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Lawrow sieht keine Entspannung zwischen USA und Russland

Trotz Trumps Avancen: Lawrow sieht keine Entspannung zwischen USA und Russland

In den Beziehungen zwischen Russland und den USA gibt es nach den Worten des russischen Aussenministers Sergej Lawrow bisher keine Entspannung.
31.10.2026, 07:4431.10.2026, 07:44

«In der Praxis sind bislang keine wirklichen Fortschritte in den Beziehungen zu den USA zu erkennen. Man sollte sich keine Illusionen hinsichtlich des Diesel-Deals machen», sagte Lawrow am Rande des G20-Aussenministertreffens in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia.

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Der russische Aussenminister Sergej Lawrow.Bild: keystone

«Die grundlegenden Fragen werden nicht gelöst, die Sanktionen dauern an, alle Sanktionen (des ehemaligen US-Präsidenten Joe) Bidens werden von der derzeitigen Regierung fortgeführt, und es werden zusätzliche Sanktionen gegen (die Ölgiganten) Lukoil und Rosneft verhängt», sagte er.

Mit Blick auf die bevorstehenden Dreiergespräche der Ukraine, der USA und Russlands in den kommenden Tagen sagte Lawrow, die Positionen seien klar. Nach jüngsten Andeutungen aus dem Kreml wollten sich die Delegationen Mitte November in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, zu einer Fortsetzung ihrer seit Monaten unterbrochenen Unterredungen über eine mögliche Friedenslösung treffen. Lawrow kritisierte dabei die Haltung der Europäer. «Sie versuchen, sich in den Friedensverhandlungsprozess in der Ukraine einzumischen», sagte er.

Lawrow spricht von «Familienfoto-Diplomatie»

Gleichzeitig übte Lawrow scharfe Kritik an seinem deutschen Kollegen Johann Wadephul (CDU), dem er «Familienfoto-Diplomatie» vorwarf. «Dieser Herr Wadephul, der vor einem Monat um ein Treffen mit mir in New York gebeten hatte, hat gestern oder heute Vormittag eine Art Erklärung abgegeben, dass er Lawrow alles sagen werde, was den aggressiven Krieg betrifft, und sich niemals fotografieren lassen werde», behauptete der russische Aussenminister. «Das nenne ich Familienfoto-Diplomatie. Wenn es für sie vor allem darauf ankommt, wie sie auf einem Familienfoto aussehen und wer neben ihnen steht, dann sagt das schon alles.»

Die Aussenminister der G20-Runde der grossen Industrie- und Schwellenländer haben bei ihrem Treffen in den USA ein deutliches Signal an Moskau gesetzt. Das sonst oft übliche «Familienfoto» der Teilnehmer fiel bei den Beratungen in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia aus. Wadephul hatte schon kurz vor Beginn gesagt: «Es wird in jedem Fall kein Familienfoto geben, auf dem unsere europäischen Partner gemeinsam mit Herrn Lawrow sind.» (sda/dpa)

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