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Selenskyj: Wäre mit Status quo an Frontlinie in der Ukraine einverstanden

epa13309100 Ukrainian President Zelensky speaks during a press conference on the second day of a European Council summit in Brussels, Belgium, 16 October 2026. European Union (EU) heads of state and g ...
Ist das der Anfang vom Kriegsende? Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt, er könne den Status quo akzeptieren. Bild: keystone

Selenskyj: Wäre mit Status quo an Frontlinie einverstanden

21.10.2026, 22:3921.10.2026, 22:39

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nach eigenen Angaben bereit, im Ukraine-Krieg die derzeitigen Frontlinien zu akzeptieren und damit den langjährigen Konflikt zu beenden. «Ja, wir müssen jetzt die Frontlinien einfrieren», sagte er im Gespräch des US-Senders Fox News und ergänzte: «Ich denke, das ist ein echter Weg, diesen Krieg zu beenden.»

Er war gefragt worden, ob er «ein Friedensabkommen akzeptieren würde, das den Status quo berücksichtige, sodass man weiterhin 75 Prozent oder mehr seines Landes behält, unabhängig davon, wie der Konflikt begonnen hatte.» Selenskyj sagte zudem, dass das Einfrieren der Frontlinien und eine Waffenruhe das «absolute Minimum» sei, «was wir heute von Russland fordern.»

Selenskyjs Position ist nicht neu. Die Ukraine hat mehrfach ein Einstellen der Kämpfe entlang des jetzigen Frontverlaufs vorgeschlagen. Russland lehnt dies ab mit der Begründung, man gebe damit der Ukraine nur eine Atempause zur Wiederaufrüstung. Kremlchef Wladimir Putin behauptet, dass seine Truppen ständig weiter vorrücken, und auch US-Präsident Donald Trump neigt zu dieser Sichtweise. Tatsächlich hat die ukrainische Armee den russischen Vormarsch in diesem Sommer gestoppt und an einigen Abschnitten sogar zurückgedrängt.

US-Unterhändler Steve Witkoff überbrachte Putin am Mittwoch in St. Petersburg neue Vorschläge für eine Beendigung des Kriegs. Vorher und nachher besuchte Witkoff Oslo. Ein Ergebnis der Pendeldiplomatie ist, dass Russland sich zu einer Fortsetzung dreiseitiger Gespräche mit den USA und der Ukraine im November offen zeigt. (sda/dpa)

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