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Ghislaine Maxwell, Ex-Partnerin von Jeffrey Epstein will aus dem Knast

Ex-Partnerin von Jeffrey Epstein will aus dem Knast – für Prinz Andrew wird's ungemütlich

Fast 30 Millionen Dollar will Ghislaine Maxwell hinblättern, um aus der Haft entlassen zu werden. Derweil werden neue Details zu Prinz Andrews mutmasslicher Verwicklung in die Sexualstrafteten bekannt.
16.12.2020, 05:3616.12.2020, 11:05
Samuel Schumacher / ch media
Belastendes Foto: Prinz Andrew mit der damals 17-jährigen Virginia Giuffre und Ghislaine Maxwell.
Belastendes Foto: Prinz Andrew mit der damals 17-jährigen Virginia Giuffre und Ghislaine Maxwell.bild: keystone

Ghislaine Maxwell will raus aus dem Knast. Die 58-jährige Ex-Partnerin des pädophilen Straftäters Jeffrey Epstein sitzt seit mehreren Monaten in New York im Gefängnis. Ihr wird vorgeworfen, Epstein bei seinen sexuellen Strafteten assistiert und teils selber mitgewirkt zu haben. Epstein hatte sich im vergangenen Jahr kurz nach seiner eigenen Verhaftung in einer New Yorker Gefängniszelle unter mysteriösen Umständen das Leben genommen.

Ghislaine Maxwell hat jetzt den New Yorker Strafbehörden angeboten, eine Kaution von 28.5 Millionen Dollar zu hinterlegen, um ihre Zelle verlassen zu dürfen. Das zeigen am Montag veröffentlichte Gerichtsdokumente. Ein Grossteil des Geldes soll aus der Privatkasse der schwerreichen Ex-Jetsetterin kommen, die sich bis im Juli im Nordosten der USA in einer abgelegenen Privatresidenz vor der amerikanischen Justiz versteckt hatte.

Maxwell droht im aktuellen Verfahren eine jahrzehntelange Haftstrafe. Dass die zuständige Richterin dem Antrag zustimmen wird, gilt als unwahrscheinlich. Im Sommer hatte sie zwei ähnliche Anträge auf Haftentlassung, bzw. auf Entlassung aus der Einzelhaft abgeschmettert.

Trump ist Maxwells letzte Hoffnung

Ghislaine Maxwells letzte Hoffnung dürfte deshalb eine Begnadigung durch den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump, einen persönlichen Bekannten, sein. Trump hatte Maxwell nach ihrer Verhaftung im Sommer an einer Pressekonferenz «alles Gute» gewünscht und erst vor wenigen Tagen gegenüber einem Berater gesagt, er könne sich vorstellen, «alle zu begnadigen, mit denen ich je gesprochen habe».

Sollte Maxwell tatsächlich dereinst mit Trumps Hilfe aus dem Knast kommen, würde das ein schräges Licht auf den US-Präsidenten werfen. Noch nie in der amerikanischen Geschichte wurde eine wegen eines Sexualverbrechens inhaftierte Person von einem US-Präsidenten aus den Fängen der Justiz befreit.

US-Pr
Er könnte Maxwell aus dem Gefängnis holen: US-Präsident Donald Trump.Bild: sda

Die grosse Frage bleibt deshalb, ob Maxwell bereit sein wird, mit den Strafbehörden einen Deal einzugehen und im Gegenzug für eine verminderte Haftstrafe gegen Personen auszusagen, die ebenfalls in die pädosexuellen Straftaten Epsteins verwickelt gewesen sind. Insbesondere die Rolle des britischen Prinzen Andrew dürfte die US-Justiz brennend interessieren.

Andrews Tochter kann sich nicht an Pizza-Ausflug erinnern

Der 60-Jährige steht im Verdacht, in Epsteins Privatresidenz mehrfach Sex mit Minderjährigen gehabt zu haben - gegen deren Willen. Die damals 17-jährige Virginia Giuffre hat Prinz Andrew unlängst öffentlich beschuldigt, sie zum Sex gezwungen zu haben. Fotos, auf denen Andrew zusammen mit Giuffre und Ghislaine Maxwell zu sehen ist, scheinen das zu belegen.

FILE - In this Friday Oct. 12, 2018 file photo, Britain's Princess Beatrice arrives for the wedding of Princess Eugenie of York and Jack Brooksbank at St George's Chapel, Windsor Castle, nea ...
Prinzessin Beatrice stützt das Alibi ihres Vaters nicht.Bild: keystone

Der Prinz streitet alles ab. In einem vielbeachteten Interview mit dem Sender BBC behauptete er im vergangenen Jahr, er sei zum vermeintlichen Tatzeitpunkt mit seiner Tochter Beatrice an einer Geburtstagsparty und in einem Pizza-Restaurant gewesen. Erst diese Woche hat sich Prinzessin Beatrice in der britischen Presse zu Wort gemeldet und gesagt, sie könne sich nicht daran erinnern, an jenem Tag mit Andrew Pizzaessen gegangen zu sein. Für den Prinzen (und für Maxwell) bleibt es ungemütlich. (aargauerzeitung.ch)

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Fünf Pannen und Fehlentscheide in Justiz und Vollzug der letzten fünf Jahre
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Fünf Pannen und Fehlentscheide in Justiz und Vollzug der letzten fünf Jahre
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quelle: keystone / steffen schmidt
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