Schweiz

2014 gab es in der Schweiz viel mehr Erdbeben als üblich

950 Erdbeben

2014 gab es in der Schweiz viel mehr Erdbeben als üblich

27.01.2015, 10:4527.01.2015, 10:51

Rund 950 Mal hat im vergangenen Jahr die Erde in der Schweiz und im grenznahen Ausland gebebt. Das sind fast doppelt so viele registrierte Beben wie zum Beispiel 2012, wie der Schweizerische Erdbebendienst an der ETH Zürich am Dienstag bekannt gab.

Für Menschen spürbar sind vor allem Beben mit Magnituden von mindestens 2,5. Davon registrierte der Erdbebendienst 21. Dies entspricht fast dem Durchschnitt von 23 Ereignissen pro Jahr. Schäden richtete keines der Beben an. 

Biel, Volketswil, Walenstadt

Allerdings hängt die Spürbarkeit laut Marti noch von anderen Faktoren ab: So könnten auch schwächere Beben wahrgenommen werden, wenn sie sich dichter unter der Oberfläche ereigneten, aber auch in einer besonders ruhigen Umgebung und nachts, wenn es ruhig sei.

Deutlich spürbar waren laut Mitteilung beispielsweise zwei Erdstösse am 8. Januar in der Region Biel BE mit Magnituden von 2,8 und 3,2, einer in Volketswil ZH am 8. November (2,8) und einer bei Walenstadt SG am 14. Dezember (3,1).

«Erdbebenschwarm» bei Diemtigen

Aussergewöhnlich häufig bebte die Erde bei Diemtigen im Berner Oberland, westlich des Thunersees. Dort wurden laut der Mitteilung von April bis Dezember mehr als 260 Erdbeben registriert. Die drei stärksten ereigneten sich am 10. Mai (Magnitude 2,7), am 25. Juni (2,7) und am 15. Oktober (3,2).

Solche «Erdbebenschwärme» seien relativ häufig in der Schweiz, sagte Marti. Weshalb dies so sei, sei unklar. Bei «Schwärmen» könne man nicht mehr zwischen Vor-, Haupt- und Nachbeben unterscheiden. Dieses Phänomen sowie eine Verdichtung des seismischen Messnetzes trügen zur Zunahme der Anzahl registrierter Beben bei. (whr/sda)

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