Diese Grilltipps machen auf dem Teller den Unterschied
Kaum brennt der Grill, haben alle eine Meinung: Plötzlich weiss jemand ganz genau, wann das Steak gewendet werden muss. Eine andere Person erklärt, warum die Wurst noch warten muss. Und spätestens nach ein paar Minuten steht garantiert jemand neben dem Rost und kontrolliert, ob die Glut wirklich schon bereit ist. Dabei braucht es gar nicht hundert Meinungen. Es reichen paar einfache Grundregeln, die darüber entscheiden, ob Fleisch und Würste einfach gut oder halt richtig gut werden.
Es geht um die Wurst
Sobald das Feuer brennt, landet sie meistens als Erste auf dem Grill: die Wurst. Das endet meistens damit, dass sie aussen verbrannt und innen noch kalt ist. Damit das nicht passiert, gilt die Regel: Erst die Glut, dann die Wurst. Beim Holzkohlegrill braucht die Glut etwas Geduld. Erst wenn die Kohle mit einer feinen grau-weissen Ascheschicht bedeckt ist, hat sie die richtige Temperatur. Vorher brennt das Grillgut oft schneller an, als es gar werden kann. Der Tipp hier ist also simpel: einfach noch fünf Minuten warten.
Nicht jedes Stück Fleisch grilliert gleich
Burger, Spiessli oder dünnere Steaks fühlen sich über direkter Hitze pudelwohl. Sie sind schnell grilliert und bekommen genau die Röstaromen, die man sich wünscht. Grössere Stücke dagegen brauchen etwas mehr Zeit. Dicke Steaks, Koteletts oder Fleisch am Knochen profitieren davon, zuerst kurz scharf über direkter Hitze angebraten und danach indirekt fertig gegart zu werden. Das bedeutet: Das Fleisch liegt nicht mehr direkt über der Glut oder Flamme, sondern gart bei geschlossenem Deckel schonend mit der heissen Luft weiter. So bleibt es schön saftig und bekommt trotzdem eine aromatische Kruste.
In der Ruhe liegt der Saft
Das Fleisch ist fertig. Alle stehen schon mit dem Teller bereit. Und genau jetzt beginnt die schwierigste Übung des ganzen Abends: kurz warten. Denn auch das beste Stück Fleisch braucht nach dem Grillieren ein paar Minuten Ruhe. So verteilt sich der Fleischsaft wieder gleichmässig und das Ergebnis bleibt deutlich zarter. Wer sofort anschneidet, verliert genau den Saft, der das Fleisch später so aromatisch macht.
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