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Prorussische Separatisten

Unübersichtliche und explosive Lage im Osten der Ukraine 

16.04.2014, 17:5116.04.2014, 19:16

In der ostukrainischen Region Lugansk sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Kiew zwei ukrainische Soldaten von prorussischen Aktivisten als «Geiseln» genommen worden. Ein Offizier und ein Soldat seien am Dienstag von «Extremisten» verschleppt worden, erklärte das Ministerium am Mittwoch.

Mehrere Einheiten der ukrainischen Streitkräfte seien an der Suche nach den beiden Militärs beteiligt. Kiew kündigte eine «harte Reaktion» auf derlei Angriffe auf ukrainische Soldaten an.

Angesichts des Vorgehens prorussischer Separatisten warf Kiew Moskau die Verbreitung von Terrorismus vor. «Ausser Öl und Gas exportiert Russland auch Terror in die Ukraine», sagte Regierungschef Arseni Jazenjuk. Er forderte die Führung in Moskau auf, das Vorgehen der Aktivisten in der Ostukraine als «Terrorakte» anzuerkennen.

Prorussische Separatisten erbeuten einen Panzer

Video: Youtube/Провокации Майдана

Bei den für diesen Donnerstag geplanten Ukraine-Verhandlungen in Genf müsse Russland dies öffentlich einräumen und dann seine «Spionage- und Sabotagegruppen» zurückziehen. Moskau bestreitet jede Einmischung in die Unruhen im Nachbarland.

Die Lage im Osten der Ukraine ist unübersichtlich und höchst angespannt. Seit Wochen halten prorussische Aktivisten in mehreren Städten Verwaltungsgebäude besetzt. Russland hat an der Grenze nach Angaben der NATO zehntausende Soldaten stationiert.

NATO verstärkt Präsenz an Ostgrenze

Die NATO verstärkt angesichts der Ukraine-Krise ihre militärische Präsenz in den östlichen Staaten des Bündnisses. Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sagte am Mittwoch in Brüssel, es würden mehr Flugzeuge und Schiffe eingesetzt und auch Soldaten geschickt. 

Der NATO-Oberkommandant, US-General Philip Breedlove, ergänzte, die Massnahmen seien «rein defensiv» und «keine Bedrohung Russlands». Der Rat reagierte mit der stärkeren Präsenz auf Bitten der drei baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland sowie Polens und Rumäniens.

Treffen der G-8-Parlamentspräsidenten abgesagt

Eine im September in Moskau geplante Konferenz der Parlamentspräsidenten der G-8 und des Europäischen Parlaments findet nicht statt. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages, übermittelte seine Absage sowie die der übrigen Parlamentspräsidenten an den russischen Duma-Vorsitzenden Sergej Naryschkin, der zu dem Treffen eingeladen hatte.

Lammert begründete dies mit dem russischen Vorgehen in der Ukraine und der Eingliederung der Krim, die «mit dem internationalen Recht in keiner Weise zu vereinbaren» seien, wie der Deutsche Bundestag am Mittwoch in Berlin mitteilte. (sda/afp/dpa)

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