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President Donald Trump speaks at tool manufacturer Snap-on Inc. in Kenosha, Wis., Tuesday, April 18, 2017. Trump visited the headquarters of tool manufacturer Snap-on Inc., and will later sign a an executive order that seeks to make changes to a visa program that brings in high-skilled workers. (AP Photo/Susan Walsh)

Im Wahlkampf hatte Trump mit einer «Amerika zuerst»-Politik geworben und angekündigt, den Interessen von US-Arbeitnehmern absoluten Vorrang zu geben. Bild: Susan Walsh/AP/KEYSTONE

«Buy American, Hire American»: Trump erschwert Arbeitsvisa für Ausländer 



US-Präsident Donald Trump hat ein Dekret unterzeichnet, das die Ausstellung von Arbeitsvisa für hoch qualifizierte Ausländer erschweren soll. Trump unterzeichnete die Anordnung am Dienstag.

Arbeitsplätze müssten «zuerst amerikanischen Arbeitern» angeboten werden , sagte Trump bei einem Besuch in Kenosha im Bundesstaat Wisconsin. «Zusammen werden wir alles in unserer Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass mehr Produkte mit diesen wunderbaren Worten versehen werden: Made in the USA

Allerdings handelt es sich bei seinem Dekret eher um einen Handlungsaufruf an mehrere Ministerien, darunter das Arbeits- und das Justizministerium, als um konkrete Änderungen.

Trump stellt damit die Vergabepraxis für die stark nachgefragten Einreisevisa der Klasse H-1B auf den Prüfstand. Aus seiner Sicht gab es dabei in der Vergangenheit «Betrug und Missbrauch». Die Vergabekriterien sollen nun strenger eingehalten werden.

Die falschen Einwanderer

Die H-1B-Visa sind bisher ein wichtiges Instrument zur Rekrutierung von Fachkräften etwa für High-Tech-Unternehmen im Silicon Valley.

Diese Visa richten sich an hoch qualifizierte Wissenschaftler, Ingenieure und Programmierer aus dem Ausland. In den vergangenen Jahren hatten insbesondere gut ausgebildete Inder davon profitiert. Jedes Jahr werden derzeit rund 85'000 H-1B-Visa vergeben.

Das Weisse Haus ist allerdings der Ansicht, dass dadurch auch viele relativ gering qualifizierte Ausländer in die USA kamen und den einheimischen Arbeitnehmern Konkurrenz machten.

Im Wahlkampf hatte Trump mit einer «Amerika zuerst»-Politik geworben und angekündigt, den Interessen von US-Arbeitnehmern absoluten Vorrang zu geben. Die US-Handelskammer warnte, das Visa-Programm dürfe zwar überarbeitet, aber zum Wohle der Wirtschaft nicht abgeschafft werden. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Tomtom64 19.04.2017 11:26
    Highlight Highlight Interessant, dass dieser doch ziemlich vage (Zitat)"Handlungsaufruf" Trumps hier solch grosses Echo hervorruft, während die deutlich weitergehende Abschaffung der Visumskategorie 457 in Australien keine Erwähnung findet. https://www.nzz.ch/wirtschaft/haertere-linie-bei-der-immigration-australien-zieht-bei-qualifizierten-einwanderern-die-schraube-an-ld.1287355
  • Zeit_Genosse 19.04.2017 09:52
    Highlight Highlight Wir haben uns für einen sanften Inländervorrang statt für eine harte MEI-Umsetzung entschieden. Unser demokratisches System mit vielen Stimmen und der kleinen Schritte unterscheidet sich zur USA, die nicht die Relevanz wie die EU für uns hat.

    Deshalb sollten wir ein entspannteres Verhältnis zur EU an den Tag legen. Die EU ist nicht an allen Problemen in der Schweiz schuld, wie das einfach gestrickte (oder geschickte) Rufer wiederholen und als Glaubensmantra faktenlos verbreiten.
  • Ökonometriker 19.04.2017 07:54
    Highlight Highlight Trumps Regulationen sind somit noch nutzloser als die Umsetzung der MEI. Sie werden überhaupt keinen Effekt haben, ausser Publicity.
  • Tepesch 19.04.2017 07:31
    Highlight Highlight Ein Inländervorrang würde auch der EU gut tun.
    Einzig zwischen Ländern die z.B. eine ähnliche Wirtschaftsleistung pro Kopf aufweisen oder ähnliches Lohnniveau, bräuchte es diese Beschränkung nicht.
  • David Ruppolo 19.04.2017 07:20
    Highlight Highlight Das ist doch kein Problem, geben wir den "Gefallen" einfach zurück und wenden bei uns die gleichen Kriterien für Amerikaner an, die hier arbeiten möchten...
  • rodolofo 19.04.2017 06:56
    Highlight Highlight Was das Prinzip "Americans first" für Folgen haben kann, beweist der Präsident himself:
    Er hat keine Konkurrenz aus dem Ausland zu befürchten, wird aber von Russland ferngesteuert...
  • Grundi72 19.04.2017 04:59
    Highlight Highlight Egal was man vom Entscheid hält, Trump kann gestalten.

    Unsere Politik muss ihre demokratisch gefällten Entscheide jedesmal mit dem linken Beamtenmolloch "EU" in Einklang bringen. Hoffentlich zerfällt diese EU bald in sich selbst!
    • Taiyou 19.04.2017 05:37
      Highlight Highlight Selbst wenn man die EU nicht mag, sollte man sich deren Ende nicht wünschen, denn das würde für Europa sehr harte Zeizen bedeuten, mit vielen Länder die bachab gehen würden. Und der Schweizer Export wird sehr stark davon betroffen werden .
    • moedesty 19.04.2017 06:21
      Highlight Highlight vor der eu ging es praktisch jedem eu land ausser deutschlandland besser.
    • Sapere Aude 19.04.2017 06:57
      Highlight Highlight Man darf durchaus kritisch der EU gegenüber stehen, doch weder in der Schweiz noch in der EU haben Linke die Mehrheit. Erzähl also bitte keine Märchen Grundi72 und bleib bei den Fakten. Ein EU Beitritt ist selbst bei der SP umstritten, die Kritik an der EU und deren neoliberalen Politik hat auf linker Seite massiv zugenommen. Corbyn, Vorsitzender der Labourpartei ist EU kritisch, Sarah Wagenknecht der Linken kritisiert in ihrem neusten Buch die EU scharf und Mélenchon in Frankreich kann man auch nicht als Freund der EU Politik sehen.
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