Schweiz
Bundesrat

Personenfreizügigkeit: Schweiz reicht Anpassungs-Gesuch bei EU ein

Schweiz–EU

Personenfreizügigkeit: Schweiz reicht Anpassungs-Gesuch bei EU ein

07.07.2014, 14:1807.07.2014, 14:18

Die Schweiz hat am Montag das Begehren um Anpassung des Personenfreizügigkeitsabkommens formell bei der EU eingereicht. Es basiert auf dem Umsetzungskonzept zur Zuwanderungsinitiative der SVP, welches der Bundesrat am 20. Juni verabschiedet hatte.

Dieses enthält die wichtigsten Eckwerte zur Steuerung der Zuwanderung ab 2017. Da diese nicht mit dem Personenfreizügigkeitsabkommen vereinbar sind, möchte die Schweiz das Abkommen anpassen.

Dem Begehren beigelegt wurde ein Schreiben des Direktors des Bundesamtes für Migration (BFM), Mario Gattiker, an den Leiter der EU-Delegation im Gemischten Ausschuss zur Personenfreizügigkeit, wie das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mitteilte. Gattiker hatte die EU bereits am 12. Juni darüber informiert, dass die Schweiz ein entsprechendes Begehren stellen werde.

Das Begehren stützt sich auf Artikel 18 des Freizügigkeitsabkommens. Dieser besagt, dass eine Vertragspartei dazu berechtigt ist, dem Gemischten Ausschuss einen Vorschlag bezüglich Anpassung des Abkommens zu unterbreiten.

Ein Verhandlungsmandat will der Bund bis im Herbst ausarbeiten. Dieses werde sich zum einen auf die Eckwerte des Zulassungsmodells, zum anderen auf eine Auslegeordnung der möglichen innen- und aussenpolitischen Szenarien stützen, teilte das EDA mit. (pma/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Freihandelsabkommen zwischen Efta und Vietnam unter Dach und Fach
Die Efta-Staaten - darunter die Schweiz - haben mit Vietnam ein umfassendes Freihandelsabkommen abgeschlossen. Damit rücken die Staaten wirtschaftlich näher zusammen. Das Freihandelsabkommen soll den Handel mit Waren und Dienstleistungen deutlich vereinfachen.
Die Europäische Freihandelsassoziation (Efta) und die Regierung von Vietnam gaben den Abschluss der Verhandlungen am Donnerstagmittag bekannt. Vorausgegangen war im Juni eine Ministerkonferenz in der isländischen Hauptstadt Reykjavik. Für die Schweiz hatte Bundesrat Guy Parmelin an den Gesprächen teilgenommen.
Zur Story