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Bühne frei für Thamsanqa Jantjie. Quelle: youtube.com/livelenseapp

2. Karriere als Schauspieler

Falscher Gebärden-Dolmetscher von Mandelas Trauerfeier macht jetzt Werbung

Thamsanqa Jantjie schlägt aus seinem irritierenden Auftritt als Gebärden-Dolmetscher bei Mandelas Trauerfeier im vergangenen Dezember Kapital. Eine israelische Internetfirma hat ihn vor den Karren gespannt, um ihre App zu bewerben. 



«Hallo, ich bin Thamsanqa Jantjie von der Beisetzung von Nelson Mandela», sagt er zu Beginn des Spots. Dann beginnt er zu gestikulieren, während eine weibliche Stimme seine angeblichen Gesten übersetzt. «Glauben Sie mir, ich bin ein echter Gebärdendolmetscher, ich spreche die Gebärdensprache – nicht», sagt die Stimme.

Wieder ist die echte Stimme Jantjies zu hören, wie sie sagt: «Es tut mir wirklich, wirklich leid, was passiert ist.» Auf die folgenden Gebärden spricht die vermeintliche Übersetzerin: «Ich, der berühmte Promi!»

Die israelische Firma Livelens zeigte sich erstaunt über den Erfolg der Werbekampagne. Zugleich betonte sie auf ihrer Facebook-Seite, der Clip solle keinesfalls Taubstumme diskreditieren. Es sei gut, wenn Leute eine zweite Chance bekämen. «Thamsanqa ist psychisch krank und hat mehrfach zugegeben, dass er einen Fehler gemacht hat (...) Soll er ein Leben lang dafür büssen?»

Der Dolmetscher hatte sein seltsames Verhalten bei der Trauerfeier für Mandela, bei der er unter anderem die Rede von US-Präsident Barack Obama in Gebärdensprache übersetzte, mit einem Schizophrenieanfall erklärt. Gehörlose hatten Jantjie nach der Zeremonie als Betrüger bezeichnet und ihm vorgeworfen, auf der Bühne «nur mit den Armen gewedelt» zu haben.

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