Schweiz
Banken

Credit Suisse: Bundesgericht weist Staatshaftungsklage von Aktionär ab

Bundesgericht weist Staatshaftungsklage von CS-Aktionär ab

07.10.2025, 12:5707.10.2025, 12:57

Das Bundesgericht hat am Dienstag die Klage eines CS-Aktionärs gegen den Bund im Zusammenhang mit der Übernahme der Credit Suisse durch die UBS abgewiesen. Der Mann hatte die Eidgenossenschaft zur Zahlung von Schadenersatz in Höhe von rund 140'000 Franken verklagt.

Letzte Generalversammlung vor dem Untergang: Die Chefs der Credit Suisse im April 2023.
Die Credit Suisse wurde im März 2023 von der UBS übernommen.Bild: Michael Buholzer

Der Kläger begründete seine Klage damit, dass die notrechtlichen Massnahmen des Bundesrates im Zusammenhang mit der Übernahme der CS durch die UBS im Jahre 2023 zu einer weitgehenden Enteignung seiner 12'000 CS-Aktien geführt hätten. Dadurch sei ihm ein Schaden in Höhe von 140'783 Franken entstanden.

Beim Erlass der Notverordnung im März 2023 habe der Bundesrat widerrechtlich gehandelt. Er habe damit gegen die in der Bundesverfassung verankerten Grundsätze des rechtstaatlichen Handelns, das Willkürverbot, die Eigentumsgarantie und das Verbot übermässiger Einschränkungen von Grundrechten verstossen.

Der Mann hatte zwischen 2014 und 2022 knapp 150'000 Franken in CS-Aktien investiert. Mit dem Umtausch der CS-Aktien in UBS-Wertpapiere bei der Fusion erhielt er dafür noch etwa 9000 Franken. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
UBS übernimmt Credit Suisse: Die Verordnung
1 / 28
UBS übernimmt Credit Suisse: Die Verordnung
Die Verordnung zur Übernahme der CS durch die UBS im Originallaut. Die ersten drei Seiten bilden die Verordnung, danach folgen die Erläuterungen.
quelle: keystone / michael buholzer
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Ryser: «UBS will den Fünfer und das Weggli»
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
UBS einigt sich in Greensill-Milliardenklage mit Versicherer IAG
Die von der UBS übernommene Credit Suisse schliesst eine weitere Altlast in der Aufarbeitung des Greensill-Debakels ab. Sie hat sich nun in einer milliardenschweren Klage gegen den australischen Versicherer IAG auf einen Vergleich geeinigt.
Die Bedingungen der Einigung seien vertraulich, heisst es in einer Mitteilung von IAG vom Freitag. Der Gesamtwert der von den CS-Gesellschaften geltend gemachten Forderungen belief sich laut IAG auf rund 2.8 Milliarden australische Dollar (etwa 1.6 Milliarden Franken) zuzüglich Zinsen.
Zur Story