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Berlusconi macht den Blocher – und gibt den Linken die Schuld



Der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat einen seiner ersten Wahlkampfauftritte nach Verbüssung seiner Strafe wegen Steuerbetrugs verstolpert: Der 78-Jährige geriet am Samstag in Genua ins Straucheln, als er nach einer Rede seiner Partei Forza Italia vom Rednerpult abtrat.

Helfer hievten ihn wieder auf die Beine. Dann hielt Berlusconi ein kleines Podest hoch, auf dem er gestanden hatte, und witzelte: «Das haben die Linken hierhin gestellt.» 

Der lokale Kandidat der Demokraten bei den Regionalwahlen, Raffaella Paita, schickte Berlusconi Blumen, beteuerte seine Unschuld und schrieb: «Wir wollen Ihnen erst am 31. Mai ein Bein stellen.» Dann ist Wahltag, ein gutes Ergebnis bei den Regionalwahlen wäre fundamental wichtig für Berlusconis Ambitionen.

«Wir wollen Ihnen erst am 31. Mai ein Bein stellen.»

Raffaella Paita, Kandidat der Demokraten zum Stolperer von Berlusconi am 9. Mai

Mitte April hatte ein Mailänder Gericht entschieden, dass sich Berlusconi wieder frei bewegen und sein politisches Comeback vorantreiben kann. Zugleich hoben die Richter das zweijährige Amtsverbot auf, zu dem Berlusconi im August 2013 verurteilt worden war. Aufgrund eines besonderen Gesetzes darf Berlusconi aber bis November 2019 weiter nicht gewählt werden.

Der Sturz erinnert an denjenigen von Christoph Blocher am Sechseläuten 2005. Der damalige Bundesrat stürzte ebenfalls vor laufender Kamera von einem Podest. Die Worte von Moderator Markus Gilli sind legendär: «Jetzt gheit de Herr Blocher no vom Podescht!»

In diesem Sinne: Nochmals viel Spass!

 (egg/sda/dpa)

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