Wie Paris Hilton jetzt ihr ADHS vermarktet
«ADHS - aber mit Stil.» So macht Paris Hilton neuerdings auf Instagram Werbung für ihre ADHS-Merchandise-Kollektion. Ein T-Shirt bekommen Interessierte ab 22 Franken, ein Sweatshirt ab 47 Franken. Die Kleidung scheint bei den Fans gut anzukommen, denn zurzeit ist alles ausverkauft.
Wer nun denkt, Hilton möchte sich mit den Shirts die Taschen vollmachen, liegt falsch. 100 Prozent der Einnahmen gehen laut des Reality-Stars an Understood, eine gemeinnützige Organisation, die sich für Personen mit ADHS einsetzt.
Eigener ADHS-Raum
Paris Hilton macht schon länger auf die Störung aufmerksam, denn sie leidet selbst darunter. Die Diagnose bekam sie in ihren 20ern. Auf Instagram teilt sie Tipps, die Betroffenen den Alltag erleichtern sollen. Auch ihr Zuhause hat sie neurodivers eingerichtet. Dies zeigt sie in ihrer Videoserie «Inclusive by Design». Ihr ADHS-Raum, in dem sie bastelt oder malt, ist natürlich Pink und auffällig.
Ihre Räume designte sie so, dass alles auf einen Blick zu sehen ist und so nichts vergessen geht. Deshalb hat sie ihr Bastelzimmer mit durchsichtigen Schubladen ausgestattet. Auch ihr Kleiderschrank hat Glastüren. Schränke und Schubladen ohne Glastüren sind beschriftet. Im Büro setzt sie auf einen Stuhl, der sich in verschiedene Positionen bringen lässt. So könne sie sich besser konzentrieren.
Auch Videoclips, die den Alltag von Menschen mit ADHS humorvoll darstellen und aufs Korn nehmen, veröffentlicht Hilton. Dabei präsentiert sie als Marketingprofi ganz nebenbei ihre Merchandise-Kollektion.
So reagiert das Netz
Dass Paris Hilton gerade jetzt eine ADHS-Kollektion auf den Markt bringt, kommt nicht von Ungefähr, denn der Oktober gilt als sogenannter ADHS-Monat. Auch in den Kommentaren unter Hiltons Beiträgen finden sich viele positive Stimmen. Auch Stars wie Jessica Alba kommentieren: «Saaaame!» heisst es von ihr, wonach auch Alba an der Krankheit leidet. Andere danken der Hotel-Erbin dafür, dass sie Menschen mit ADHS sichtbar macht.
Es gibt jedoch auch Kritik. Einige bemängeln, dass die Krankheit nicht als Mode angesehen und vermarktet werden soll und dass viele, die nicht so viel Geld haben, es mit ADHS schwieriger im Leben haben als Hilton.
