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Trump: Dreitägige Waffenruhe zwischen Ukraine und Russland

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Der US-Präsident kommunizierte die Waffenruhe wie gewohnt über Truth Social.Bild: keystone

Trump: Dreitägige Waffenruhe zwischen Ukraine und Russland

08.05.2026, 20:1709.05.2026, 07:25

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben Russland und die Ukraine von einer ab Samstag geltenden dreitägigen Waffenruhe überzeugt. Diese werde die Aussetzung aller Kampfhandlungen sowie den Austausch von 1000 Gefangenen jeder Seite umfassen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Die Bitte sei direkt von ihm vorgebracht worden. Er sei Kremlchef Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sehr dankbar, dass sie zugestimmt hätten, schrieb Trump.

«Hoffentlich ist dies der Anfang vom Ende eines sehr langen, tödlichen und hart ausgetragenen Kriegs». Die Gespräche für eine Beendigung des Kriegs – «des grössten seit dem Zweiten Weltkrieg» – gingen weiter. Jeden Tag käme man näher ans Ziel, sagte Trump. Tatsächlich mangelte es bei den Verhandlungen zuletzt an sichtbaren Fortschritten.

Kreml und Selenskyj bestätigen Vereinbarung

Der Kreml bestätigte die Vereinbarung. Aussenpolitikberater Juri Uschakow sagte laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass, die Abmachung sei in jüngsten Telefonkontakten mit der US-Führung zustande gekommen. «Als wichtigstes wurde festgelegt, eine Waffenruhe vom 9. bis 11. Mai einzuhalten, einschliesslich des Austausches von 1000 Personen von jeder Seite», so Uschakow.

Auch Selenskyj bestätigte die Vereinbarung und dankte Trump für den diplomatischen Einsatz. Russland habe dem Gefangenenaustausch zugestimmt, schrieb er auf dem Portal X. «Ein Waffenruhe-Regime muss für die Tage 9., 10. und 11. Mai eingerichtet werden», sagte er. Er habe sein Team angewiesen, alles dafür vorzubereiten. Die Ukraine wolle ihre Gefangenen nach Hause bringen.

Für den Tag des Sieges in Russland am Samstag galt bereits seit Freitag eine Waffenruhe, die Moskau einseitig ausgerufen hat. Trotzdem griff die russische Armee nach ukrainischer Darstellung weiter so oft an, dass Kiew nach Selenskyjs Darstellung bislang keinen Anlass hatte, die Waffen schweigen zu lassen.

(sda/dpa)

Für Russland kündigte der Kremlsprecher eine Erklärung von Putins aussenpolitischem Berater Juri Uschakow an. In Moskau soll am Samstag die traditionelle Militärparade vor Putin auf dem Roten Platz stattfinden.

Am Donnerstag hatte sich der Sekretär des nationalen Sicherheitsrats der Ukraine, Rustem Umjerow, mit US-Vertretern getroffen. Bei dem Treffen ging es nach Angaben Selenskyjs um Vereinbarungen zu Sicherheitsgarantien und humanitäre Fragen wie den Austausch von Kriegsgefangenen.

Nach Gesprächen in den USA erwartet Kiew in den nächsten Wochen Gesandte Trumps. Als Termin für den Besuch nannte Selenskyj die Zeitspanne bis zum Beginn des Sommers, derzeit liefen die Absprachen dazu, schrieb er in sozialen Medien.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen die von Russland betriebene Invasion. Zuletzt hatten die USA bei direkten Gesprächen zwischen Kiew und Moskau vermittelt. Die Verhandlungen lagen aber jüngst auf Eis, auch weil die USA durch den Iran-Krieg abgelenkt sind. (sda/dpa)

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