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Konkurrenz abschirmen: US-Regierung will keine ausländischen Roboter

May 27,, 2026 - Boston, Massachusetts, USA - The 2026 Robotics Summit & Expo features leading-edge tech companies showcasing their autonomous robotics systems and the latest innovations in the des ...
Unter anderem sollen künftige Modelle zweibeiniger und vierbeiniger Roboter nur noch mit einer speziellen Genehmigung etwa vom Verteidigungsministerium zugelassen werdenBild: www.imago-images.de

Um Konkurrenz abzuschirmen: US-Regierung will keine ausländischen Roboter

Die US-Regierung verbietet die Einfuhr von im Ausland hergestellten Robotern, die sich bewegen können.
29.07.2026, 02:2329.07.2026, 02:23

Das wird vor allem chinesischen Herstellern den Weg auf den US-Markt versperren – und heimische Entwickler vor deren Konkurrenz abschirmen.

So sollen unter anderem künftige Modelle zweibeiniger und vierbeiniger Roboter nur noch mit einer speziellen Genehmigung etwa vom Verteidigungsministerium zugelassen werden, wie die Telekommunikationsaufsicht FCC mitteilte.

Die FCC (Federal Communications Commission) verwies zur Begründung auf die Netzwerk-Fähigkeiten der Roboter. Diese könnten für Spionage oder Überwachung von US-Amerikanern missbraucht werden – und um die Roboter fernzusteuern. Bestehende Modelle, die von der FCC bereits zugelassen wurden, dürfen weiterhin importiert und genutzt werden.

Als mobile Roboter definiert die US-Regierung mehr als zwei Kilogramm schwere technische Geräte, die sich selbst fortbewegen und Hindernissen ausweichen können sowie Sensoren, Netzwerk-Anbindung und Software zum autonomen Navigieren haben. Diese Beschreibung könnte auch auf fortgeschrittene Modelle von Saugrobotern zutreffen. Das ist ein Geschäftsfeld, in dem chinesische Anbieter den US-Vorreiter iRobot geschlagen haben. Stationäre Roboter etwa für die Industrieproduktion sind von dem Verbot ausdrücklich ausgenommen.

Wettlauf mit China um Zukunftsgeschäft

Zweibeinige humanoide Roboter und vierbeinige Modelle, die an grosse Hunde erinnern, gelten als grosses Zukunftsgeschäft. Vor allem in den USA und China arbeiten viele Unternehmen daran. So werden einige Roboter der Silicon-Valley-Firma Figure AI für einfache Aufgaben auf Produktionslinien eingesetzt. Beim Elektroauto-Hersteller Tesla will Firmenchef Elon Musk in diesem Jahr die Fertigung des Roboters Optimus starten, den er bereits jetzt als «bei Weitem das grösste Produkt aller Zeiten» ankündigt.

Neben Robotern verbot die FCC auch die Einfuhr von Wechselrichtern, die ein zentrales Bauteil für Solarstromanlagen sind. Wechselrichter wandeln den von Solarmodulen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um, womit er ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden kann. Auch hier werden vor allem chinesische Anbieter betroffen sein, die auf dem Weltmarkt führend sind. Die FCC verwies auch hier auf Risiken der Netzwerk-Anbindung, wodurch die Technik abgeschaltet oder zur Datensammlung missbraucht werden könne. (sda/dpa)

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