Schweiz

Sie rentieren nicht mehr – Alpiq will AKW Leibstadt und Gösgen verschenken

ZUR MELDUNG, DASS AKW AUCH WAEHREND IHRER STILLEGUNGSPHASE "GEFAEHRLICH" BLEIBEN, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - The cooling tower of the Goesgen nuclear power pla ...
Neuer Besitzer gesucht: Das AKW Gösgen.Bild: KEYSTONE

Sie rentieren nicht mehr – Alpiq will AKW Leibstadt und Gösgen verschenken

Der Stromkonzern Alpiq wollte die beiden AKW Gösgen und Leibstadt ins Ausland verschenken. Nach einer Absage aus Frankreich soll nun der Bund einspringen.
06.11.2016, 09:1206.11.2016, 10:28

Der Stromkonzern Alpiq, der die Atomkraftwerke Gösgen und Leibstadt massgeblich besitzt, hat vergeblich versucht, die beiden Atommeiler dem französischen Energiekonzern «Electricité de France» (EDF) zu verschenken. Das geht aus einem vertraulichen Protokoll der Energiekommission des Nationalrates hervor, das der «SonntagsZeitung» vorliegt.

Darin wird Alpiq-Verwaltungsratspräsident Jens Alder mit den Worten zitiert: «Ich habe als erstes der EDF unsere AKWs als Geschenk angeboten. Dies wurde aber abgelehnt.» Die EDF habe viele eigene finanzielle Probleme in der Kernkraft, begründete Alder die Anhörung am 23. Mai in der Kommission.

Weil die Strompreise wohl über die nächsten zehn Jahre tiefer lägen als die Produktionskosten, rentierten die Atomkraftwerke nicht mehr, sagte der frühere Swisscom-Chef Alder zudem. 

Bund als Abnehmer

Dennoch wehrt sich die Alpiq dagegen, die AKWs abzustellen, da sie dann noch viele Jahre lang Kosten verursachten, aber keine Erträge mehr lieferten. Die beiden AKWs belasten die Bilanz der Alpiq aber auch deshalb so stark, weil die Atommeiler in eigene Betreiberfirmen ausgelagert worden sind, mit denen man Stromabnahmeverträge einging.

Darum versucht die Alpiq nun, die Werke als Befreiungsschlag dem Bund zu übergeben. Vor den Energiepolitikern erklärte  Alder: «Wir würden unsere AKWs gerne dem Staat verkaufen, ja sogar für einen symbolischen Preis von einem Franken verschenken.»  (aargauerzeitung.ch)

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