International
Iran

Iran: USA entsenden Spezialeinheiten und setzen Bomber in Bereitschaft

epa12858438 Pedestrians pass by as the US Navy aircraft carrier USS Gerald R. Ford (CVN-78) sits anchored in Split, Croatia, 29 March 2026. The ship arrived for repairs following a non-combat fire dur ...
US-Medien berichten seit Tagen über Indizien für eine mögliche Ausweitung der US-Angriffe.Bild: keystone

Bericht: USA entsenden Spezialeinheiten nach Nahost und setzen Bomber in Bereitschaft

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht wieder militärische Ziele im Iran attackiert. Und das «Wall Street Journal» berichtet über weitere Anzeichen für eine Ausweitung des Krieges. Die neusten Entwicklungen in Nahost.
23.07.2026, 04:4923.07.2026, 05:18

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht wieder militärische Ziele im Iran attackiert. Die fünfstündige Angriffswelle sei um 22.30 US-Ostküstenzeit beendet worden, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom über die Plattform X mit.

Zu den Zielen zählten demnach Raketen- und Drohnenlager, Anlagen zur Küstenüberwachung sowie die Flugabwehr des Landes. Die Angriffe sollten künftige Attacken auf Handelsschiffe und zivile Seeleute verhindern, hiess es. Es war die zwölfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angriffen.

Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump bei einer Veranstaltung in Marietta im US-Bundesstaat Georgia betont, dass der Iran aus seiner Sicht noch nicht bereit für einen Deal sei. Immer wenn Teheran einen Kompromiss schliesse, wollten die Iraner ihn danach wieder ändern, kritisierte Trump. «Sie sind noch nicht bereit. Sie werden aber sehr bald bereit sein», betonte er – was sich als indirekte Drohung interpretieren liess.

Bereits am Mittwochmorgen (US-Ostküstenzeit) hatte Trump dem Iran sehr deutlich gedroht: Die Vereinigten Staaten würden künftig jedes Mal eine Brücke oder ein Kraftwerk im Iran «bombardieren und zerstören», wenn die Islamische Republik ein Schiff in der Strasse von Hormus beschiesst, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Dabei würden auch Brücken und Kraftwerke in Teheran oder in der Nähe der Hauptstadt ins Visier genommen.

Bericht: USA entsenden Spezialeinheiten, Bomber in Bereitschaft

Wegen des Streits um die für den weltweiten Handel mit Energieträgern wie Öl und Flüssiggas wichtige Strasse von Hormus eskaliert der Iran-Krieg seit Anfang des Monats wieder.

US-Medien berichten seit Tagen über Indizien für eine mögliche Ausweitung der US-Angriffe – etwa über die Verlegung weiterer Kampfflugzeuge in die Region.

Das «Wall Street Journal» berichtet nun über weitere Anzeichen dafür. So seien in der vergangenen Woche laut Flugverfolgungsdaten und Aussagen von US-Beamten Spezialeinheiten in die Region entsandt worden. Zudem befänden sich Bomber auf Stützpunkten in den USA und Grossbritannien in höchster Einsatzbereitschaft, zitiert die Zeitung einen der Beamten. Ausserdem seien in den vergangenen Tagen mehr als 150 Sanitäter im Landstuhl Regional Medical Center in Rheinland-Pfalz eingetroffen, der wichtigsten Anlaufstelle für die Behandlung von im Nahen Osten verletzten US-Soldaten.

Nach Einschätzung des «Wall Street Journal» könnte die Truppenverstärkung auch darauf abzielen, Trump mehr Handlungsspielraum zu geben, um gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen vorzugehen. Die Islamisten hatten am Montag eine «Blockade» für saudische Schiffe angekündigt – rund eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit dem Königreich, das an den Jemen grenzt und seit mehr als zehn Jahren Krieg gegen die Miliz führt. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Innovativ und tödlich: Der Drohnenkrieg der Ukraine
1 / 18
Innovativ und tödlich: Der Drohnenkrieg der Ukraine

Die Ukraine wehrt sich erfolgreich gegen den Aggressor Russland, dabei spielen Drohnen eine zentrale Rolle. In dieser Bildstrecke geht es um Meilensteine und historische Wendepunkte...

quelle: keystone / alex babenko
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Die erste Rede vom neuen britischen Premierminister Andy Burnham
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
3
Thailand baut Grenzzaun nach Konflikt mit Kambodscha
Thailands Regierung zieht nach den schweren Grenzgefechten mit dem Nachbarn Kambodscha im vergangenen Jahr sichtbare Konsequenzen. Entlang der gemeinsamen Grenze hat das Militär den ersten Abschnitt eines dauerhaften Grenzzauns errichtet. Der 1,3 Kilometer lange Pilotabschnitt in der Provinz Chanthaburi besteht aus Stahlbetonplatten mit Stahlgitter und Stacheldraht und soll nach Angaben der Armee die Sicherheit an der Grenze erhöhen, wie thailändische Reporter am Mittwochabend nach einem Ortsbesuch berichteten.
Zur Story