Deswegen sind Rice Krispies bald nicht mehr aus Reis
Bei Kellogg's Rice Krispies wird neu Reismehl anstelle von Reis verwendet, während Coco Pops jetzt eine Mischung aus Reismehl und Maismehl anstelle von Reis enthalten, schreibt die BBC. Eingeführt wurden die neue Zusammensetzung der Cerealien bislang in Grossbritannien. Dadurch enthalten die Rice Krispies jetzt auch Weizengluten, was bedeutet, dass sie nicht mehr für Käufer mit einer Weizenallergie oder Zöliakie geeignet sind.
Eine Sprecherin von Kellogg's nannte als Grund: «Diese jüngste Anpassung hilft uns, eine gleichbleibende Qualität sicherzustellen. Denn wechselnde Wetterbedingungen beeinträchtigen derzeit die Qualität und Verfügbarkeit einiger Reis- und Getreidesorten, die wir für unsere Cerealien verwenden.»
Konsumenten vermissen Pop-Geräusch
Die Änderung ist auch den Konsumentinnen und Konsumenten in Grossbritannien aufgefallen. Diese hätten neben dem Geschmack den fehlenden beziehungsweise leiseren Pop-Sound beim Essen vermisst, schreibt die BBC. Vor allem Kinder weigerten sich, die neuen Cerealien zu essen.
Auch der Klang beim Einfüllen in die Schüssel mit Milch vermissten viele Fans des ikonischen Frühstücks. Das Aufpoppen, wenn Milch zum Puffreis hinzugefügt wird, ist seit den 1950er Jahren ein Herzstück des Marketings.
Die Firma reagierte online auf Beschwerden. Das Unternehmen sagte, es schätze das Kundenfeedback und werde «weiterhin nach Möglichkeiten suchen, seine Produkte in Zukunft noch besser zu machen».
Ausweitung auf Europa
Eingeführt wurden die Cerealien mit neuer Rezeptur zuerst in Grossbritannien. Nach und nach wird aber auch Resteuropa die neuen Produkte erhalten. Anders dazu werden die Rice Krispies in den USA und Kanada weiterhin aus echtem Reis hergestellt. Grund dafür ist die Aufteilung der Marke Kellogg's in zwei Unternehmen.
WK Kellogg Co stellt Kellogg's Müsli in Kanada und den USA her. Ausserhalb Nordamerikas wird das Getreide von Kellanova, Teil von Mars Snacking, hergestellt.
(kek)
