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Hitzewelle: Cédric Wermuth SP greift Guy Parmelin & Albert Rösti SVP an

KEYPIX - Cedric Wermuth, Co-Parteipraesident und Nationalrat SP-AG, spricht bei der Parolenfassung zur Nachhaltigkeitsinitiative am Parteitag der SP Aargau am Samstag, 25. April 2026 in der BBZ in Zof ...
Nationalrat Cédric Wermuth ist von der Landesregierung enttäuscht.Bild: keystone

Cédric Wermuth fordert Hitzefrei ab 33 Grad und greift SVP-Bundesräte an

Für den Co-Präsidenten der SP ist klar, dass vor allem die SVP-Bundesräte es verschlafen haben, die Schweiz gegen Hitzewellen und Klimakrise zu wappnen.
27.08.2026, 06:4827.08.2026, 11:00

Der Sommer kühlt ab, nicht aber die Stimmung in Bundesbern. Der Co-Präsident der SP, Cédric Wermuth, fordert, dass die Hitzewelle politisch aufgearbeitet wird – und greift dabei die SVP-Bundesräte Albert Rösti und Guy Parmelin an.

Im grossen Klima-Interview mit den Zeitungen von Tamedia fordert Wermuth ein dringliches Bundesgesetz, damit die Schweiz schon nächsten Sommer besser gegen die Hitze gewappnet ist, und sagt, warum er von Bundesrat Rösti enttäuscht ist: « Er war vor seiner Zeit als Bundesrat Erdöllobbyist und funktioniert auch jetzt nur auf Druck von Interessenvertretern. Würde er eine vorausschauende Politik betreiben, wäre er gar nie auf die Idee gekommen, Gelder für die Klimaanpassung der Wälder zu kürzen.»

Wermuth nimmt aber auch den anderen Bundesrat der SVP, Guy Parmelin, in die Pflicht: «Der Bundespräsident ist nicht nur für die Landwirtschaft zuständig, sondern auch für den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, für Bildung und Wohnen. Der Handlungsbedarf in diesen Bereichen ist enorm.»

Um für künftige Hitzewellen besser gerüstet zu sein, fordert die SP ein dringliches Bundesgesetz. Es gebe drei Bereiche, die schnell angegangen werden müssten: «Erstens den Schutz von besonders exponierten Personen. Das ist primär Kühlung», sagt Wermuth. Für die SP sind dabei, anders als in der Vergangenheit, auch Klimaanlagen kein Tabu mehr.

«Es muss eine Taskforce eingesetzt werden, damit wir bei der Kühlung des öffentlichen Raums und den Massnahmen gegen Trockenheit vorwärtskommen. Die Massnahmen sind bekannt, und zwar schon lange, der Bundesrat muss jetzt endlich Verantwortung für die Durchsetzung übernehmen», so Wermuth weiter.

Schliesslich fordert der SP-Co-Präsident Hitzefrei ab 33 Grad: Arbeiten wir, um zu leben? Oder leben wir, um für den Profit der Konzerne zu arbeiten? Es kann nicht sein, dass wir von den Bauarbeiterinnen und -arbeitern verlangen, ihre Gesundheit zu gefährden, weil wir es in den letzten Jahren nicht geschafft haben, die Wirtschaft auf einen klimanachhaltigen Pfad zu bringen.»

(her)

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    quelle: keystone / michel euler
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