Pestalozzi
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Die krassesten Schulwege der Welt 

Diese Abenteuer müssen Erstklässler in anderen Ländern überstehen, um zur Schule zu kommen

Präsentiert von der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi

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Diese Woche ist für viele Kinder ein grosser Tag: Sie gehen zum ersten Mal zur Schule. Und diesen Weg werden etliche Erstklässler bald auch ohne Begleitung zurücklegen. Für die kleinen Knirpse ganz schön aufregend, so ganz allein unterwegs zu sein. Doch egal wie spannend und erlebnisreich der Schulweg in der Schweiz sein mag – das alles ist kein Vergleich zu den Abenteuern und Gefahren, die Kinder in anderen Ländern auf dem Weg zur Schule zu meistern haben. Was sie in Kauf nehmen, um Schreiben, Lesen und Rechnen zu lernen, verschlägt einem die Sprache. 

Täglich 30 Kilometer durch die afrikanische Steppe

Schulweg

Jederzeit können irgendwo wilde Tiere auftauchen: Auf dem Weg zur Schule müssen diese beiden Kinder stets 100 Prozent aufmerksam sein. Nicht umsonst dankt ihr Lehrer jeden Morgen Gott, wenn alle Schüler in der Klasse ankommen.  Bild: senator filmverleih

Der 11-jährige Jackson und seine kleine Schwester kämpfen sich täglich 15 Kilometer von ihrer Hütte zur Schule – ein Weg! Dabei müssen sie durch die kenianische Steppe. Deshalb hat jeder von ihnen einen Wasserkanister dabei. Nicht selten kommt es vor, dass sie dabei Löwen ausweichen oder vor einer Elefantenherde flüchten müssen. Meist bedeutet das grosse Umwege. Täglich muss Jackson auch neu entscheiden, welcher der richtige Weg ist und erklärt dabei seiner kleinen Schwester, wie sie die Anzeichen auf eine bedrohliche Elefantenherde entdecken kann. Und das Ganze am Abend auf dem Heimweg noch einmal. Ein «kein Bock heute» kennt er nicht. Sein Wunsch, einmal ein Stipendium zu bekommen und später Pilot zu werden, treibt ihn an. 

Sie schieben ihren behinderten Bruder zur Schule

Schulweg

Durch Flüsse und Sandhänge hinauf: Die zwei geben alles, damit ihr behinderter Bruder auch die Schule besuchen kann. Bild: Senator Filmverleih

Die zwei kleinen Brüder des 13-jährigen Samuel aus Bengalen schieben ihn in einem selbstgebastelten, rostigen Rollstuhl über unbefestigte, vermüllte Wege, durch einen Bach und über sandige Berge. 

Helfen Sie, mehr Kindern Zugang zu guter Schulbildung zu verschaffen

Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi ist ein Schweizer Kinderhilfswerk, das sich in elf Ländern weltweit dafür einsetzt, dass Kinder und Jugendliche Zugang zu guter Bildung erhalten. Die Stiftung fördert das friedliche Zusammenleben, indem sie Kinder und Jugendliche stärkt und ihnen ihre Rechte aufzeigt. Unterstützen Sie unsere Arbeit »

Der körperlich behinderte Junge wohnt mit seiner Mutter und seinen Brüdern am Golf von Bengalen in Indien

Weil die Familie wenig Geld hat und Samuel daher nur einen aus Schrottteilen zusammengebastelten Rollstuhl besitzt, gestaltet sich sein Schulweg besonders anstrengend.

Ohne die Unterstützung seiner Brüder hätte Samuel keine Chance auf Bildung und darauf, seinen grossen Traum zu verwirklichen: Eines Tages Arzt zu werden. 

Durchs Minenfeld

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Und ständig die Angst vor dem grossen Knall: In Sri Lanka liegen in ländlichen Gegenden noch sehr viele Anti-Personen-Minen vergraben.  bild: senator filmverleih

Der Bürgerkrieg in Angola dauerte 27 Jahre. Er wurde 2002 beendet. Doch bis heute sind unzählige vergrabene Minen eine grosse Gefahr für die Menschen. Seit Kriegsende wurden 80'000 Menschen in Angola durch Minen verletzt. Auch in Sri Lanka ist in etlichen Gegenden der Schulweg immer auch eine Frage über Leben und Tod. Denn: In schwer zugänglichen Bereichen wurden die Minen ohne Muster per Hand verlegt. Diese Art der Verlegung ist besonders heimtückisch und erschwert die Räumung der Minen. 

Ebenso betroffen: Afghanistan, Ägypten, Bosnien und Herzegowina, Laos, Kongo (Demokratische Republik), Kambodscha, Kolumbien, Kroatien, Vietnam, aber auch Regionen wie Berg-Karabach und Tschetschenien.

Vier Stunden Wanderung mit Huhn

Schulweg

Harter Weg durchs Atlas-Gebirge: Zahira und ihre drei Kolleginnen müssen 22 Kilometer zur Schule zurücklegen. bild: senator filmverleih

Jeden Montagmorgen macht sich die zwölfjährige Zahira aus Marokko mit ihren Freundinnen auf den Weg. Das Wochenende verbringt sie bei ihren Eltern. Unter der Woche lernt und wohnt sie in der Schule, die 22 Kilometer entfernt von ihrem Elternhaus ist. Um dorthin zu kommen, müssen die vier Mädchen durch unwegsame Täler und über enge Bergpfade durchs marokkanische Atlasgebirge wandern. 

Ihre Reise dauert vier Stunden. Doch bevor sie die Schule betritt, schaut Zahira noch auf dem Markt vorbei. Der Grund: Jeden Montag nimmt sie ein lebendes Huhn von zuhause mit. Dieses tauscht sie auf dem Markt gegen getrocknete Früchte für die Schulwoche.

Todes-«Seilbahn» in Nepal

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Halsbrecherisch und fies: Die Drahtseil-Überquerung der Schulmädchen über den Fluss. bild: justgiving.com

Über 12 Millionen Nepalesen leben im Himalaya-Gebiet. In vielen Teilen des Landes gibt es weder Strassen, noch öffentliche Transportmittel und nur wenige Brücken. In einem Gebiet das mit Tausenden von Tälern durchzogen ist, ist es schwierig, von einer Ortschaft zur nächsten zu kommen. Um zur Schule zu gelangen, benutzen viele Kinder über Flüsse gespannte Drahtseile. Sie hangeln sich mittels Metallrollen, an denen eine Seilschlinge befestigt ist, die als Sitz dient, übers Wasser. Eine Sicherung gibt es nicht. Und auch die Hände sind ungeschützt. 

Über Jahrzehnte sind so viele Kinder in Nepal verunfallt. Mittlerweile haben etliche NGOs zahlreiche Brücken gebaut, die die Schulwege sicherer machen. 

Auf Ochsenkarren gepfercht

Schulweg

Ein «Schulbus» mit Kindern in Indien.  Bild: reuters

Die Karren werden gemeinschaftlich von den Eltern der Kleinen angemietet, damit sie den weiten Weg zur Schule nicht gehen müssen. Sitzplatz belegen mit Schultasche ist hier nicht. Es zählt jeder Quadratzentimeter. Trotz allem ist dies immer noch eine äusserst komfortable Variante. 

Die gefährlichsten Schulwege der Welt – die Dok

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Dauer des gesamten Videos: 43:18 Minuten. youtube

«Auf dem Weg zur Schule»

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Der Trailer zum bewegenden Kinofilm von Pascal Plisson mit den Schulkindern JACKSON aus Kenia, ZAHIRA aus Marokko, CARLITO aus Argentinien, SAMUEL aus Indien. Mehrere der oben aufgeführten Beispiele entstammen diesem Dokumentarfilm.

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