International
Schule - Bildung

Tausende südafrikanische Studenten protestieren vor ANC-Sitz

Bild
Bild: KIM LUDBROOK/EPA/KEYSTONE

Tausende südafrikanische Studenten protestieren vor ANC-Sitz

22.10.2015, 21:3923.10.2015, 06:33

Tausende südafrikanische Studenten haben am Donnerstag vor dem Sitz der Regierungspartei ANC in Johannesburg gegen die Erhöhung der Studiengebühren demonstriert. Die Teilnehmer zogen friedlich durch die Innenstadt zum Sitz des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC).

Dort übergaben sie deren Generalsekretär Gwede Mantashe ein Schreiben mit ihren Forderungen. Einige Stunden zuvor hatte die Polizei versucht, Demonstranten am Zugang zum Universitätsgelände von Johannesburg zu hindern. Sie setzte Tränengas ein, doch schafften es die Demonstranten, auf den Campus zu gelangen.

Protestierende in Johannesburg.
Protestierende in Johannesburg.
Bild: KIM LUDBROOK/EPA/KEYSTONE

Die Universität von Johannesburg gehört zu den Zentren der Proteste gegen die Erhöhung der Studiengebühren. Auch die ebenfalls in Johannesburg ansässige Universität Witwatersrand sowie die Hochschulen in Pretoria und Kapstadt zählen dazu.

Stürmung des Parlaments in Kapstadt

Die Universität von Kapstadt sagte am Donnerstag die am 27. Oktober beginnenden Abschlussexamina ab. Ein neuer Termin werde in Abstimmung mit den Studenten und der Verwaltung festgelegt.

Am Mittwoch hatten mehrere hundert Studenten versucht, das Parlament in Kapstadt zu stürmen. Es kam zu Zusammenstössen mit Sicherheitskräften, die Blendgranaten abfeuerten. 29 Studenten wurden festgenommen, darunter sechs wegen des illegalen Eindringens auf das Parlamentsgelände.

Die Protestbewegung wirft der Regierung vor, mit der geplanten Erhöhung der Studiengebühren vor allem die ärmeren Studenten zu belasten. Am Freitag ist ein Treffen von Präsident Jacob Zuma mit Studenten- und Universitätsvertretern geplant. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
«So viel Dummheit, so viel Hass»: Frankreich am Rand von Chaos und Revolte
Konsternation nach den Krawallen: Frankreich registriert ein bisher unbekanntes Ausmass an Gewalt, Brandschatzung und Plünderung. Die Regierung macht einen Präsidentschaftskandidaten mitverantwortlich.
Guillaume Guérin musste die Tränen zurückhalten. «Ein Rathaus, das ist doch das Haus der Republik und des Service Public!», klagte der Bürgermeister der Stadt Limoges, nachdem das Rathaus in Flammen aufgegangen war. «So viel Dummheit, so viel Hass auf unsere Flagge, auf unsere Institutionen, das kann doch nicht sein!»
Zur Story