Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Die Basler Star-Architekten Herzog & de Meuron werden 70



Ihre Bauten setzen in den grossen Metropolen Landmarken. Doch die Welt-Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron sind ihrer Heimatstadt Basel eng verbunden geblieben. Dieser Tage feiern beide ihren 70. Geburtstag.

Die glitzernde Glaskrone an der Elbe in Hamburg ist unübersehbar. Der 2016 fertiggestellte Bau der Elbphilharmonie in der Hafencity ist zum neuen Wahrzeichen der Stadt geworden - vergessen sind die immensen Kostenüberschreitungen und Verzögerungen, welche die Baugeschichte getrübt hatten.

Die Basler Stararchitekten Jacques Herzog, links, und Pierre de Meuron, rechts, aufgenommen am Freitag, 18. September 2015, in Basel. In Basel ist am Freitag das hoechste Gebaeude der Schweiz eingeweiht worden. Der 178 Meter hohe Bau 1 des Pharmakonzerns Roche ueberragt den Zuercher Prime Tower als bisherigen Rekordhalter um 52 Meter. Der Bueroturm mit 41 Stockwerken kostet 550 Millionen Franken. Bis im kommenden Fruehling sollen rund 2000 Angestellte das von den Basler Stararchitekten Herzog & de Meuron entworfene Hochhaus beziehen. (KEYSTONE/Gaetan Bally) *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Jacques Herzog (links) und Pierre de Meuron. Bild: KEYSTONE

Die Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron setzen Landmarken. Der Um- und Erweiterungsbau der Gallery of Modern Art in London katapultierte das Duo im Jahr 2000 an die Weltspitze der Architekturszene; ein Jahr darauf konnte es mit dem Pritzker-Preis die bedeutendste Auszeichnung für Architektur entgegennehmen.

In this aerial photo reviewed by the Chinese military, the National Aquatics Center, known as the Water Cube, foreground, and the National Stadium, also known as the Bird's Nest, are seen at the Olympic Green in Beijing Saturday Aug. 2, 2008. The Bird's Nest will host the opening ceremony and athletics competition at the Beijing Olympic Games, which open Aug. 8. The Water Cube will host swimming competition.  (AP Photo/Greg Baker)

Das Nationalstadion in Peking. Bild: AP

Weltweit für Aufsehen sorgten die Architekten 2008 auch mit dem Bau des Olympia- oder Nationalstadions in Peking, bei dem der Künstler Ai Weiwei mitgearbeitet hatte. Man könnte hier noch zahlreiche weitere Beispiele anfügen, wie etwa die Allianz-Arena in München oder das spektakuläre 250 Meter hohe Stapel-Hochhaus 56 Leonard Street in New York. In der Wolkenkratzermetropole besitzt das Architekturbüro unter anderem neben Madrid, London und Hongkong eine Niederlassung.

Der Hauptsitz des Architekturbüros befindet sich aber nach wie vor in Basel. Hier haben die beiden Architekten zusammen die Primarschule besucht, waren einst gemeinsam als Fasnächtler unterwegs und in ihrer Heimatstadt haben sie 1978 nach ihrem gemeinsamen Studium an der ETH Zürich ihr Büro gegründet. In Basel setzen sie Zeichen als Kunstmäzene und vor allem mit sehr vielen Bauten.

Basel blieb stets wichtiges Feld

«Basel ist stets ein ganz wichtiges Feld für unsere Arbeit geblieben», sagt Jacques Herzog, der am heutigen Sonntag seinen 70. Geburtstag feiert; Pierre de Meuron wird am 8. Mai nachfolgen. Von der anhaltenden Verbundenheit mit der Stadt zeugen laut Herzog unter anderem mehrere Studien und Schriften zur Stadtentwicklung.

Herzog arbeitet derzeit, wie alle mehr als 400 Mitarbeitenden des Architekturbüros, vom Home Office aus. Das klappe ganz gut, sagt er. Architektur sei ein langsames Business, was zumindest bis jetzt ein Vorteil sei. Es sei kein Projekt abgesagt worden.

Zu den Basler Landmarken von Herzog & de Meuron gehört allen voran der 2015 fertiggestellte 178 Meter hohe Roche-Turm am Rhein, neben dem bis 2022 ein mit 205 Metern noch höherer Turm emporwächst. Ein unübersehbares Zeichen setzt auch das wie eine vertikale Stadt aufgebaute Meret Oppenheim Hochhaus beim Bahnhof SBB, das 2019 fertiggestellt worden ist.

Das Meret Oppenheim Hochhaus der Architekten Herzog und de Meuron in Basel am Freitag, 7. Juni 2019. (KEYSTONE/Patrick Straub)

Das Meret Oppenheim Hochhaus. Bild: KEYSTONE

Wer durch Basel und Umgebung flaniert, der wird gewahr, dass das Schaffen von Herzog & de Meuron weit weg von einem einheitlichem Stil liegt. Die grosse Qualität ihrer Architektur liegt in der stetigen Neudefinition von Form, Stil und Materialität und der Berücksichtigung der städtebaulichen Umgebung.

Die Architekten von Weltrang nutzten den Heimplatz Basel immer wieder auch als Experimentierfeld. «Hier konnten und können wir neue Sachen ausprobieren», sagt Herzog. Als Beispiel nennt er den 2002 fertiggestellten Neubau der Basler Rehab-Klinik, ein eleganter Pavillon-Bau mit einer lamellenartigen Holzverkleidung. «Wir konnten mit dem Baustoff Holz experimentieren und einen neuen Typus eines Klinikums verwirklichen, den es bis dahin sonst nirgendwo gab», sagt Herzog. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Hier kommen 24 herrliche Baufails

Wenn das zweithöchste Gebäude Zürichs eine Kletterwand wäre:

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen
1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • JoeyOnewood 19.04.2020 16:51
    Highlight Highlight Ohne Zweifel, Herzog & De Meuron sind fantastische Architekten. Als sehr interessierter Architektur-Laie scheint es mir aber so, dass durch die schiere Grösse ihres Büros und der vielen Mitarbeiter die Sorgfalt teilweise auf der Strecke bleibt. Klar ist das sehr subjektiv, aber gerade ihre Bauten in Basel strotzen für mich nicht durchgehend von Qualität, was ich wie erwähnt, auf die Grösse des Büros zurückführen würde.

    Andere fantastische Schweizer Architekten, wie beispielsweise Peter Zumthor, der wenig, sehr ausgewählt und auch eher im Kleinen baut, bringen diese Qualität durchgehend hin.

Die meisten grossen Städte verzichten auf 1.-August-Feiern – eine Übersicht

Keine Umzüge, keine Feuerwerke, abgesagte Feiern: Wegen der Corona-Krise wird der 1. August in diesem Jahr anders aussehen, als gewohnt. Doch einige Gemeinden und Städte haben sich Alternativen ausgedacht.

Definitiv gestrichen sind die grossen Feiern zum Nationalfeiertag in den Städten Bern, Basel, Zürich, Luzern, Chur, Solothurn, Genf und Lausanne. In Bern waren letztes Jahr mehr als als 20'000 Personen auf den Bundesplatz geströmt. Damit falle der Anlass unter das Verbot von Veranstaltungen von über 1000 Personen, entschied der Gemeinderat. Sogar der Gurten bleibt in diesem Jahr «feuerwerksfrei».

Ebenfalls nicht stattfinden wird die grosse Feier beim Bürkliplatz in der Stadt Zürich, es gibt …

Artikel lesen
Link zum Artikel