilly
05.03.2024 17:50registriert Juni 2016
Wieso nicht gleich ein Geothermiekraftwerk auf der Sonne....?
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Grobianismus
05.03.2024 15:58registriert Februar 2022
Kann mir einer erklären, wieso die Russen Strom auf dem Mond brauchen?
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Im schnellsten Zug Afrikas
Zum sechsten Mal besuche ich den Afrika-Cup vor Ort. Erstmals bereise ich dafür ein Land nördlich der Sahara: Marokko. Wie so oft ist auch dieses Mal die Transportfrage eine wichtige. Und ich staune bei drei für mich neuen Erfahrungen zweimal.
Dieses Mal ist alles etwas anders. Normalerweise besuchte ich die ersten Tage des Afrika-Cups. Aufgrund der Spieldaten entscheide ich mich dieses Mal für die Achtelfinals. In fünf Tagen vier Städte und sehe fünf Partien in fünf Stadien. Das bedeutet auch: viel reisen. Und reisen am Afrika-Cup, das ist immer ein Erlebnis.
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