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Mäzen Wyss ebnet Weg für 80-Millionen-Neubau des Kunstmuseums Bern



ZUR MELDUNG, DASS HANSJOERG WYSS SICH IN DEN USA VOR GERICHT VERANTWORTEN MUSS, STELLEN WIR IHNEN AM MITTWOCH, 29. JUNI 2016, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Hansjoerg Wyss founder of Swiss medtech company Synthes, billionaire, patron and President of the Wyss Center during the opening of the Biotech Campus, a research institution for biotechnology and life science, in Geneva, Switzerland, May 22, 2015. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Macht das Portemonnaie auf: Hansjörg Wyss. Bild: KEYSTONE

Bern soll ein modernes Museum in einer attraktiven Umgebung erhalten. Bis Ende dieses Jahrzehnts soll ein 80 Millionen Franken teurer Ersatzneubau entstehen, und die Umgebung soll aufgewertet werden. Im Idealfall entsteht eine «Kulturmeile» im Herzen der Stadt.

Die Stiftung Kunstmuseum Bern und die Berner Stadtregierung haben entsprechende Grundsatzbeschlüsse für die weitere Planung gefällt. Das gaben sie am Montag vor den Medien bekannt.

Das Kunstmuseum braucht mehr Platz, und der Anbau aus den 1980er-Jahren ist sanierungsbedürftig. Seit Jahren wird deshalb an einer Erweiterung geplant, doch gab es immer wieder Rückschläge. Nun hat sich der Stiftungsrat für einen Ersatzneubau entschieden.

Zudem soll das Museum künftig sein Nachbargebäude an der Hodlerstrasse 6 nutzen dürfen. Dort ist zurzeit die Kantonspolizei untergebracht, die aber bis Ende des Jahrzehnts ein neues Zentrum in der Region Bern beziehen soll. Die Stadt Bern gibt dem Museum das Gebäude im Baurecht ab.

Für das gesamte Projekt hat der Stiftungsrat ein Kostendach von 80 Millionen Franken festgelegt. Die Hälfte davon übernimmt der Kanton. Dazu kommen maximal 25 Millionen Franken, die der Schweizer Milliardär und Mäzen Hansjörg Wyss in Aussicht gestellt hat. 15 Millionen sollen von Privaten, Stiftungen und der Wirtschaft kommen.

Wyss begeistert

Der 85-jährige Wyss lebt in den USA. Am Montag hatte er in Bern einen seiner seltenen Schweizer Auftritte. Dabei äusserte er sich geradezu euphorisch über die Erweiterungspläne.

Das Problem des Kunstmuseums Bern sei, dass es «einsam» sei. Das Haus befinde sich zwar in der Nähe des Bahnhofs, doch sei es an der Hodlerstrasse mit ihrem vielen Verkehr doch abgelegen. Gerade Auswärtige hätten oft keine Ahnung, wo sich das Museum befinde.

Umgebung aufwerten

Das werde sich nun ändern, betonte Wyss. Zum einen werde seinem Wunsch entsprochen, die Hodlerstrasse zumindest ausserhalb der Hauptverkehrszeiten zu sperren. Zum anderen freue er sich, dass auch die «um die Ecke» liegenden Plätze - Bären- und Waisenhausplatz - endlich aufgewertet werden sollten.

Wyss hat bereits einmal 20 Millionen Franken gesprochen, damit das Kunstmuseum Bern erweitert und modernisiert werden kann. Wohin das Geld genau geflossen sei, wisse er nicht, sagte Wyss. Aber er habe den Glauben an Bern nie verloren. Deshalb stelle er nochmals Geld zur Verfügung - bis zu 25 Millionen für den Neubau und weitere 5 Millionen für die Massnahmen an der Hodlerstrasse.

Die nun vorliegenden Pläne überzeugten ihn vollends. Und wenn das Projekt doch wieder scheitere, dann werde er sich erneut engagieren - «wenn ich dann noch am Leben bin». (sda)

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