TCS warnt vor diesen Kindersitzen
Zurzeit laufen Frontalaufprallversuche zum Kindersitz. Dabei kamen einige gravierende Sicherheitsprobleme ans Licht. Bei der Babyschale «Britax Römer Baby-Safe Pro + Vario Base 5Z» und beim Kleinkindersitz «Axkid Minikid Core» gäbe es für ein Kind bei einem schweren Unfall ein hohes Verletzungsrisiko. Vom Kauf der zwei Kindersitze wird vom TCS deswegen abgeraten.
Herausschleudern aus Sitz
Beim Frontalaufpralltest mit dem «Britax Römer Baby-Safe Pro + Vario Base 5Z» in Liegeposition öffnet sich das Gurtschloss des integrierten Hosenträgergurtes. Der Dummy wird herausgeschleudert. Die Kunststoff-Rasthaken beim Gurt brechen unter der Belastung ab. Eltern, die den Sitz bereits erworben haben, sollten ihn in aufrechter Position und/oder ohne «Vario Base 5Z» nutzen. Stattdessen sollte das Kind mit dem Dreipunktgurt im Auto angeschnallt werden. Vorsicht jedoch beim Einbau: Achten sollte man auf den richtigen Gurtverlauf und das ausreichende Spannen.
Stützfuss und Gurtschloss funktionieren nicht
Beim «Axkid Minikid Core» öffnete sich in Liegeposition der Stützfuss. Daneben bricht die Kunststoff-Sitzschale rund um das Gurtschloss des integrierten Fünfpunktgurtes, das Gurtschloss wird aus der Schale gerissen und der Dummy schleudert nach oben. Da auch hier ein hohes Verletzungsrisiko besteht, wird vom Kauf abgeraten.
Das sagen die Hersteller
Britax Römer hat laut eigener Angaben umgehend Untersuchungen eingeleitet, um die Ursache für die Probleme zu ergründen. Nach der technischen Untersuchung wird dann entschieden, wie es weitergeht.
Axkid hat den Verkauf des «Minikid Core» gestoppt und freiwillig einen Rückruf gestartet. Konsumentinnen und Konsumenten können das Produkt kostenlos gegen einen «Axkid Minikid 4 Pro» eintauschen. Eltern sollen sich in diesem Fall beim Hersteller unter Angabe der Seriennummer ihres Kindersitzes registrieren.
(kek)
