Die leckersten Gründe für eine Reise nach Costa Rica
Die Küche des mittelamerikanischen Landes lebt nicht allein von exotischen Zutaten, sondern auch von Reis, Bohnen, Gemüse, Kochbananen, Limetten, Koriander oder frischem Fisch. Wer sich hier an den Tisch setzt, bekommt mehr als ein Essen serviert: eine kleine Geschichte über das Land zwischen Pazifik und Karibik, die mit viel Lebensfreude gewürzt ist.
Nationalgericht zum Frühstück
Gipfeli und Konfitüre? Nicht in Costa Rica: Der Tag beginnt fast überall mit Gallo Pinto. Reis und schwarze Bohnen, oft vom Vortag, werden mit Zwiebeln, Peperoni sowie Koriander angebraten und mit Ei, Käse oder Kochbananen serviert. Klingt nach Resteverwertung? Ja, das ist gelebte Nachhaltigkeit und eine der beliebtesten Frühstücksspeisen des Landes. So schlicht die kultige Köstlichkeit klingt, so variantenreich kann deren Zubereitung sein: Jede Region, teils sogar jede Familie hat ihr ganz eigenes Rezept für den «gefleckten Hahn».
Mittagessen wie die Ticos
Mittags kommt häufig ein Casado auf den Tisch, was übersetzt so viel bedeutet wie «verheiratet». Tatsächlich ist das Gericht eine köstliche kulinarische Verbindung: Auf dem Teller vermählen sich Bohnen, Salat, Gemüse, Kochbananen und Fisch, Poulet oder Rind zu einem Geschmackserlebnis, dem man nach der ersten Gabel ewige Liebe schwört.
Das traditionelle Gericht der Ticos steht dafür, was die costa-ricanische Kochkultur ausmacht: frische Zutaten, unkomplizierte Zubereitung. Sie lebt von dem, was die Natur in der Nähe hergibt, und entfaltet ebenso spanische wie indigene Einflüsse. Wer durch das Land reist, stellt dies überall fest: auf lebendigen lokalen Märkten, in kleinen Familienrestaurants, den sogenannten «Sodas», oder direkt bei Produzenten.
Karibik zum Löffeln
An der Karibikküste, wo Palmen im Wind rauschen, Faultiere durch die Bäume klettern und afro-karibische Kultur den Rhythmus vorgibt, wird es noch aromatischer. Kokosmilch, Ingwer, Chili (Vorsicht: scharf!) und frischer Fisch verfeinern viele Gerichte. Der Kulinarik-Klassiker: «Rice and Beans», nicht zu verwechseln mit Gallo Pinto, denn in dieser Region werden sie mit cremiger Kokosmilch statt Wasser gekocht. Dazu gibt es fangfrischen Fisch oder Meeresfrüchte.
Der Tagesfang landet auch mal im Topf: Rondon heisst der deftige Fischeintopf mit Gemüse und Kokosbrühe. Knuspern tun indes die Patacones, gebratene Kochbananen.
Süsses Finale (nein, keine Schoggi)
Zum Dessert muss es in Costa Rica nicht immer Schokolade sein – auch wenn ein Besuch auf einer Kakao- oder Kaffeeplantage schnell zeigt, warum diese beiden Produkte weltweit so begehrt sind. Zwischen tropischen Pflanzen, duftenden Bohnen und den Geschichten der Produzenten wird aus einem Lebensmittel plötzlich ein Erlebnis.
Nach so viel Kaffee und Kakao wäre Schokolade als Dessert fast zu naheliegend! Costa Rica kann nämlich auch anders: «Tres Leches» ist ein luftiger Kuchen, der mit drei verschiedenen Milchsorten getränkt ist. Wer es leichter mag, kombiniert tropische Früchte wie Ananas, Papaya oder Mango mit Limettensaft – fertig ist das wohl einfachste Feriengefühl überhaupt.
Die Küche Costa Ricas beweist, dass gutes Essen keine langen Zutatenlisten braucht. Viele Rezepte lassen sich problemlos mit Produkten aus Schweizer Läden nachkochen. Vielleicht schmeckt es nicht exakt wie unter Palmen. Aber für einen Abend reicht es allemal, um eine Portion Pura Vida an den heimischen Tisch zu holen.
Zum Dessert: der Disclaimer
Ein kleiner Hinweis: Der vorzügliche Vorgeschmack birgt ein gewisses «Risiko»: Man könnte sich zwar wohlig satt fühlen, aber sogleich an akutem Fernweh leiden … dann hilft nur noch: Ab nach Costa Rica! – wo die Köstlichkeiten untermalt von Meeresrauschen und dem Sonnenuntergang noch ein bisschen besser schmecken (siehe Box mit Flug-Infos ...).
