«Ich freue mich sehr auf die grosse Bühne»
Naomi, dieser Sommer hatte es in sich. Liebst du die Hitze oder ist das auch für dich zu viel?
Naomi Lareine: Ich liebe die Hitze, aber irgendwann gibt es auch Grenzen. Wir wohnen in einer Dachwohnung und dort wird es natürlich ziemlich heiss.
Wie übersteht man die Hitze in einer Dachwohnung?
Man darf den richtigen Moment nicht verpassen, die Fenster zu schliessen. Am besten öffnet man sie ganz früh am Morgen, macht sie danach wieder zu und lässt die Storen den ganzen Tag unten. Am Abend dann möglichst spät alle Fenster weit öffnen und richtig durchlüften. Und natürlich: viel trinken und einen Ventilator haben. (lacht)
Egal ob im Sommer oder Winter: Wie sieht deine Morgenroutine aus?
Sicher gehört dazu, mit meinem Hund Mochi rauszugehen. Sie muss natürlich ihre Runde machen. Danach esse ich etwas und mache das Bett – sofern es nicht schon meine Freundin gemacht hat.
Bist du so eine «Crazy Dog Mom»?
Ja. (lacht) Ich bin definitiv eine Helikopter-Mami, wie sich herausgestellt hat. Mochi wird elf Monate alt. Sie ist ein schwarzer Zwergpudel und hat ihren ganz eigenen Kopf.
Was macht dich zu einer Helikopter-Hundemami?
Ich muss alles analysieren, was sie macht. Ich frage mich ständig: Ist alles gut mit ihr? Ich bin zum ersten Mal Hundemami. Gerade bei dieser Hitze hat sie teilweise stark gehechelt und ich dachte sofort: Oh mein Gott, she’s gonna die! Ich habe natürlich direkt gegoogelt (lacht). Ich versuche einfach, sie am Leben zu halten.
Am 5. September bist du live am Argovia Fäscht. Kommt Mochi mit?
Vielleicht, aber ich glaube eher nicht. Sie wird wahrscheinlich ganz viel Spass mit ihrem Grosi haben. Sie war aber schon einmal bei einem Konzert dabei und hat das mega gut gemacht. Sie ist sehr sozial.
Du warst 2023 bereits beim Argovia Fäscht dabei. Woran erinnerst du dich?
Ich war mega nervös. Ich war damals gerade mit einer neuen Band gestartet und es war unser erster gemeinsamer Auftritt. Als wir angekommen sind, war mein Puls schon ziemlich hoch. Es war auch das erste Mal, dass ich irgendwo im Publikum ein Plakat von uns gesehen habe. Das war sehr herzig.
Erinnerst du dich noch, was darauf stand?
Nein, aber ich habe danach mit den Leuten backstage ein Foto gemacht. Es war trotz einer kleinen Panne wirklich mega cool.
Was ist passiert?
Ich glaube, ich habe einmal den falschen Song angesagt. Das ist mir auch schon an anderen Konzerten passiert und ich finde es jedes Mal mega peinlich. Vor allem, wenn ich einen Song ankündige und Party verspreche und danach plötzlich ein total deepes Lied kommt. (lacht) Aber solche Sachen passieren. Ich nehme es mit Humor.
Was ist dir vom Argovia Fäscht besonders geblieben?
Das Wetter war megaschön und sehr heiss. Der Vibe ist sehr cool. Die Leute sind gehypt, freundlich und respektvoll. Gleichzeitig fühlt man sich nicht überrannt. Ich erinnere mich auch daran, dass ich das Fest eröffnet habe. Danach konnte ich es richtig geniessen und den anderen Artists zuhören. Das habe ich sehr genossen.
Auf wen aus dem diesjährigen Line-up auf dem Birrfeld freust du dich besonders?
Ray Dalton hat eine mega Stimme. Auf ihn freue ich mich sehr. Ich glaube, ausser Baschi habe ich bisher noch niemanden aus dem Line-up live gehört. Deshalb freue ich mich darauf, die anderen Artists zu entdecken.
Was erwartest du vom Argovia Fäscht 2026?
Ich freue mich einfach auf Musik und aufs Performen. Vor allem freue ich mich auf die grosse Bühne. Dieses Jahr habe ich nicht so viele Auftritte, weil ich noch an neuer Musik arbeite. Umso mehr freut man sich auf die wenigen Auftritte, die man hat.
Du bist Zürcherin. Wie holst du die Aargauerinnen und Aargauer auf deine Seite?
Vielleicht ziehe ich weisse Socken für euch an. (lacht) Nein, ich glaube, mit guter Stimmung und Party machen. Dann spielt es auch keine Rolle, woher man kommt.
Du bist auch für deinen ausgefallenen Style bekannt. Wie entscheidest du, was du für einen Auftritt anziehst?
Ich muss mich in erster Linie wohlfühlen. Meine Stylistin ist meine beste Freundin Bianca und sie weiss genau: Sie muss immer zwei Outfits für mich haben. Eines davon darf etwas gewagter sein. Gleichzeitig brauche ich immer ein Wohlfühloutfit, bei dem ich weiss: Darin fühle ich mich sicher und muss keine Angst haben, dass irgendwo etwas herausrutscht. Dann kann ich spontan entscheiden.
Was empfiehlst du den Festivalbesucherinnen und -besuchern für den perfekten Argovia-Fäscht-Look?
Wenn es heiss wird, würde ich Frauen ein cooles Bikinioberteil und kurze Hosen empfehlen. Dazu viel Schmuck, eine Sonnenbrille und natürlich Sonnencreme.
Und was tragen die Männer?
Ein geiles Croptop finde ich bei Männern immer nice. Das sieht man nicht so oft, aber ich finde es mega. Dazu eine coole Hose, vielleicht eine Hosenkette, Schmuck, eine Brille und ein Cap.
Was muss man backstage für dich bereithalten?
Alkoholfreies Bier und etwas Süsses wären toll. Ich bin aber sehr unkompliziert. Ich brauche wirklich nicht viel – vor allem etwas zu essen. Eine Banane kurz vor dem Auftritt geht immer. Viel mehr esse ich direkt davor sowieso nicht.
Alle Infos und Tickets findest du hier: Argovia Fäscht 2026 – 4.-5. September
