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Trump attackiert Meloni nach ihrer Kritik an Papst-Schelte

epa12888048 US President Donald Trump (C) speaks with King Willem-Alexander (R) of the Netherlands during an arrival ceremony outside the White House in Washington, DC, USA, 13 April 2026. US Presiden ...
Bild: keystone

Trump attackiert Meloni nach ihrer Kritik an Papst-Schelte

14.04.2026, 17:4414.04.2026, 17:44

Nach den Angriffen von Donald Trump gegen Papst Leo XIV. teilt der US-Präsident nun auch gegen Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni aus. «Sie ist es, die inakzeptabel ist, weil es ihr egal ist, ob der Iran eine Atomwaffe hat und Italien in zwei Minuten in die Luft sprengen würde, wenn er die Möglichkeit dazu hätte», sagte Trump der Zeitung «Corriere della Sera». Zuvor hatte Meloni seine harsche Kritik am Papst als «inakzeptabel» bezeichnet.

Dem Papst hatte Trump vorgeworfen, eine «schreckliche» Aussenpolitik zu betreiben. Er wolle keinen Papst, der es in Ordnung finde, dass der Iran eine Atomwaffe besitze, schrieb er auf der Plattform Truth Social. Offensichtlich hatte sich Leo mit seinen Appellen für ein Ende der aktuellen Kriege den Zorn des Weissen Hauses zugezogen. Leo machte später deutlich, sich nicht einschüchtern zu lassen. Meloni nannte Trumps Worte dann «inakzeptabel».

Trump: «Ich bin schockiert über sie»

Trump zeigte sich in dem nach Angaben des «Corriere della Sera» telefonisch abgehaltenen Interview überhaupt enttäuscht von Meloni. «Ich bin schockiert über sie. Ich dachte, sie hätte Mut. Ich habe mich geirrt», sagte er. Sie leiste «keinerlei Hilfe, um Öl zu beschaffen», warf Trump ihr mit Blick auf den Konflikt mit dem Iran vor. Er könne sich nicht vorstellen, dass dies den Italienern gefalle.

Immer wieder kritisiert Trump internationale Partner, dass sie sich nicht aktiver im Iran-Krieg einbringen. Streitpunkte waren unter anderem die Nutzung von Militärstützpunkten sowie eine Mission zur Öffnung der Strasse von Hormus. Meloni ihrerseits lehnte mit Blick auf den Iran-Krieg von Anfang an eine italienische Beteiligung ab. Zuletzt hatte Italien auch US-Flugzeugen die Landung auf einem Stützpunkt auf der Mittelmeerinsel Sizilien verweigert.

Trump und Meloni eigentlich enge Verbündete

Italiens rechte Ministerpräsidentin zählt in Europa eigentlich zu den Regierungschefs, die einen guten Draht zu Trump haben. Meloni hatte immer wieder versucht, als Brückenbauerin zwischen der EU und der Trump-Regierung zu agieren. Trump wiederum lobte die Politikerin mehrfach. Unter anderem nannte er sie «unglaublich» und eine «sehr erfolgreiche Politikerin». (sda/dpa)

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64 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Gina3
14.04.2026 18:08registriert September 2023
Trump redet erst und denkt dann vielleicht. Seine Komplimente sind nichts wert!! Nur
seine Beleidigungen spiegeln wider, was wirklich in ihm steckt: ein hässlicher, tiefer Abgrund aus Egoismus und Selbstbezogenheit.
Es hat keinen Sinn, zu versuchen, mit Trump befreundet zu sein oder ein gutes Verhältnis zu ihm zu pflegen!!! Er wird euch immer in den Rücken fallen, sobald er die Gelegenheit dazu hat.
Wie viele Beispiele braucht es noch? Bevor die europäische Rechte das endlich begreift?
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Grüblerine
14.04.2026 17:56registriert Januar 2024
Sag ich doch, wer seine Lächerlichkeit die Orange zu Freund hat braucht keine Feinde 🤷🏻‍♀️
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Clandestino
14.04.2026 18:02registriert Mai 2025
Das macht er sich aber wahrlich keine Freunde in Italien, wenn er sich mit dem Papst anlegt 😀
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