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Türkei

Erdogan stellt sich weiterhin gegen Nato-Erweiterung

Schweden und Finnland «scheinheilig»: Erdogan stellt sich weiterhin gegen Nato-Erweiterung

Angesichts der russischen Aggression drängen Schweden und Finnland in die Nato. Der türkische Präsident stellt sich jedoch weiter stur.
28.06.2022, 02:5304.04.2023, 09:22
Ein Artikel von
t-online

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat auch einen Tag vor Beginn des Nato-Gipfels in Madrid keine Kompromissbereitschaft in Sachen Nato-Norderweiterung signalisiert. «Morgen werden wir zum Nato-Gipfel in Spanien gehen und alles Notwendige im Einklang mit den Rechten und Interessen unseres Landes tun», sagte Erdogan nach Regierungsangaben. Den Gesprächspartnern werde man die «Scheinheiligkeit» gegenüber «Terrororganisationen» mit «Dokumenten, Informationen und Bildern» erklären.

Turkish President Recep Tayyip Erdogan arrives for an official welcome ceremony, in Ankara, Turkey, Wednesday, June 8, 2022. Erdogan on Thursday warned Greece to demilitarize islands in the Aegean, sa ...
Erdogan bei einer Rede: Will er nur den Preis für seine Zustimmung hochtreiben?Bild: keystone

Die 30 Nato-Staaten treffen sich ab Dienstag zu einem mehrtägigen Gipfel in Madrid. Am Rande soll noch einmal versucht werden, die türkische Blockadehaltung zu überwinden. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg trifft dazu Schwedens Regierungschefin Magdalena Andersson, den finnischen Präsidenten Sauli Niinistö sowie Erdogan.

Schweden und Finnland werfen Vorwürfe zurück

Der türkische Hinweis auf «Terrororganisationen» bezieht sich auf die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK und die syrische Kurdenmiliz YPG, die Schweden und Finnland angeblich unterstützten – was beide Länder zurückweisen. Schweden und Finnland haben bereits Mitte Mai die Aufnahme in die Nato beantragt.

epa10037026 Sweden's Prime Minister Magdalena Andersson (L) and Secretary General of North Atlantic Treaty Organization (NATO) Jens Stoltenberg gives a joint press conference at the end of a meet ...
Schwedens Regierungschefin Magdalena Andersson will in die Nato.Bild: keystone

Erdogan wiederholte zudem am Montag seine Ankündigung einer neuen Offensive in Syrien. Die werde beginnen, sobald die Vorbereitungen abgeschlossen seien. Ankara begründet diese mit dem Kampf gegen die YPG. Das Land hält bereits Gebiete im Norden Syriens besetzt.

Schwedens Regierungschefin Magdalena Andersson hofft auf eine rasche Lösung der türkischen Blockade. «Ich hoffe sehr, dass dieser Dialog in naher Zukunft, am besten noch vor dem Gipfel, erfolgreich abgeschlossen werden kann», sagte Andersson am Rande eines Treffens mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg in Brüssel. Dann könne der Beitrittsprozess von Schweden und Finnland unverzüglich beginnen. (dpa)

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