International
Social Media

Türkei einigt sich mit Meta und hebt Instagram-Sperre auf

Türkei einigt sich mit Meta und hebt Instagram-Sperre auf

Nach über einer Woche ist die Online-Plattform Instagram in der Türkei wieder frei erreichbar.
11.08.2024, 06:4011.08.2024, 06:40

«Die Sperre von Instagram ist aufgehoben worden», schrieb Infrastrukturminister Abdulkadir Uraloglu auf dem Kurznachrichtendienst X.

epa11521392 A woman holds a phone showing the Instagram logo, in Istanbul, Turkey, 03 August 2024. A nationwide block to access Instagram was implemented on 02 August, Turkey?s Information and Communi ...
Instagram war in der Türkei kurzzeitig nicht zugänglich.Bild: keystone

Mit Instagrams Mutterkonzern Meta sei eine Einigung über die Löschung von strafrechtlich relevanten Inhalten erzielt worden. Meta äusserte sich zunächst nicht zur Aufhebung der Sperre.

Uraloglu hatte dem Unternehmen vorgehalten, Inhalte zuzulassen, die in der Türkei eine Straftat darstellen, wie sexueller Missbrauch, Werbung für Glücksspiel und Beleidigungen gegen Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk.

57 Millionen Nutzerinnen und Nutzer

Am Freitag vergangener Woche war Instagram schliesslich blockiert worden, die Plattform seitdem von der Türkei aus nur noch über geschützte Netzwerkverbindungen (VPN) zu erreichen. Medienberichten zufolge nutzen in der Türkei rund 57 Millionen Menschen Instagram.

Kurz vor der Sperre hatte Kommunikationsdirektor Fahrettin Altun Instagram vorgeworfen, Beileidsbekundungen für den getöteten Hamas-Auslandschef Ismail Hanija zu blockieren und der Plattform Zensur unterstellt.

Ankara unterhält gute Beziehungen zur islamistischen Hamas. Erst im April hatte Präsident Recep Tayyip Erdogan Hanija in Istanbul getroffen. Nach der Tötung von Hanija in der iranischen Hauptstadt Teheran ordnete die türkische Regierung eine eintägige Staatstrauer an. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Lanz über «undankbare Ossis»: «Kontinuierliches Diffamieren des Ostens»
Der Besser-Wessi und der Jammer-Ossi sind wieder da, konstatiert Markus Lanz. Dirk Oschmann erklärt die AfD-Wahlerfolge im Osten auch mit westdeutscher Arroganz.
Die politische Spaltung Deutschlands ist nach Ansicht des Publizisten Dirk Oschmann durch die Überheblichkeit des Westens mitverursacht. «Es ist ein kontinuierliches Diffamieren und Ausschliessen und Diskriminieren des Ostens», sagte der Bestsellerautor («Der Osten: eine westdeutsche Erfindung», 2023) am Mittwochabend bei «Markus Lanz». Seit Jahrzehnten werde den Ostdeutschen vorgehalten, sie seien «das Andere», defizitär, zurückgeblieben. Das habe auf Dauer einen gewaltigen Effekt.
Zur Story