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El Niño und bringt Extremwetter wie Dürre und Überschwemmung

epa12978288 UN Secretary-General Antonio Guterres is displayed on a large screen as he delivers a speech via video-link during the 2nd Ministerial Conference on Peacekeeping in Francophone Environment ...
«El-Niño-Bedingungen giessen Öl in das Feuer der globalen Erwärmung», teilte UN-Generalsekretär António Guterres in einer Videobotschaft mit.Bild: keystone

«Öl ins Feuer globaler Erwärmung»: Jetzt kommt El Niño

02.06.2026, 09:2102.06.2026, 09:21

Es zeichnet sich seit Monaten ab, jetzt ist es praktisch Gewissheit: Die ungewöhnlich hohen Meerestemperaturen im tropischen Pazifik kündigen das regelmässig wiederkehrende Wetterphänomen El Niño an.

Damit einher geht die Sorge vor mehr Extremwetter mit Dürren, Überschwemmungen und einer womöglich rekordbrechenden globalen Durchschnittstemperatur in naher Zukunft, wie die Weltwetterorganisation (WMO) in Genf berichtet.

«El-Niño-Bedingungen giessen Öl in das Feuer der globalen Erwärmung», teilte UN-Generalsekretär António Guterres in einer Videobotschaft mit. «Die Folgen werden noch heftiger und sich noch weiter ausbreiten.»

Könnte starkes El Niño-Ereignis werden

Die Wahrscheinlichkeit eines El-Niño-Beginns zwischen Juni und August liegt inzwischen bei 80 Prozent und für eine Dauer bis mindestens November bei rund 90 Prozent. «Wir müssen uns auf ein möglicherweise starkes El-Niño-Ereignis vorbereiten, das Dürren und Starkregen verschärfen und das Risiko von Hitzewellen sowohl an Land als auch im Ozean erhöhen wird», sagte WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo.

epa11646965 Celeste Saulo, Secretary-General of World Meteorological Organization (WMO), presents the WMO's State of Global Water Resources report during a presse conference, at the European head ...
WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo.Bild: keystone

Zuletzt zeigte sich das alle zwei bis sieben Jahre natürlich auftretende Wetterphänomen 2023/24. Das war einer der fünf stärksten El Niños seit Beginn der Aufzeichnungen, die nach WMO-Angaben 1950 begannen. Das trug dazu bei, dass 2024 das bisher heisseste Jahr seit der Industrialisierung (1850-1900) war, gemessen an der globalen Durchschnittstemperatur.

El Niño kann Klimawandelfolgen verschärfen

Ein El Niño verschärft die Folgen des menschengemachten Klimawandels. Die Auswirkungen sind mit Dürren und Überschwemmungen in Regionen vor allem auf der Südhalbkugel zu spüren. Für Europa halten sich die Folgen in Grenzen.

Die Oberflächentemperatur an der Pazifikküste Südamerikas sei zwischen Ende April und Mitte Mai auf das Niveau wie in El-Niño-Jahren gestiegen, berichtete die WMO. Zusätzlich komme ungewöhnlich warmes Wasser aus tieferen Lagen hinzu, dessen Temperatur teils sechs Grad über dem langjährigen Durchschnitt liege. (sda/dpa)

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