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Das sind die gefährlichsten Länder für Journalisten



Weltweit sind im zu Ende gehenden Jahr gemäss Reporter ohne Grenzen (ROG) 74 Journalisten und andere Medienschaffende wegen ihrer Arbeit getötet worden. Die gefährlichsten Länder sind in diesem Zusammenhang Syrien, Afghanistan, Mexiko, der Irak und der Jemen.

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quelle: reporter ohne grenzen

Dies hiess es in der Jahresbilanz zur Pressefreiheit 2016, welche die Nichtregierungsorganisation am Montag vorstellte. Fast drei Viertel der Getöteten seien wegen ihrer Arbeit gezielt angegriffen worden. Die übrigen gut 20 starben im Einsatz, etwa bei der Arbeit in einem Kriegsgebiet. Unter den Opfern waren fünf Frauen.

In den vergangenen Jahren waren noch deutlich mehr Medienschaffende getötet worden, 2015 etwa waren es 101. Der Rückgang beruhe vor allem darauf, dass viele Journalisten aus gefährlichen Ländern fliehen mussten. Von dort würden deshalb nur noch wenige unabhängige Informationen nach aussen gelangen.

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Quelle: Reporter ohne Grenzen

Unter den Getöteten waren nach ROG-Angaben 57 professionelle Journalisten sowie neun Bürgerjournalisten und acht Medienmitarbeiter wie etwa Kameraleute. Die beiden letzteren Gruppen wurden in diesem Jahr erstmals gleichberechtigt mit in die Statistik gezählt. In der Vergangenheit hatte die Organisation vor allem die Zahl der professionellen Journalisten, die wegen der Arbeit getötet wurden, genannt. Seit 2007 waren es demzufolge insgesamt 695.

Die Zahlen zeigten, wie «folgenlos bisher alle internationalen Bemühungen geblieben sind, Journalisten besser vor Gewalt zu schützen», kritisierte Britta Hilpert von ROG. Den künftigen UNO-Generalsekretär António Guterres forderte sie auf, den Schutz von Journalisten zu einer vordringlichen Aufgabe zu machen und einen Sonderbeauftragten zu dem Thema zu ernennen.

Einzelschicksale beleuchtet

ROG nennt in der Jahresbilanz auch Einzelschicksale - etwa das der 32-jährigen Anabel Flores Salazar, die als Reporterin für die Zeitung «El Sol de Orizaba» in Mexiko über organisierte Kriminalität berichtete. Sie verschwand im Februar, ihre halb nackte Leiche wurde einen Tag später gefunden.

In Afghanistan wurden im Januar mehrere Mitarbeiter des Fernsehsenders Tolo TV bei einem Selbstmordanschlag auf einen Kleinbus des Senders getötet.

ROG schreibt, dass vier Journalisten ausserhalb ihrer Heimat umgebracht wurden - wie etwa der niederländische Fotograf Jeroen Oerlemans, der im Oktober in Libyen von einem Scharfschützen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) erschossen wurde.

348 Medienschaffende in Haft

ROG-Geschäftsführer Christian Mihr nannte in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa Afghanistan, Somalia und auch den Jemen als Beispiele für Länder, in denen die Pressefreiheit besonders gefährdet sei.

Sorgen bereitet der Organisation auch, dass im vergangenen Jahr viele Medienschaffende festgenommen wurden. Weltweit seien derzeit mindestens 348 Medienleute wegen ihrer Arbeit im Gefängnis, hiess es in einem ersten Teil der ROG-Jahresbilanz, der bereits vor einigen Tagen veröffentlicht worden war.

«Die Repressionswelle seit dem Putschversuch in der Türkei hat die Zahl der weltweit inhaftierten Journalisten in diesem Jahr deutlich in die Höhe getrieben», hiess es. (sda/dpa/afp)

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