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Trump attackiert Merz: «Keine Ahnung, wovon er spricht!»

President Donald Trump speaks during a State Visit arrival ceremony for Britain's King Charles III and Queen Camilla on the South Lawn of the White House, Tuesday, April 28, 2026, in Washington.  ...
Donald Trump nimmt gegenüber dem deutschen Bundeskanzler Friederich Merz kein Blatt vor den Mund.Bild: keystone

Trump attackiert Merz: «Keine Ahnung, wovon er spricht!»

28.04.2026, 21:2628.04.2026, 21:26

Nach deutlicher Kritik von Bundeskanzler Friedrich Merz an der US-Offensive gegen den Iran hat US-Präsident Donald Trump ihn massiv verbal angegriffen. «Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Es sei kein Wunder, «dass es Deutschland so schlecht geht, sowohl wirtschaftlich als auch in anderer Hinsicht!». Er warf Merz (CDU) vor, damit einverstanden zu sein, dass der Iran über Atomwaffen verfüge, und lobte sein eigenes Vorgehen.

Eigentlich pflegten der Bundeskanzler und der US-Präsident ein gutes Verhältnis zueinander. So sieht sich Merz selbst als einen von wenigen Politikern, die einen guten Zugang zu Trump haben. Bereits mehrfach war er zudem im Weissen Haus zu Gast, die Treffen verliefen ohne Auseinandersetzung.

Merz sieht keine US-Exit-Strategie

Zuletzt stimmte Merz allerdings einen neuen Ton an und kritisierte Washington öffentlich. So warf er der US-Regierung vor, keine Exit-Strategie für den Iran-Krieg zu haben. «Weil die Iraner offensichtlich stärker sind als gedacht und die Amerikaner offensichtlich auch in den Verhandlungen keine wirklich überzeugende Strategie haben», sagte er bei einer Diskussion mit Schülern in Marsberg im Sauerland.

«Das Problem bei solchen Konflikten ist immer: Da muss man ja nicht nur rein, da muss man auch wieder raus. Das haben wir ganz schmerzhaft bei Afghanistan gesehen, 20 Jahre lang. Wir haben das im Irak gesehen», sagte der Bundeskanzler weiter. Die Amerikaner seien im Iran «ganz offensichtlich ohne jede Strategie in diesen Krieg gegangen». Deshalb sei es umso schwerer, den Konflikt nun wieder zu beenden. «Zumal die Iraner offensichtlich sehr geschickt verhandeln – oder eben sehr geschickt nicht verhandeln», sagte Merz. «Da wird eine ganze Nation gedemütigt durch die iranische Staatsführung.»

Auch bei anderen Konflikten geht Merz einen anderen Weg

Auch bei anderen schwelenden Konflikten ging Merz in Opposition zu Trump. Mit Blick auf eine US-Intervention in Kuba sagte er: «Von Kuba geht trotz aller Probleme, die dieses Land mit dem kommunistischen Regime innenpolitisch hat, keinerlei erkennbare Gefährdung für Drittstaaten ausserhalb Kubas aus». Er sehe nicht, «auf welcher Grundlage hier eine Intervention stattfinden sollte.» Trump hatte Kuba offen mit einer «Übernahme» gedroht. (sda/dpa)

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45 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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JBV
28.04.2026 22:24registriert September 2021
«Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!», schrieb Trump

Selbstreflexion? Fehlanzeige.
Jede vernünftige US-Regierung würde sich hinterfragen, wenn es ihnen nicht gelingt einen, auch nur einen, der NATO-"Verbündeten" vom eigenen Tun und Handeln im Krieg gegen den Iran zu überzeugen. Selbst GB und Australien, die den USA fast in jedem Krieg gefolgt sind, distanzieren sich.

Wo ist eigentlich Trumps Friedensrat? Nichts gehört...
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Gummibär
28.04.2026 23:47registriert Dezember 2016
Wie auch immer immer man über irgend einen Poltiker oder eine Politikerin urteilen mag, irgendwo auf der Welt, so ist Trumps Meinung uber ihn oder sie der allerletzte Faktor den man in Betracht ziehen sollte.
Der Typ ist nicht urteilsfähig.
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The Real Tonald Dump
29.04.2026 02:44registriert März 2025
Auch wenn ich meine Vorbehalte ggü Kanzler Merz habe, so sieht man schon alleine im Unterschied, wie er und Trump argumentieren um ihre jew. Standpunkte zu vertreten einen riesigen Unterschied im Intellekt. Während Merz die fehlende Strategie kritisiert und diese auch begründet, schiesst Trump auf die Person und liefert keine Argumente. Und nein, Ad Hominem Kommentare und "Er/Du hast keine Ahnung" sind keine Argumente, sondern ein Eingeständnis von rhetorischer Hilflosigkeit; dies auch an die Adresse der watson-Kommentarschreiber, welche dies hier ständig schreiben.
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