International
USA

Doch wegen Bedrohung: Was Trump über den Bomberabzug sagt

Doch wegen Bedrohung: Was Trump über den Bomberabzug sagt

05.10.2026, 22:5105.10.2026, 22:51

Im Fall des überraschenden Abzugs der US-Langstreckenbomber von einem Militärstützpunkt in Grossbritannien hat US-Präsident Donald Trump Aussenminister Marco Rubio und dem Pentagon widersprochen. Es habe Bedrohungen gegeben, sagte er in Washington vor Journalisten, ohne weitere Details zu nennen. «Warum sollten wir die Bomber also dort lassen? Also haben wir sie ein wenig verlegt, nicht sehr weit», sagte Trump weiter. Auf Nachfrage eines Journalisten sagte er, dass die Menschen hinter der Bedrohung vermutlich in Verbindung mit dem Iran stünden.

epa13283585 US President Donald Trump speaks to reporters on the South Lawn before departing the White House in Marine One in Washington, DC, USA, 05 October 2026. President Trump will deliver remarks ...
Trump widerspricht Marco Rubio und dem Pentagon.Bild: keystone

Stunden zuvor hatte Rubio dagegen betont, dass der Abzug nicht in direktem Zusammenhang mit mutmasslichen Terrordrohungen stehe. «Ich würde das nicht unmittelbar mit der Entscheidung über die Verlegung in Verbindung bringen», sagte Rubio vor Journalisten. Grundsätzlich sei die Verlegung «nichts Ungewöhnliches».

«Wir haben dokumentiert, was vergangene Woche passiert ist», sagte Rubio. Die Bedrohung sei der Grund, warum sich jetzt so sehr auf die Verlegung der Flugzeuge konzentriert werde. «Aber es ist nichts Ungewöhnliches, dass Rotationen stattfinden und militärische Ressourcen in verschiedene Teile der Welt verlegt werden», sagte der Aussenminister. «Ich habe aber weiterhin Vertrauen in die britischen Sicherheitsvorkehrungen auf den Stützpunkten und generell.»

Pentagon: Alle Bomber wieder in den USA

Das Pentagon hatte bestätigt, dass alle US-Bomber, die auf dem Stützpunkt RAF Fairford stationiert waren, wieder an ihre Heimatstützpunkte in den Vereinigten Staaten zurückgekehrt sind. Das steht im Widerspruch zu Trumps Aussage, dass die Bomber «nicht sehr weit» weg verlegt worden seien.

Zu den Hintergründen äusserte sich weder die US-amerikanische noch die britische Regierung. Nahe dem Stützpunkt waren Ende September fünf Männer unter Terrorverdacht festgenommen worden. In den folgenden Tagen wurde ein sechster Verdächtiger festgenommen. Alle befinden sich unter Auflagen auf freiem Fuss.

Die «New York Times» hatte zuvor berichtet, dass neue Drohungen gegen den Stützpunkt der Grund für den überraschenden Abzug sei. Es gebe Informationen über einen vom Iran unterstützten Anschlagsplan auf den Stützpunkt, berichtete die Zeitung unter Berufung auf zwei US-Beamte. Die US-Streitkräfte hatten im März weitere Langstreckenbomber nach Grossbritannien verlegt, um so flexibler im Krieg gegen den Iran agieren zu können. (hkl/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Samoas Regierungschef entschuldigt sich für Hitlergruss
Nach dem Bekanntwerden eines Hitlergruss-Videos aus dem Jahr 2007 hat Samoas Regierungschef Laaulialemalietoa Leuatea Schmidt die Öffentlichkeit um Verzeihung gebeten.
Zur Story