Schweiz
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THEMENBILD ZU DEN BERATUNGEN UEBER GESETZGEBUNG BEIM BAU VON ZWEITWOHNUNGEN IM NATIONALRAT AN DER FRUEHLINSSESSION --- La region du domaine skiable de Crans-Montana en Valais avec des chantiers, photographie le 14 septembre 2012. (KEYSTONE/OLIVIER MAIRE)

In der Schweiz wird viel gebaut – aber häufig am falschen Ort. Bild: KEYSTONE

Gute Chancen für Wohnungs-Initiative – wäre da nicht das Ständemehr

Die Zustimmung zur Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» ist hoch, das Volksmehr liegt in Reichweite. Dennoch könnte sie scheitern, am Widerstand der ländlichen Kantone.



Günstiger Wohnraum für alle – wer kann da schon Nein sagen? Entsprechend gut kommt die Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» in der Bevölkerung an. In der ersten SRG-Trendumfrage sagten 66 Prozent bestimmt oder eher Ja. In der aktuellen Tamedia-Umfrage von Mitte Januar waren es immer noch 60 Prozent. Nur 37 Prozent sagten Nein.

Wird die Abstimmung am 9. Februar also zum Spaziergang für den Mieterinnen- und Mieterverband, der die Initiative mit einer Allianz aus vorwiegend linken Parteien und Gruppierungen lanciert hat?

Für das Institut GFS Bern, das die SRG-Umfragen erstellt, ist der Ausgang offen. Die Zustimmung zu Volksinitiativen sei im Verlauf des Abstimmungskampfes üblicherweise rückläufig. Die letzten Umfragen werden am kommenden Mittwoch veröffentlicht. Dennoch lässt sich die Prognose riskieren, dass ein Volksmehr in Reichweite ist, dank einer «Koalition» aus Westschweiz und urbanen Regionen der Deutschschweiz.

Graben zwischen Stadt und Land

Für eine definitive Annahme aber braucht eine Volksinitiative das Ständemehr, also mindestens zwölf Standesstimmen. Diese Hürde könnte sich als zu hoch erweisen, denn zwischen städtischen und ländlichen Gebieten besteht ein Graben auf dem Wohnungsmarkt. In den Städten Zürich oder Genf ist er praktisch leer gefegt. Anders sieht es auf dem Land aus. In der Solothurner Vorortsgemeinde Zuchwil oder in Huttwil im Kanton Bern wird betoniert, was das Zeug hält, angetrieben von Anlegern auf der Suche nach Rendite in Zeiten des Negativzinses.

Das führt zu einem teilweise krassen Überangebot und entsprechend geringen Problemdruck. «Das Ständemehr ist eine Hürde», sagt Natalie Imboden, die Generalsekretärin des Mieterinnen- und Mieterverbands. Gerade in der Wohnungsfrage aber gebe es keinen klassischen Stadt-Land-Gegensatz: «Auch im ländlichen Raum gibt es immer mehr Hotspots mit hohen Wohnkosten.»

Als Beispiel nennt Imboden touristische Regionen wie Crans-Montana, St.Moritz oder Gstaad. Auch das Einzugsgebiet der grossen Städte gehe über die Kantonsgrenzen hinaus. «Die Frage ist, ob es im gesamten Kanton für ein Ja reicht.» Wie aber stehen die Chancen? Gut sieht es nach Ansicht der Initianten im Tessin und weiten Teilen der Westschweiz aus.

Anteil leerstehende Wohnungen

In ländlichen Kantonen stehen tendenziell mehr Wohnungen leer. grafik: ch media

Doch schon das Wallis mit seiner starken Baulobby (Baumeister- und Hauseigentümerverband bekämpfen die Initiative) ist ein Wackelkandidat. In der Deutschschweiz ist ein Ja in Basel-Stadt praktisch sicher und in Zürich mit seinen Agglomerationen wahrscheinlich. Schwieriger ist es in Bern, dort könnten die Städte von der Landbevölkerung überstimmt werden.

«Der Mittelstand wird verdrängt»

Ein Ja ist in Zug möglich, dem Kanton mit dem tiefsten Lehrwohnungsbestand der Schweiz, in dem die Steuern tief und die Mieten hoch sind. Klappen könnte es auch im benachbarten Luzern. In St.Gallen, dem Zentrumskanton der Ostschweiz, dürfte es hingegen schwierig werden. Das gilt erst recht für die zahlreichen Voll- und Halbkantone ohne grössere Städte und Agglos.

Ein gutes Beispiel ist Schwyz, wo die Mieten in den letzten sieben Jahren um 40 Prozent gestiegen seien, rechnete SP-Nationalrätin Jacqueline Badran im «Blick» vor: «Der ganze Mittelstand wird dort verdrängt.» Für den äusseren Kantonsteil am Zürichsee trifft dies zu. Im Steuerparadies Freienbach etwa kommt man nur mit Glück oder Beziehungen zu einer günstigen Wohnung.

Reflex gegen links

Nur ist Schwyz auch ein sehr konservativer Kanton. Was von links kommt, stösst häufig auf reflexartige Ablehnung. Der Slogan «Spekulanten stoppen!», mit dem die Initianten ihre Kampagne führen, könnte zum Rohrkrepierer werden. Natalie Imboden lässt dies nicht gelten: «Spekulative Entwicklungen machen vor dem Land nicht halt. Mir soll niemand sagen, dass der Markt funktioniert.»

Drei Plakate fotografiert an einer Medienkonferenz ueber die Abstimmung ueber die Initiative « Mehr bezahlbare Wohnungen » , am Dienstag, 7. Januar 2020, im Medienzentrum Bundeshaus in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Wird der knackige Slogan zum Problem in konservativen Regionen? Bild: KEYSTONE

Die Gegner jedenfalls setzen auf das Ständemehr. Der Hauseigentümerverband hat drei Millionen Flyer in ländlichen Regionen und Agglomerationen verteilt, mit umstrittenen Zahlen. «Solche Mittel haben wir nicht», sagt Natalie Imboden. Die Initianten konzentrieren sich im Schlussspurt auf «Wackelkantone» wie Schaffhausen und eine Plakatkampagne in den grossen Bahnhöfen.

Der Ausgang der Abstimmung dürfte eng werden. Vielleicht kommt es erstmals seit längerer Zeit zu einem unterschiedlichen Ergebnis bei Volks- und Ständemehr. Letztmals war dies 2002 der Fall, als eine Asylinitiative der SVP das Ständemehr schaffte, am Ende aber mit 50,1 Prozent Nein hauchdünn scheiterte. Bei der Wohnungs-Initiative könnte es umgekehrt laufen.

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143Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 25.01.2020 06:14
    Highlight Highlight Nichts gegen Genossenschaftsprojekte. Wenn wir aber auf allen Ebenen (Infrastruktur, Sozialpolitik, Integration und eben Wohnungsbau) die Voraussetzungen für noch mehr Zuwanderung schaffen, werden das auch unsere Mittel- und Unterschichten bei ihrer Lebensqualität und in ihrem Portemonnaie zu spüren bekommen.
  • Zauggovia 24.01.2020 13:23
    Highlight Highlight Das Lustige ist ja, dass es sich bei den bösen Investoren und Vermietern zum grossen Teil um unsere eigenen Pensionkassen handelt.
    • bebby 25.01.2020 07:15
      Highlight Highlight Und dass gerade diese das Angebot massiv ausweiten. Weil deren Renditeanforderungen stark gesunken sind.
  • Walter Sahli 24.01.2020 12:55
    Highlight Highlight Ich wäre nicht überrascht, wenn die Leute, die die Initiative mit dem Argument, es gäbe auf dem Land genügend freie Wohnungen ablehnen, diejenigen sind, die sich über Dichtestress im ÖV und den Strassen beklagen.
    • Shlomo 24.01.2020 16:15
      Highlight Highlight Tragisch aber wahr
  • Duscholux 24.01.2020 11:21
    Highlight Highlight Warum muss sowas wieder Schweizweit gemacht werden wenn die Bedürfnisse bei Stadt vs. Land so unterschiedlich sind? Warum macht man das nicht auf Kantonaler Ebene? (Das Gleiche mit der Zweitwohnungsinitiative die nur in den Berggebieten wirlkich greift und dort die wenigsten wollten)
    • Daniel Caduff 26.01.2020 00:01
      Highlight Highlight Initiativtext gelesen?

      Da steht nichts davon, dass das bei Stadt und Land gleich geregelt sein muss. Es geht einzig darum, gesamtschweizerisch auf den Mindestanteil von 10% zu kommen.
  • Ruffy 24.01.2020 11:16
    Highlight Highlight Durch die Initiative wird keine einzige Wohnung mehr gebaut. Es werden einzig einige glückliche privilegierte eine günstige Genossenschaftswohnung haben. Die Mieten sinken nur wenn mehr gebaut werden kann. Solange aber Städte das nicht ermöglichen, z. B. Mit Hochhauszone usw. wird sich nichts ändern. Diese Initiative ist ein Schuss in den Ofen und wird hoffentlich deutlich verworfen.
    • Shlomo 24.01.2020 13:49
      Highlight Highlight Kleiner städtebaulicher Tipp, Hochhäuser haben eine schlechtere Flächenausnutzung als Blockrandbebauungen.
    • Daniel Caduff 24.01.2020 16:55
      Highlight Highlight @shlomo

      Und wenn ich eine Blockrandbebauung doppelt so hoch baue?
    • Shlomo 24.01.2020 17:23
      Highlight Highlight @Caduff: dann benötigst du aber wieder mehr Freifläche rundherum.
      Neben der Flächenausnutzung gibt es weiter zu bedenken, dass der Bau von Hochhäusern teuer ist und somit nicht zu preiswerten Wohnungen führt. Siehe hierzu die letzten Wohnhochhäuser die in Zürich gebaut wurden und die Hochhäuser die beim Hardturm gebaut werden sollen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Shlomo 24.01.2020 10:58
    Highlight Highlight Schon faszinierend mehr als 60 % der Schweizer Bevölkerung lebt in Mietwohnungen, da müsste die Initiative ja locker durchkommen.
    Aber wie bei der Erbschaftssteuer-Initiative denkt der dumme Schweizer, er habe irgendwo noch einEn weit entfernten Erbonkel 🤦‍♂️
    • grünergutmensch 24.01.2020 11:51
      Highlight Highlight Oder bei der 6 wochen ferien initiative. Der schweizer hat stets angst, es würde unserer heiligen wirtschaft, dem zwingenden masslosen wachstum schaden.🤦🏻‍♂️
    • troop5444 24.01.2020 12:39
      Highlight Highlight Umverteilung nützt eben selten allen, sondern schafft neue Ungerechtigkeiten
    • Yummy 24.01.2020 13:20
      Highlight Highlight grünergutmensch, und warum gehts uns denn so gut im Vergleich mit den anderen? Eben GENAU DAS erachte ich als Vorteil in der Schweiz. Wir checken, dass wir der Staat sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr no 24.01.2020 10:42
    Highlight Highlight Halte von der Initiative gar nichts. Es gibt kein Menschenrecht auf eine billige Wohnung an einem bestimmten Ort, insbesondere nicht im Stadtzentrum ! Hier spielt halt Angebot und Nachfrage. Diese sinnlose Anspruchshaltung nervt mich. Das gleiche bei den Tiefsteuerkantonen. Tiefe Steuern, dafür sind die Mieten hoch. Das ist nur ausgleichende Gerechtigkeit. Man kann nicht alles haben. und es wurde schon genügend Land sinnlos zugebaut.
    • Vecchia 24.01.2020 11:46
      Highlight Highlight CH Bundesverfassung

      Art. 108 Wohnbau- und Wohneigentumsförderung

      1 Der Bund fördert den Wohnungsbau, den Erwerb von Wohnungs- und Hauseigentum, das dem Eigenbedarf Privater dient, sowie die Tätigkeit von Trägern und Organisationen des gemeinnützigen Wohnungsbaus.

      2 Er fördert insbesondere die Beschaffung und Erschliessung von Land für den Wohnungsbau, die Rationalisierung und die Verbilligung des Wohnungsbaus sowie die Verbilligung der Wohnkosten.
      ...

      4 Er berücksichtigt dabei namentlich die Interessen von Familien, Betagten, Bedürftigen und Behinderten.
    • grünergutmensch 24.01.2020 11:54
      Highlight Highlight Du musst gar nicht in die innenstadt. Bei uns an der pfnüselküste hat die kibag zwischen strasse und hang eingeklemmt( schattenloch) eine familiensiedlung gebaut, für 3.5zimmerwhg zur fairen miete von rund 2900.-😡🤬
    • P. Silie 24.01.2020 12:24
      Highlight Highlight @ Dr No: Ich sehe das mit der Erwartungshaltung ähnlich. Viele Menschen laufen mit der Einstellung rum: "Ich atme, also schuldet ihr mir etwas".
    Weitere Antworten anzeigen
  • PC Principal 24.01.2020 10:29
    Highlight Highlight Es ist natürlich einfach, den bösen Investoren allein die Schuld an den hohen Mieten in Grosstädten zu geben. Aber wieso sind die Mieten auf dem Land viel günstiger, schliesslich sind es dort genau dieselben bösen Investoren? Der Grund ist, weil auf dem Land keine Wohnungsnot herrscht. Wenn man also in der Stadt die Investitionstätigkeit einschränkt, dann führt das zu noch akuterem Wohnungsmangel und die Mieten steigen noch weiter.
    • Aff 24.01.2020 12:21
      Highlight Highlight ach wirklich? hasst du ein konkretes Beispiel für deine Behauptung?
    • PC Principal 24.01.2020 12:36
      Highlight Highlight Ein Beispiel? In Zürich kostet eine Wohnung ungefähr doppelt so viel wie eine ähnliche in St. Gallen. In Zürich ist der Anteil der Genossenschaften sogar noch höher als in St. Gallen, es kann also nicht die Geldgier der Investoren schuld sein.
    • troop5444 24.01.2020 12:42
      Highlight Highlight @ Aff
      Zuum Beispiel.

      Mellingen Neugrüen. Neuwertige EG Whg. mit Sitzplatz. 70 m2, 1300 inkl. NK.
      Gern geschehen😉
    Weitere Antworten anzeigen
  • ostpol76 24.01.2020 10:17
    Highlight Highlight Also von mir gibt es ein nein. Ausserhalb der Städte gibt es genug und auch günstige Wohnungen. Sehe nicht ein warum die Allgemeinheit für die Leute bezahlen sollen die unbedingt in der Stadt wohnen wollen.
    • coheed 24.01.2020 11:38
      Highlight Highlight Das heisst sie möchten lieber mehr Pendler und mehr Autos auf den Strassen (was zu mehr Stau führt) anstatt, dass Leute, die sowieso in der Stadt arbeiten einen bezahlbaren Wohnraum bekommen? Die Allgemeinheit profitiert davon auch, es sollte uns aller Interesse sein, den Mittelstand nicht aus den Städten zu verdrängen.
    • Aff 24.01.2020 12:23
      Highlight Highlight wer sagt dass die Allgemeinheit bezahlt? Und komm mir nivht mit "Wir zahlen doch immer". Weisst du denn, wie die Initiative umgesetzt wird, wenn sie angenommen wurde?
    • Mugendai 24.01.2020 14:08
      Highlight Highlight Er meint wohl, dass auf dem Land teils fast ganze Quartiere leer stehen und trotzdem munter weiter gebaut wird.
  • Friedhofsgärtner 24.01.2020 10:05
    Highlight Highlight Ne also daran glaube ich nicht. Das wird nichtmal ein Volksmehr geben.

    Ich persönlich werde sie aber annehmen.
  • Magnum44 24.01.2020 09:58
    Highlight Highlight Woher stammen die 10% pro Gemeinde, wurde das von den Initianten so kommuniziert?
    • Shlomo 24.01.2020 10:52
      Highlight Highlight Nein reine Falschinformation der Gegner.
  • Tommyboy Jones 24.01.2020 09:41
    Highlight Highlight Ich verstehe das Anliegen und finde es auch nicht verkehrt. Ich bin aber nicht der Meinung, dass dies auf Bundesebene geregelt werden sollte. Die Situation auf dem Wohnungsmarkt ist von Kanton zu Kanton sehr verschieden; selbst innerhalb eines Kantones gibt es grosse Unterschiede. Meiner Meinung nach wäre es vernünftiger, zielführender und effizienter wenn das auf kantonaler Ebene geregelt wird.
  • Mutbürgerin 24.01.2020 09:25
    Highlight Highlight In Berlin gibt es das schon. Der Staat hat ein Vorkaufsrecht und der grün-linksextreme Stadtrat kauft alle Wohnungen zusammen und saniert sie für Millionen auf Steuerkosten und macht Verluste ohne Ende. Bei allem was die Linken anfassen, explodieren die Kosten. Da Staatsangestellte von linken Städten die Zuteilung der Wohnungen machen, wird nur die linke Oberschicht drin wohnen. Gut verdiendende Staatsangestellte, linke Politiker und deren Freunde, NGO's und Lobbyisten werden sich die Wohnungen untereinander aufteilen.
    • Ganymed69 24.01.2020 10:00
    • Switch_on 24.01.2020 10:06
      Highlight Highlight Haben sie diese Infos von PI-News oder woher stammen diese "Infos"?
      Fakten zu der Wohnungsverteilung unter den "Linksextremen" Politikern fände ich noch gut....
    • Magnum44 24.01.2020 11:03
      Highlight Highlight Linke Städte wie Zürich?
    Weitere Antworten anzeigen
  • schuldig 24.01.2020 09:12
    Highlight Highlight "Geringer Problemdruck"? Wenn man überlegt, dass viele der Investoren Pensionskassen sind, die unsere Renten ins Überangebot investieren, klingt das fast zynisch!
    • Shlomo 24.01.2020 10:54
      Highlight Highlight Die Frage ist dann, was passiert wenn die Zinsen wieder steigen und die Wohnungen auf dem Land stehen immer noch leer?
  • K1aerer 24.01.2020 08:48
    Highlight Highlight Wenn der Staat in einem freien Markt anfängt rumzufuschen, dann werden die Kosten sicher am Schluss höher sein. Wenn der Privatmarkt nicht die erforderliche Quote schafft, muss der Staat einspringen, was schlussendlich je nachdem die Gemeinde oder der Kanton ist.
    • Hier Name einfügen 24.01.2020 08:54
      Highlight Highlight Ich verstehe Ihren Kommentar nicht. Im ersten Satz sind Sie gegen Staatseingriffe, im Zweiten dann plötzlich dafür. Was denn nun?
    • Dominik Treier 24.01.2020 09:19
      Highlight Highlight Wenn der Staat keinen regulierten Raum für den freien Markt schafft, zerstört ihn der Kapitalismus von selbst, denn freie Marktwirtschaft und Kapitalismus sind nicht nur nicht das Gleiche, sie sind Todfeinde... Währe der freie Markt sehr fragil ist und nur in einem Raum in dem alles was irgendwann irgendwie Kosten verursacht, auch wenn kein Buchwert davon berechenbar ist, wie für die Umwelt oder gesellschaftlichen Zusammenhalt, auch von irgendwo entsprechend bepreist wird, versucht der Kapitalismus genau das und Machtgefüge die entstehen auszunutzen um den Markt zu verzerren und auszuhebeln!
    • Switch_on 24.01.2020 10:07
      Highlight Highlight Wie ein Känguru mal so schön sagte: "Freier Markt meint wohl frei von jeglicher Verantwortung"
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 24.01.2020 08:48
    Highlight Highlight Dann könnte die Initiative ja kantinal umgesetzt werden? Wenn ZH sie will, sie aber national abgelehnt wird, kann man ja eine kantonale Neuauflage machen. Noch besser wäre wohl eine kommunale Lösung, da selbst innerhalb der Kantone massive Disparitäten herrschen.
  • grünergutmensch 24.01.2020 08:33
    Highlight Highlight Mehr gibts nicht zu sagen, klares ja (2x) am 9.februar!
    Benutzer Bild
    • SBRUN 24.01.2020 10:00
      Highlight Highlight Aber auf keinenFall ein Ja für Einräumung des Vorkaufsrechtes an Liegenschaften für Kantone und Gemeinden.
    • grünergutmensch 24.01.2020 10:19
      Highlight Highlight Das ist ja ein zentraler punkt der initiative!
    • Geiwetschteiler 24.01.2020 10:41
      Highlight Highlight Gehts noch?
      So ne miese Qualität von Foto!
      Vom Inhalt ganz zu schweigen...🤢
    Weitere Antworten anzeigen
  • SBRUN 24.01.2020 08:31
    Highlight Highlight Man bedenke, dass ständig das Argument „günstiger Wohnraum“ ins Feld geführt wird. Dass mit der Initiative Kantone und Gemeinden automatisch auch eingeräumt wird, sich auf Liegenschaften nach Bedarf das Vorkaufsrecht einzuräumen, wird so wenig wie möglich erwähnt, stellt aber einen krassen Eingriff in persönliches Eigentum dar.
  • PC Principal 24.01.2020 08:29
    Highlight Highlight Der Grund für die hohen Mieten in den Grossstädten ist der Wohnungsmangel. Die Behauptung, die Investoren (hauptsächlich PK) seien schuld an den hohen Mieten reicht nicht, denn sind es genau dieselben, die auch im Rest des Landes investieren, trotzdem kostet dieselbe Wohnung in ZH doppelt so viel wie in SG.

    Sind Genossenschaften in der Lage, den Mangel zu beheben. Wenn ein die ein Stück Land erhalten, haben sie den Anreiz, für ihre bisherigen Mitglieder möglichst günstige Wneue Wohnungen bereitzustellen, statt möglichst viele Wohnungen zu bauen und es ist billiger, wenige zu bauen.
  • Kaspar Floigen 24.01.2020 08:18
    Highlight Highlight Bei zunehmender Verstädterung wird das Ständemehr immer illegitimer und eine Stadtstimme im Verhältnis schwächer. Gleichzeitig betreffen die Probleme der Städte einen immer grösseren Anteil der Bevölkerung. Das System wird irgendwann so nicht mehr aufgehen.
    • Marshawn 24.01.2020 08:22
      Highlight Highlight Die Frage ist, ob es tatsächlich illegitimer wird denn immerhin wurde es ursprünglich als Minderheitenschutz (der katholischen Sonderbund-Kantone) eingeführt.
    • Kronrod 24.01.2020 08:47
      Highlight Highlight Gerade weil diese Initiative ein Problem lösen will, das auf dem Land gar nicht existiert, ist das Ständemehr wichtig. So können die Stände unnötige Städtervorlagen abschmettern und das Problem wird schlussendlich auf der richtigen Ebene angegangen.
    • roger.schmid 24.01.2020 08:57
      Highlight Highlight @Marshawn: "Katholische Sonderbund-Kantone" 🙄 - ziemlich mittelalterlich...

      Das Ständemehr gehört abgeschafft. Das die Stimme von Städtern weniger zählt, kann ja wohl nicht sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bündn0r 24.01.2020 07:52
    Highlight Highlight Diese Abstimmung zeigt wieder wie wichtig das Ständemehr ist.
    Das Problem besteht vielleicht für eine Mehrheit der Einwohner, nicht aber der Kantone.
    Dazu eine Bauvorschrift für die ganze Schweiz zu erlassen ist hirnrissig. Löst das föderalistisch, wo Not am Mann ist bzw das Bedürfnis vorhanden. Aber zwingt den Randregionen keine Lösungen für eure Probleme auf.
    • Shabaqa 24.01.2020 12:56
      Highlight Highlight Von mir aus. Ich habe in der Regel auch eher Mühe damit, wenn die Randregionen Problemlösungen in den Zentren blockieren, die diese wegen bundesrechtlicher Vorgaben nicht selbst lösen können.

      BTW: Ich helfe den Randregionen gerne bei der Lösung ihrer Probleme mit Transferzahlungen aus dem Finanzausgleich. Auch wenn der eigentlich antiföderalistisch ist. (Um Missverständnisse zu vermeiden: Das ist kein Sarkasmus!)
    • Daniel Caduff 24.01.2020 13:47
      Highlight Highlight Gilt aus Sicht der Randregionen natürlich nicht für den Finanzausgleich...

      🙋 Stai bain!
  • Schummelschumi 24.01.2020 07:43
    Highlight Highlight Prognose:
    Der Ja-Stimmenanteil beim Volk wird knapp über 40% betragen.
    Alles andere ist Wunschdenken.
  • loplop717 24.01.2020 07:40
    Highlight Highlight Das Problem sollte doch Kantonal gelöst werden, wenn es so grosse Unterschiede zwischen den Kantonen gibt.
    • troop5444 24.01.2020 12:38
      Highlight Highlight Mich erstaunt es auch immer, wieso die Leute nach "einheitlichen Lösungen" schreien.
      Apenzeller sind nunmal anders als Zürcher, also sollen sie sich auch selbst regieren.

      Kleine Systeme haben schon immer am Besten funktioniert. Föderalismus for life.
  • Philipp L 24.01.2020 07:21
    Highlight Highlight Dann sind wir doch froh gibt es das Ständemehr ;)
  • Geiwetschteiler 24.01.2020 07:12
    Highlight Highlight Stört sich niemand am Vorkaufsrecht das automatisch an die Gemeinden fällt?
    Und weshalb wird das von watson nicht mindestens erwähnt?
    • ChillDaHood 24.01.2020 08:38
      Highlight Highlight Bringt einfach nix in meinen Augen. Das heisst doch einfach, dass die Gemeinde zum Marktpreis zuschlagen kann. Heisst, ein weiterer Player MUSS auf dem Markt mitmischen. Wird in meinen Augen einfach noch mehr die Immoblase aufpumpen.
    • SBRUN 24.01.2020 09:08
      Highlight Highlight Doch, das stört mich extrem, da es eine erste Vorstufe zur Enteignung darstellt. Altes Prinzip, man präsentiert ein Goody und verschweigt die Kröte. Es wäre Aufgabe der Presse, vollumfänglich zu informieren, aber im vorliegenden Fall ist das durchs Band weg nicht der Fall, das Vorkaufsrecht wird schlichtweg verschwiegen.
    • Bosshard Matthias 24.01.2020 09:15
      Highlight Highlight Als ob Genossenschaften günstige Wg bauen würden dem ist nicht so. Ebenso wird eine weitere künstliche Verknappung den grossen Rest noch mehr verteuern . Total falscher Ansatz darum Nein. Bringt etwas gegen Investoren dort gehört es angesetzt.
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  • Magnum44 24.01.2020 07:00
    Highlight Highlight Die Standesstimmen sollten sowieso einmal der demografischen Entwicklung angepasst werden. Es kann doch nicht sein, dass die Stimme eines Urners so viel mehr Gewicht hat als die eines (Stadt) Zürchers.

    • ChillDaHood 24.01.2020 08:43
      Highlight Highlight Andersrum wird ein Schuh draus. Es kann nicht sein, dass die Genfer und Zürcher (et aliis) aufgrund ihrer prekären Wohnlage vorschreiben, dass im Uri und im Wallis (wo Gemeinden schon tausende Franken nachwerfen, wenn man bei Ihnen wohnen kommt) 10% der Wohnungen für einen nicht-vorhandenen Bedarf vom Staat und Kanton bereitgestellt wird.

      Wie es auch sei - ich bin für Genossenschafts und Städtischen Wohnungsbau. Aber mein Nein zur kantonalen Initiative, wie auch das Ja zu 200 Mio für den Umbau Tramdepot Hard mit Wohnungen sind schon auf der Post.
    • S.Potter 24.01.2020 09:38
      Highlight Highlight @Magnum44
      Es scheint dass du das Prinzip der Standesstimme nicht verstanden hast. Es geht darum, dass die kleinen Kantone nicht von den Grossen, dauerüberstimmt wird.
    • Magnum44 24.01.2020 09:56
      Highlight Highlight Wo steht etwas von 10% pro Gemeinde?
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  • MrJS 24.01.2020 06:22
    Highlight Highlight Das Lustige ist, gerade in Zürich bringt diese Initiative gar nichts, da schon 10 % gemeinnütziger Wohnungsraum vorhanden ist...
    • Magnum44 24.01.2020 06:53
      Highlight Highlight Er [der Bund] sorgt in Zusammenarbeit mit den Kantonen dafür, dass gesamtschweizerisch mindestens 10 Prozent der neu gebauten Wohnungen im Eigentum dieser Träger sind.

      Nix Zürich.
    • Garp 24.01.2020 08:24
      Highlight Highlight Du hast die Initiative nicht verstanden, MrJS.
      Es steht nirgends im Text, dass jede Gemeinde 10% Genossenschaftsanteil haben muss. Die 10% sind gesamtschweizerisch zu betrachten, der neu gebauten Wohnungen.
    • eleven86 24.01.2020 08:49
      Highlight Highlight Es geht nicht darum, wieviele es schon gibt, sondern dass 10% aller neugebauten Wohnungen gemeinnützig sein sollen. Es könnte also theoretisch auch in Zürich etwas bringen. Die Frage ist mehr wie das ganze umgesetzt wird, darüber schweigt sich die Initiative ja wie so oft aus.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schneider Alex 24.01.2020 06:17
    Highlight Highlight Nichts gegen Genossenschaftsprojekte. Wenn wir aber auf allen Ebenen (Infrastruktur, Sozialpolitik, Integration und eben Wohnungsbau) die Voraussetzungen für noch mehr Zuwanderung schaffen, werden das auch unsere Mittel- und Unterschichten bei ihrer Lebensqualität und in ihrem Portemonnaie zu spüren bekommen.

  • Yummy 24.01.2020 06:10
    Highlight Highlight Tja, jammert nicht rum. Bei der Zweitwohnungsinitiative wars umgekehrt liebe Städter!
    • Daniel Caduff 25.01.2020 18:24
      Highlight Highlight Eben nicht. Die Zweitwohnungsinitiative wurde von Volk UND Ständen angenommen. Sonst wäre sie heute js nicht in Kraft....!
  • Hypotenuse 24.01.2020 05:55
    Highlight Highlight Ständemehr sollte sowieso abgeschafft werden. Jede Stimme in der Schweiz soll gleich viel zählen. Ich versteh das bis heute noch nicht.
    • Hierundjetzt 24.01.2020 08:06
      Highlight Highlight Ähem nein.

      Oder schaffen wir dann das Stöckli auch ab? 🤔

      Auch wenn ich das als Zürcher gut fände...
    • Bits_and_More 24.01.2020 10:34
      Highlight Highlight Wenn die Mehrheit der Kantone keinen Handlungsbedarf sieht, soll dies auch Berücksichtigt werden. Scheitert eine Initiative am Ständemehr können immer noch kantonale Lösungen realisiert werden, angepasst auf die lokalen Gegebenheiten.
  • Antinatalist 24.01.2020 05:36
    Highlight Highlight WIe ich immer zu sagen pflege: Das Ständemehr gehört abgeschafft. Es gibt keine Legitimation dafür, dass eine Minderheit nur aufgrund von Kantonsgrenzen die Demokratie unterwandern kann.
    • ingmarbergman 24.01.2020 07:53
      Highlight Highlight Es gibt gute Gründe für einen Ständerat. Wer das nicht versteht sollte sich mal mit unsere Verfassungsgeschichte befassen.

      Man kann aber durchaus diskutieren, on grössere Städte einen Sitz im Ständerat bekommen sollten.
    • [Nickname] 24.01.2020 08:04
      Highlight Highlight Jawohl auf in den Zentralstaat!1!1!1 🙄
    • Ganymed69 24.01.2020 08:27
      Highlight Highlight Eine entsprechende Abstimmung würde wohl am Ständemehr scheitern.
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