Die Midterms laufen – das ist der Zeitplan
Die Wahl
Am 3. November ist in den USA Wahltag. Die Wählenden entscheiden über die neuen Machtverhältnisse im Repräsentantenhaus und im Senat. Es gehen jedoch nicht alle Wählerinnen und Wähler an diesem Tag an die Urne. Am Sonntagabend hatten schon 54 Millionen Menschen ihre Stimme abgegeben, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete. Sie taten dies entweder per Briefwahl oder im Wahllokal. Damit deutet sich eine höhere Beteiligung bei den Midterms an als noch vor vier Jahren.
Wann die Wahllokale schliessen
Je nach Ort schliessen die Wahllokale zu unterschiedlichen Zeiten. Hier ein Überblick, bis wann wo gewählt wird (Angaben in Schweizer Zeit):
Mittwoch, 1 Uhr
- Georgia
- Indiana
- Kentucky
- South Carolina
- Vermont
- Virginia
Mittwoch, 1.30 Uhr
- North Carolina
- Ohio
- West Virginia
Mittwoch, 2 Uhr
- Alabama
- Connecticut
- Delaware
- District of Columbia
- Florida
- Illinois
- Maine
- Maryland
- Massachusetts
- Mississippi
- Missouri
- New Hampshire
- New Jersey
- Oklahoma
- Pennsylvania
- Rhode Island
- Texas (nicht alle)
Mittwoch, 2.30 Uhr
- Arkansas
Mittwoch, 3 Uhr
- Arizona
- Colorado
- Kansas
- Louisiana
- Michigan
- Minnesota
- New Mexico
- New York
- South Dakota
- Tennessee
- Texas (letzte Wahllokale)
- Wisconsin
- Wyoming
Mittwoch, 4 Uhr
- Iowa
- Montana
- Nebraska
- Nevada
- North Dakota
- Utah
Mittwoch, 5 Uhr
- Kalifornien
- Idaho
- Oregon
- Washington
Mittwoch, 6 Uhr
- Alaska (nicht alle)
- Hawaii
Mittwoch, 7 Uhr
- Alaska (letzte Wahllokale)
Die Auszählung
Nachdem die Urnen geschlossen sind, geht es ans Auszählen. Erste Resultate dürften ab Mitternacht bekannt werden, aussagekräftige Prognosen dürften jedoch erst zwischen 5 und 7 Uhr Schweizer Zeit durchsickern.
Das Problem: Je knapper die Resultate, desto länger dürfte die Auszählung dauern. Das kann Tage, aber auch Wochen gehen. Etwa, wenn bei einer Neuauszählung von Hand gezählt wird. Auch bei den letzten Midterms dauerte es mehrere Tage, bis das Resultat feststand. Dennoch sind Hochrechnungen möglich, die sich nicht nur auf die ersten Auszählungsergebnisse stützen, sondern auch auf Nachwahlbefragungen.
Trotzdem sind auch rechtliche Schritte möglich, was das Ganze erneut verzögern könnte – zum Beispiel von unterlegenen Kandidaten. Schliesslich führen auch die unterschiedlichen Methoden des Ablaufs in den verschiedenen Staaten zu einer Verzögerung.
Einmal ausgezählt müssen die Ergebnisse noch auf verschiedenen Stufen, also auf lokaler und auf County-Ebene, bestätigt werden. Dann folgt die Verifizierung durch den Staat, bevor der Gouverneur seine Unterschrift setzt. Das dürfte im Dezember passieren. Das Schlusswort hat dann der Kongress selbst.
Amtsantritt
Die scheidenden Kongressmitglieder werden am Sonntag, 3. Januar 2027, ihr Amt abgeben. Dann treten die neuen Mitglieder ihre neue Aufgabe an. (cma/vro)
