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Schweiz
Bundesrat

Coronavirus Schweiz: Gobbi kritisiert Bundesrat

Der Tessiner Regierungspr
Norman Gobbi ist der aktuelle Regierungspräsident des Kantons Tessin.Bild: sda

Norman Gobbi: «Bern war in Corona-Krise oft zu spät»

In der Coronakrise hat der Bundesrat bisweilen gezaudert. So lautet der Vorwurf des Tessiner Regierungspräsidenten Norman Gobbi. Vor allem zu Beginn der Pandemie fand der Südkanton zu wenig Gehör in Bern.
18.07.2020, 14:1618.07.2020, 14:18

«Wir Tessiner sind es gewohnt, von Bern nicht immer verstanden zu werden», sagte Gobbi in einem am Samstag publizierten Interview mit dem Blick. Bei Corona sei sein Kanton aber Vorreiter gewesen, der Bundesrat habe bei vielen Massnahmen nachgezogen. Gobbi findet deutliche Worte: «Bern war oft zu spät.»

Nach Ansicht des Regierungsrates liegt das auch daran, dass in direkter Nachbarschaft die Lombardei mit hohen Fallzahlen und vielen Verstorbenen zu kämpfen gehabt habe, während sich die Deutschschweiz und die Romandie eher nach Deutschland und Frankreich orientiert hätten.

«Bern war oft zu spät.»
Norman Gobbi

Gobbi kritisiert Kommunikation von Bundesrat

Als unglücklich erachtet Gobbi auch die Kommunikation des Bundesrates. Von gewissen Beschlüssen habe der Kanton erst kurz vor der Medienkonferenz erfahren. «Einige Bundesräte teilten den Journalisten Informationen mit, die nicht immer mit den erläuternden Berichten übereinstimmten.»

Im Laufe der Krise habe sich etwas getan im Bundesrat. «Am Schluss fanden wir aber Gehör.» Die Landesregierung habe viel für den Schutz der Arbeitnehmer und Arbeitgeber getan. Dank der Krisenfenster habe sein Kanton auch weitergehende Massnahmen ergreifen können.

Gobbi zeigt sich auch selbstkritisch. Die ganze Gesellschaft sei zu wenig gut vorbereitet gewesen, nicht nur der Bund und die Kantone. (rwa/aargauerzeitung.ch)

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17 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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lilie ❤ Bambusbjörn
18.07.2020 14:50registriert Juli 2016
Ich verstehe total, dass der Tessin besorgt war, als bei ihnen die Zahlen explodierten, der Bundesrat aber noch zögerte. Es war aber auch richtig, dass der Bundesrat nicht ausschliesslich das Tessin im Blickfeld hatte, sondern die ganze Schweiz. Das ist schliesslich seine Aufgabe.

Das Tessin hat dann in einigen Punkten Eigeninitiative übernommen, und auch das war richtig so. Dazu gibt es eine Autonomie der Kantone.

Schön auch, dass das Tessin eine Verbesserung in der Kommunikation feststellen konnte. Auch wenn nicht alles von Anfang an rund lief - am Schluss zogen alle am gleichen Strick.
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tss
18.07.2020 14:43registriert Juni 2020
Im nach hinein wissens alle besser. Bei gewissen Politiker könnte man meinen, Sie wusten und kannten die auswirkungen bereits im vohrinein. Und vergesst nicht unsere Bundesräte haben nach bestem wissen und gewissen gehandeld vo sie damals hatten. Wenn bei der nächsten Pandemie gleich (verzögert) gehandelt wir, ist die kritik korrekt. Benützt endlich die Masken, denn die schützen den nächsten von Euch, ( je nach Maske auch sich selbst). Und verhinder weitere ausbrüche. Und befolgt die anweisungen. Und verzichtet lieber 1x zuviel auf eine Party 1mal als zu wenig. Könnte günstiger sein!
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