So viel mehr geben die Republikaner im Wahl-Endspurt für Werbung aus
Allein zwischen dem 23. und 29. Oktober investierten republikanische Kandidaten und ihnen nahestehende Gruppen rund 305 Millionen Dollar in Werbung für umkämpfte Senats-, Repräsentantenhaus- und Gouverneurswahlen. Auf demokratischer Seite waren es rund 256 Millionen Dollar, wie eine Auswertung der «Washington Post» auf Basis von Daten des Analyseunternehmens AdImpact zeigt. Seit Anfang September lagen die Republikaner demnach in jeder Woche bei den Werbeausgaben vor den Demokraten.
Milliardenkampf um wenige entscheidende Rennen
Bereits Anfang Oktober hatte die «Washington Post» mehr als 1,6 Milliarden Dollar an politischer Werbung in den besonders umkämpften Rennen ausgewertet. Das mit Abstand häufigste Thema war die Wirtschaft und insbesondere die hohen Lebenshaltungskosten. Unterschiede gibt es bei den übrigen Schwerpunkten: Demokratische Werbung thematisiert häufiger Preise und Donald Trump, Republikaner setzen stärker auf Einwanderung und gesellschaftspolitische Themen.
Hohe Ausgaben bedeuten allerdings nicht automatisch entsprechend mehr Werbezeit. Republikaner sind stärker auf Super-PACs und andere externe Gruppen angewiesen. Diese bezahlen für TV-Werbung häufig höhere Preise als die Kandidaten selbst. In mehreren umkämpften Senatsrennen hatten Republikaner deshalb deutlich mehr Geld ausgegeben, ohne im gleichen Verhältnis mehr Zuschauer zu erreichen. (mke)
