Der Herbst kann kommen: 7 Gründe für eine Reise nach Irland
Man kennt diese Bilder: verwunschene Landschaften, moosbewachsene Mauern, kleine Hütten mit warmem Licht und eine Tasse Tee in der Hand. Was nach perfektem Pinterest-Board aussieht, gibt es tatsächlich – und zwar in Irland. Diese sieben Tipps beweisen es.
1. The Bantry House, County Cork
Das Bantry House, das im 18. Jahrhundert erbaut wurde, gehört zu den eindrucksvollsten Herrenhäusern Irlands. Hinter der eleganten Fassade steckt eine bewegte Vergangenheit: Während des Irischen Unabhängigkeitskriegs diente das Anwesen fünf Jahre lang als Krankenhaus, im Zweiten Weltkrieg fanden hier irische Soldaten Unterkunft. Heute locken prachtvolle Gärten, farbenfrohe Säle und der spektakuläre Blick über die Bantry Bay.
Auch wenn das Haus heute bewohnt ist, stehen die Gärten Interessierten kostenlos offen, die historischen Räume kosten einen kleinen Eintritt. Aber hey: Zieh dir dein Polo-Outfit an, buche einen traditionellen «Afternoon Tea» und zeige deinen Followern, dass du mit «Old Money» aufgewachsen bist.
2. Púca Festival, County Meath
Für Horror- und Gruselfans ist der Oktober wie Weihnachten – vor allem in Irland. Vom 29. Oktober bis zum 1. November feiern die Menschen im County Meath, genauer in Athboy und Trim, das keltische Neujahr. Gemäss der 2000 Jahre alten Tradition von Samhain ist der Schleier zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten dann am dünnsten. Die Irinnen und Iren heissen somit die seltsamen und schelmischen Kreaturen willkommen und entzünden auf dem Hill of Ward die uralten Feuer. Wenn dir das nicht zusagt, kannst du anschliessend auf dem Festival richtig die Korken fliegen lassen oder dich einem geführten Rundgang durch Tlachtga, den historischen Ritualplatz, anschliessen. Dabei kannst du die essbaren und heilkräftigen Pflanzen entdecken und probieren, die auf dem Hill of Ward wachsen.
3. Cobh, County Cork
Cobh ist wohl eine der ästhetischsten Hafenstädte Europas. Von den farbenfrohen Häusern im West View Park bis hin zur Kathedrale, die sich in der Mitte des Städtchens erhebt, bietet Cobh perfekte Fotospots für Instagram oder Snapchat. Die Hafenstadt hat jedoch nicht nur schöne Aussichtspunkte zu bieten, sondern auch gutes Essen, grossartige Cafés und authentische irische Gastfreundschaft. Für Film- und Geschichtsinteressierte ist Cobh ein wichtiger Anlaufpunkt, denn dies war die letzte Haltestelle der Titanic, bevor sie Richtung New York fuhr. Direkt am Hafen befindet sich das «Titanic Experience»-Museum, das mitreissende Einblicke bietet. Von den Gerüchen des Hafens bis hin zur Rekonstruktion der Kabinen ist diese Führung ein «Must-Do» in Cobh.
4. Derry Halloween, Derry~Londonderry
Derry~Londonderry ist für seine Partys bekannt und macht bei Halloween keine Ausnahme – vor allem nicht, wenn es sich um das 40-Jahre-Jubiläum handelt. Vier ganze Nächte lang verwandelt sich Derry~Londonderry in Nordirland in eine Stadt der Dämonen und Fabelwesen, in der es an jeder Ecke spukt. Am Guildhall Square und am Waterloo Palace gibt es auch Essensstände mit leckeren irischen Spezialitäten, Getränken und Live-Musik. Selbstverständlich darf auch die Carnival Parade mit anschliessendem Feuerwerk nicht fehlen. Ein Spektakel, das du dieses Jahr nicht verpassen darfst – wenn du dich traust…
5. Gougane Barra, County Cork
Irland ist nicht nur für Irish Coffee und Stepptanz bekannt, sondern auch für seine wunderschöne Natur. Gougane Barra liegt mitten im Nirgendwo. Es ist ein kleines Dorf an einem idyllischen See, in dem die bekannte St. Finbarr’s Oratory Kirche steht.
Der Gougane-Barra-Wald bietet zudem grossartige Wanderungen, sowohl für Neulinge als auch für Fortgeschrittene. Von Camping über Fischen bis hin zum Mountainbiking ist Gougane Barra der ideale Ort, um in die Natur einzutauchen.
Falls das nicht so dein Ding ist, dich dein Outdoor-Herzensmensch aber dabeihaben will, kannst du im West Cork Hotel lecker essen oder einen Nachmittag lang Irisch üben.
6. Doolin, County Clare
Die Cliffs of Moher gehören wohl auf jede Irland-Bucketlist, natürlich völlig zu Recht. Doch nur wenige Minuten entfernt wartet ein kleiner Ort, der an Charme kaum zu toppen ist: Doolin. Das farbenfrohe Küstendorf punktet mit spektakulären Ausblicken, gemütlichen Pubs mit Live-Musik, lokalem Bier und Restaurants, die traditionelle irische Küche pflegen. Dazu kommen kleine Läden mit handgemachten Souvenirs für das «Stück Irland» zuhause.
Und wer nach all den Klippen, Wellen und Weitblicken einfach bleiben möchte, kann das in Doolin tun. Kleine Schäferhütten mit Hot Tub und Feuerstelle laden zum Einkuscheln ein, gemütliche bis luxuriöse Apartments zum längeren Verweilen.
7. Glamping Pods, Nordirland
Camping ist dir zu wild, auf Natur verzichten möchtest du aber trotzdem nicht? Dann kommt Glamping ins Spiel. Irland bietet neben verschiedensten klassischen Hotels auch besondere Unterkünfte mitten im Grünen wie etwa gemütliche Glamping Pods, die Campinggefühl mit Komfort verbinden. Durch die transparente Kuppel blickst du direkt in den Sternenhimmel, während drinnen ein bequemes Bett, eigenes Bad, Sofa und Kaffeemaschine warten. Naturkino inklusive – aber mit Heizung und Herzenswärme.
