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Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard tritt zurück

epa12833227 Tulsi Gabbard, US Director of National Intelligence during the House Select Committee on Intelligence on the 2026 Annual Worldwide Threats Assessment at the US Capitol, Washington USA, 19  ...
Donald Trump hat einen weiteren Abgang aus seinem Kabinett zu verkraften.Bild: keystone

Trumps Geheimdienstkoordinatorin Gabbard tritt zurück

22.05.2026, 19:3222.05.2026, 21:32

US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard hat ihren Rücktritt angekündigt. Als Grund nannte sie eine seltene Form von Knochenkrebs, an der ihr Mann erkrankt ist, wie aus einem von ihr veröffentlichten Brief an Präsident Donald Trump hervorgeht. «Ich muss mich aus dem öffentlichen Dienst zurückziehen, um an seiner Seite zu sein und ihn in diesem Kampf voll und ganz zu unterstützen.» Sie wolle ihr Amt deshalb zum 30. Juni abtreten.

Das Rücktrittsschreiben im Original.
Das Rücktrittsschreiben im Original.Bild: nytimes.com/

Als Geheimdienstkoordinatorin steht Gabbard an der Spitze der US-Nachrichtendienste und fungiert als Hauptberaterin des Präsidenten in nachrichtendienstlichen Angelegenheiten. Sie hatte das Amt zu Beginn von Trumps zweiter Amtszeit Anfang 2025 angetreten.

Trump dankte Gabbard in einem Post auf Truth Social für ihre «unglaubliche Arbeit» und wünschte ihrem Mann eine rasche Genesung. Ihr Stellvertreter Aaron Lukas werde ihr Amt bis auf weiteres übernehmen.

Unterschiedliche Auffassungen zu Trump rund um Iran

Wie mehrere Medien berichten, war Gabbard vor ihrer Berufung in die US-Regierung entschiedene Gegnerin von Auslandseinsätzen des Militärs. Zwischen ihr und Trump gingen etwa die Meinungen rund um den Iran-Krieg auseinander. So hatte der Präsident betont, dass sie eine gemässigtere Haltung zum Thema Urananreicherung vertrete als er. Das bedeute jedoch nicht, dass sie nicht für das Amt geeignet wäre, sagte Trump.

Im Blickpunkt stand auch Gabbards Einstellung zur Frage, ob vom iranischen Atomprogramm eine direkte Bedrohung für die USA ausgehe - eine Behauptung, mit der Trump seinen Kriegseintritt begründete.

Laut dem Sender PBS hatte Gabbard in einer schriftlichen Stellungnahme an einen Senatsausschuss erklärt, der Iran habe seit den Luftschlägen aus dem Sommer 2025 keine Anstrengungen unternommen, seine nuklearen Fähigkeiten wieder aufzubauen. Als sie während einer Anhörung im Kongress nach der direkten Bedrohung gefragt wurde, wich sie aus. «Der Einzige, der entscheiden kann, was eine unmittelbare Bedrohung darstellt und was nicht, ist der Präsident.» (sda/dpa)

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