Schweiz
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epa08598633 Upper school pupils wearing face masks gather in the sports hall for an information session at the comprehensive school Duisburg-South, Germany, 12 August 2020. 2.5 million pupils in North Rhine-Westphalia are going back to school as of today: After the corona break and the summer holidays, lessons will start again. Distance rules and the wearing of masks are mandatory from grade 5 on - even during school hours.  EPA/SASCHA STEINBACH

Fast nichts ist mehr, wie es einmal war. Schülerinnen in Duisburg. Bild: keystone

«Risiko sehr real» – so steht es um Corona in Europa



USA, Lateinamerika, Indien: Nachdem die EU im Frühjahr mit ihren Brandherden Italien und Spanien im Zentrum der Corona-Krise stand, hat sich der grosse Kampf gegen das Virus längst in andere Weltregionen verlagert. Doch auch die EU-Staaten haben in diesem Sommer ein fast kollektives Problem: Die Infektionszahlen steigen nahezu überall wieder an. Sowohl das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) als auch das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sprechen bereits von einem Wiedererstarken des Virus in manchen Ländern – und vielerorts herrschen Sorgen vor weiter zunehmenden Zahlen, wie die Reporter der Deutschen Presse-Agentur aus vielen Teilen der Region berichten.

«Das Risiko eines Wiederauflebens von Covid-19 ist sehr real», schrieb EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides zu Wochenbeginn auf Twitter. Sie verwies dabei auf die jüngste ECDC-Risikobewertung für die Länder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) zuzüglich Grossbritannien. Darin heisst es, viele Staaten testeten jetzt bereits milde Verdachtsfälle ohne Symptome, was zu der Zunahme der Fallzahlen beitrage. In mehreren Ländern gebe es aber auch «ein echtes Wiederaufleben an Fällen», das eine Folge davon sei, dass die Massnahmen zum Abstandhalten gelockert worden seien.

In this handout photo released by the University of Oxford a doctor takes blood samples for use in a coronavirus vaccine trial in Oxford, England on Thursday June 25, 2020. Scientists at Oxford University say their experimental coronavirus vaccine has been shown in an early trial to prompt a protective immune response in hundreds of people who got the shot. In research published Monday July 20, 2020 in the journal Lancet, scientists said that they found their experimental COVID-19 vaccine produced a dual immune response in people aged 18 to 55. (John Cairns, University of Oxford via AP)

Grossbritannien wurde vom Coronavirus hart getroffen. Hier entnimmt ein Arzt eine Blutprobe. Bild: keystone

Dabei gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht im Corona-Kampf. Die gute ist unverkennbar: Die Zahl der Europäer, die im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sterben, steigt seit langem viel langsamer an als in den heftigen Corona-Monaten März und April. Sie liegt derzeit bei etwa 184'000 Todesfällen für den EWR einschliesslich Grossbritannien, hinzu kommen rund 1700 in der Schweiz. Aus diesen 32 Ländern kamen zu Spitzenzeiten zwei Drittel der Todesfälle weltweit, mittlerweile ist der Anteil auf ein knappes Viertel zurückgegangen.

Schwedens Sonderweg

Beunruhigender ist dagegen die Zahl der täglichen Neuinfektionen. Dieser Wert war in 27 der 32 genannten Länder in den ersten sieben Tagen im August höher als in den ersten sieben Tagen des Julis, darunter auch in Deutschland. Während das einst so coronagebeutelte Italien seit Wochen verhältnismässig gut dasteht und auch die Zunahme etwa in Österreich moderat ausfiel, schossen die Infektionszahlen in Belgien, den Niederlanden und Spanien um ein Vielfaches in die Höhe. Die einst von vergleichsweise vielen Infektionen geplagten Schweden und Portugiesen konnten dagegen einen starken Rückgang vermelden.

Apropos Schweden: Fängt man die Corona-Rundreise durch Europa im hohen Norden der EU an, dann beginnt man in einem Land, das ohnehin gegen den Strom schwimmt. In der Krise sind die Schweden einen Sonderweg gegangen, auf dem sie Schulen ebenso offen liessen wie Restaurants, Kneipen und Geschäfte. Gegner strikter Beschränkungen halten dieses Vorgehen für das bessere, allerdings haben die Schweden einen hohen Preis für diese Strategie gezahlt: Auf die Einwohnerzahl gerechnet starben bis heute etwa fünfmal so viele Infizierte wie in Deutschland oder Dänemark. Auch die Gesamtzahl der Infektionen liegt um ein Vielfaches höher. Nun ist die Infektionszahl auf dem Rückzug, liegt aber immer noch deutlich höher als etwa in Deutschland.

epa08574299 State epidemiologist Anders Tegnell of the Public Health Agency of Sweden speaks during a news conference updating on the coronavirus Covid-19 situation, in Stockholm, Sweden, 30 July 2020.  EPA/ALI LORESTANI SWEDEN OUT

Verantwortlich für den schwedischen Sonderweg: der staatliche Epidemiologe Anders Tegnell. Bild: keystone

Die weiteren nordischen Länder Dänemark, Norwegen, Finnland und Island kamen dank strikter Massnahmen so gut durch die Corona-Krise wie kaum ein anderes Land in Europa. Nachdem die Beschränkungen stark gelockert wurden, ziehen die Infektionszahlen seit einigen Wochen aber wieder an, was auf Island mit Reisenden und anderswo mit lokalen Ausbrüchen etwa auf einem dänischen Schlachthof oder einem norwegischen Kreuzfahrtschiff zusammenhängt. Die nationalen Experten mahnen deshalb weiter zur Vorsicht. «Es gab vielleicht jemanden, der geglaubt hat, dass Corona nur ein dummer Traum des Frühjahrs war, dass wir in einen Herbst ohne Corona gehen würden», sagte etwa der führende dänische Epidemiologe Kåre Mølbak am Montag in Kopenhagen. «Aber das war kein dummer Traum. Das Virus ist immer noch da.»

Auch in Polen steigt die Zahl der Corona-Fälle wieder, mit einem bisherigen Höchstwert von 809 gemeldeten Neuinfektionen am 7. August. Betroffen sind vor allem Regionen im Süden und Südosten des Landes. Es wurden «rote» und «gelbe» Zonen ausgerufen, in denen die Massnahmen wieder verschärft werden. Weiter südlich in TSCHECHIEN setzt man auf eine regionale «Corona-Ampel» mit lokal begrenzten Massnahmen – die Regierung von Ministerpräsident Andrej Babis hat einen zweiten landesweiten Lockdown bereits ausgeschlossen.

Ungarns Intransparenz

Die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen mussten zuletzt ebenfalls mit mehreren lokalen Ausbrüchen fertig werden. Auch wurden vermehrt neue Fälle importiert – durch Heimkehrer und Besucher aus dem Ausland. «Die Krankheit und das Virus sind in Estland wieder auf dem Vormarsch», klagte Sozialminister Tanel Kiik jüngst. «Leider liegt das Problem nicht in den Einschränkungen oder den Massnahmen, sondern in deren Einhaltung.» Die Litauer sind derweil schon zu strengeren Schutzmassnahmen zurückgekehrt.

epa08558724 Austrian Chancellor Sebastian Kurz at the Austrian Chancellery in Vienna, Austria, 21 July 2020. Austrian government introduced new measures for an attempt to stop the spreading of the coronavirus Covid-19.  EPA/CHRISTIAN BRUNA

Hat die Lage ziemlich im Griff: Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz. Bild: keystone

Eine Rückkehr zu den harten Beschränkungen des Frühjahrs fürchtet Österreich dagegen nicht. Das Land segelt weiter vergleichsweise komfortabel durch die Krise. Der jüngste Anstieg bei den Infektionszahlen hat sich bisher nicht fortgesetzt. Die neuerdings wieder eingeführte Maskenpflicht scheint sich zu bewähren.

Ungarn hat vergleichsweise wenige Neuinfektionen – warum, das lässt sich mit Klarheit nicht beantworten. Tatsache ist: Eine Maskenpflicht gilt in allen öffentlich zugänglichen Räumen und wird weitgehend eingehalten. Hinzu kommt, dass in Ungarn relativ wenig getestet wird – und dass die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban mit den Corona-Daten sehr intransparent umgeht. Es gibt kaum regionalisierte Daten, von lokalen Ausbrüchen erfahren die Bürger nur selektiv.

Bulgarien dagegen verzeichnete schon nach dem orthodoxen Osterfest und einer Reihe von Festtagen im Mai Rückfälle. Seit der Öffnung von Lokalen, Nachtclubs, Fitnessstudios und Fussballstadien steigen die Fallzahlen stark an. Seit dem 22. Juni gilt wieder Maskenpflicht in geschlossenen Räumen wie Geschäften, Banken, Kirchen und nach wie vor in öffentlichen Verkehrsmitteln. Nicht wenige Bulgaren wollen sie demonstrativ nicht einhalten – und wirksame Kontrollen gibt es kaum. Eine Folge davon: Das Auswärtige Amt in Berlin warnt mittlerweile unter anderem vor Reisen in die Schwarzmeerregion Warna, in der auch der als «Bulgariens Ballermann» geltende Goldstrand liegt.

Im EU-Vergleich ist Rumänien mit seiner stark gestiegenen Infektionsrate ein Sorgenkind. Dort sind es jetzt täglich über 1200 neue Fälle, gut fünfmal so viele wie vor den Lockerungen der Massnahmen Mitte Mai. Auch hier wird sich oft nicht an Maskenpflicht und Abstandsregeln gehalten. Hinzu kommt neben dem vereinzelten Gedränge an den Schwarzmeerstränden das körperbetonte religiöse Leben: In der orthodoxen Kirche, zu der sich fast alle Rumänen bekennen, werden Ikonen geküsst – trotz der Verbote.

Spanien und Italien waren im Frühjahr die zeitweise am stärksten von Corona betroffenen Länder der Welt. Die Wege im Süden Europas gehen nun weit auseinander: Während die Italiener die Pandemie mit einem harten Lockdown unter Kontrolle gebracht haben, sich konsequent an die Schutzregeln halten und stolz auf das Erreichte sind, verzeichnen die Spanier nach den Ende ihres Lockdowns am 21. Juni wieder mehr Infektionen als die meisten anderen Länder Europas. Zwar versichert die Regierung in Madrid, dass die Pandemie im Griff sei. Doch nach offiziellen Angaben gibt es derzeit rund 675 lokale Ausbrüche. Eine Folge davon ist, dass das Auswärtige Amt vor Reisen in fünf spanische Regionen warnt, darunter die Hauptstadt Madrid und Katalonien um die Metropole Barcelona. Das Gesundheitssystem steht dabei unter Druck, aber nicht mehr vor einem Kollaps wie etwa im April.

epa08585021 Health workers prepare to start the voluntary testing for covid-19 that is taking place in Ripollet, Barcelona, Spain, 05 August 2020. Some 9,000 people will get their swab samples collected to detect new COVID19 cases and avoid further outbreaks in the area.  EPA/Enric Fontcuberta

Spanien war phasenweise weltweiter Spitzenreiter, was Coronavirus-Infektionen betrifft. Bild: keystone

Den weiteren Urlaubsländern Griechenland und Zypern geht es derzeit verhältnismässig gut. Aber auch hier steigen die Zahlen. Ärzte monieren immer wieder, dass die Menschen im Urlaub glaubten, die Epidemie sei längst vorbei. Das ist aber auch in Hellas nicht der Fall: Erstmals seit Pandemie-Beginn wurde zuletzt ein Teil-Lockdown für Urlaubsziele wie Rhodos und Kreta angeordnet. Wichtigste Regel: Alle Tavernen, Tanzbars und Restaurants müssen um 24.00 schliessen.

Belgiens Angst vor erneutem Lockdown

Auch Frankreich erlebt seit einigen Wochen wieder steigende Fallzahlen – besonders bei jungen Erwachsenen. Seit Ende Juli zählen die Gesundheitsbehörden wieder regelmässig deutlich mehr als 1000 tägliche Neuinfektionen. Die Behörden beklagen, dass gerade im Zusammenhang mit Urlaubsreisen und sommerlichen Festen und Feiern die Abstandsregeln nicht eingehalten werden. In der Schweiz, wo die Entwicklung ebenfalls als besorgniserregend eingestuft wird, monieren Experten derweil die Vielzahl an kantonalen oder lokalen Konzepten: Zum Start des neuen Schuljahres am Montag mussten Schüler wie Lehrer den Durchblick durch einen Flickenteppich an Massnahmen behalten.

Weiter nördlich sind die Zahlen im vergangenen Monat so stark gestiegen wie fast nirgendwo anders in Europa. In Belgien mischt sich zu den Sorgen wegen der Zahlen auch jede Menge Frust: Niemand weiss ganz genau, womit die Entwicklung zu erklären ist. Die Provinz Antwerpen war zunächst besonders stark vom Wiedererstarken des Virus betroffen, nun gilt auch für die Hauptstadtregion Brüssel überall in der Öffentlichkeit Maskenpflicht. Zudem darf jeder Belgier nur noch mit fünf Personen engeren Kontakt haben, die nicht zum eigenen Haushalt zählen. Es geht die Angst vor einem neuen Lockdown um – auch wenn es am Montag nach Vorlage der jüngsten Zahlen hiess, das exponentielle Wachstum scheine vorerst unterbrochen zu sein.

Manche Politiker sorgen sich bereits um Belgiens Ruf, sie verweisen deshalb auf die vergleichsweise hohe Testrate ihres Landes. Dabei sitzt der Test-Europameister – zumindest auf die Einwohnerzahl gerechnet – seit längerem im benachbarten Ministaat Luxemburg. Eine Konsequenz davon: Kein EWR-Land hat pro 100'000 Einwohner höhere Infektionszahlen als Luxemburg.

Die Behörden in den Niederlanden machen derweil gerade junge Leute, die keinen Abstand halten, für die steigenden Zahlen verantwortlich. «Haltet euch an die Regeln, sonst sitzen wir alle bald wieder zu Hause fest», mahnte Ministerpräsident Mark Rutte bereits an. Illegale Partys, volle Kneipen, aber auch Familienfeste: Das sind die grossen Ansteckungsherde vor allem in Amsterdam und Rotterdam.

In Grossbritannien hat man weiter ein Problem, das der Rest Europa weitgehend unter Kontrolle gebracht hat: Die Briten kriegen die hohe Zahl an Todesfällen nicht in den Griff. Das betrifft in erster Linie England, wo im Durchschnitt täglich immer noch mehrere Dutzend Menschen an einer Coronavirus-Infektion sterben. Die Probleme sind weitreichend: Der Regierung wird vorgeworfen, zu spät und falsch auf die Corona-Krise reagiert zu haben. Der staatliche Gesundheitsdienst NHS gilt als marode und chronisch unterfinanziert. Es mangelt nach wie vor an Ärzten und Pflegern, Tests und Schutzausrüstungen sind nicht überall ausreichend vorhanden. Und jeder britische Landesteil entscheidet über seine eigenen Massnahmen im Kampf gegen die Pandemie.

Bild

Ein Virus, das die Welt verändert. bild: shutterstock

Die Gründe für die steigenden Corona-Zahlen sind somit vielseitig. Vier davon treten immer wieder auf: die gesteigerten Testkapazitäten, die Lockerung der Beschränkungen, der sommerliche Reiseverkehr – und eine Corona-Müdigkeit, bei der die Menschen die Covid-19-Risiken nach Monaten der Pandemie nicht mehr so stark wahrnehmen.

Zu Letzterem forderte ECDC-Chefforscher Mike Catchpole, dass jeder weiter daran erinnert werden müsse, dass das Virus weiterhin in den Gemeinschaften zirkuliere. Und die WHO Europa, die zur Region neben dem EWR auch Russland und weitere östliche Länder zählt, mahnt nach wie vor zur Vorsicht. Wo neue Ausbruchsherde entstünden, müsse schnell und gezielt eingegriffen werden, sagte ein Sprecher auf dpa-Anfrage. Wenn es die Situation erfordere, könnten auch striktere Massnahmen wieder eingeführt werden. Werde das Virus nicht an seiner Ausbreitung gehindert, werde dies die Gesundheitssysteme in Europa erneut an den Rand des Abgrunds drängen. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Haelfis 16.08.2020 20:37
    Highlight Highlight Bitte endlich zwischen positiven PCR Tests und tatsächlich erkrankten Personen unterscheiden! Dann sieht vieles viel weniger bedrohlich aus!
  • mrmikech 15.08.2020 10:48
    Highlight Highlight Was viele nicht realisieren, ist dass unsere wirtschaft stabilität braucht: firmen müssen planen können. Das heisst: alle die jetzt auf die - so einfache massnahmen - verzichten sind direkt verantwortlich für eine negative wirtschaftliche entwicklung. Es sind meist jüngere die es am ersten spüren: keinen job finden können, entlassen werden. Es sind aber auch meist jüngere die die massnahmen nicht einhalten. Karma?
    • Basti Spiesser 16.08.2020 15:12
      Highlight Highlight Nicht dir Einhaltung der Massnahen gefährdet die Wirtschaft. Sondern die Massnahmen selber.
    • Masus 16.08.2020 23:17
      Highlight Highlight Die Folgwn der Massnahmen nun auf die Kritiker dieser zu schieben ist schon sehr zynisch, wird aber beinahe seit Beginn so gemacht.
      Diejenigen, welche die Massnahmen ausrufen und fordern sollen zumindest auch zu den verursachten Schäden stehen!
  • darkz0ne 15.08.2020 10:48
    Highlight Highlight Technisch gesehen macht Ungarn das einzig richtige mit den Zahlen. Sie posieren nicht rum, die Zeitungen geiern zwar auf die Zahlen aber die Regierung setzt so auf nicht grosse Panik im Land. Die Umsetzungen werden diszipliniert von den Einwohnern angewendet. Orban hin oder her, er meistert es ja nicht schlecht.
  • mystiker 15.08.2020 10:02
    Highlight Highlight Angst haben viele vor dem Lockdown, nicht vor dem Virus.
    Wir müssen lernen damit zu leben, so wie wir zu leben gelernt haben mit der Grippe.

    Das Leben ist tödlich!
    • dmark 15.08.2020 11:17
      Highlight Highlight Also ich habe keine Angst vor einem Lockdown oder um meinen Arbeitsplatz. Dennoch sollten wir versuchen uns weiterhin etwas zurück zu halten und nicht auf jeder Party herum zu tanzen.
      Das Leben findet eben im Moment mit der "angezogenen Handbremse" statt.
    • Tschowanni 15.08.2020 12:33
      Highlight Highlight Ich habe auch keine Angst mehr, der Job ist schon weg
    • Masus 16.08.2020 23:20
      Highlight Highlight Stop Panicking!

      Die grösste Gefahr geht von der Angst aus, welche schlecht informierte Personen zu drastischen Mitteln, Angst, Stress und Hass drängt. Dies erlebe ich beinahe täglich im ÖV. Aufklärung über den neuesten Wissensstand wäre dringend nötig: Ihr werdet nicht alle sterben, keine Panik!
  • Thorium 15.08.2020 08:41
    Highlight Highlight In Luxemburg wird randomisiert getestet. Zufällig ausgewählte Personen erhalten eine Aufforderung, sich testen zu lassen. Manche auch zweimal wegen der falsch positiven Resultate. Es besteht kein Zwang aber die meisten Folgen dem Aufruf. Die Fallzahlen lassen sich dann auf die Gesamtbevölkerung hochrechnen. Alles erprobte statistische Methoden. Ich verstehe immer noch nicht warum das nicht das Standardverfahren ist. Ach so ja das Land hat weniger als 1 Million Einwohner. Kann man ignorieren. Wo kämen wir denn da hin wenn plötzlich z.B. das Aargau (etwa gleiche Einwohnerzahl) das gleiche täte?
    • tellmewhy 15.08.2020 09:00
      Highlight Highlight Randomisiertes Testen ist tatsächlich vorbildlich. Wo kämen wir dann hin ? Wahrscheinlich nirgends mehr, da die Grenzen schliessen würden. Darum bin ich da auch ambivalent.
    • n3rd 15.08.2020 10:10
      Highlight Highlight Nicht besonders sinnvoll jene randomisiert zum Test aufzubieten die kaum aus dem Haus gehen und nur Home-Office machen. Verschwendete Ressourcen verglichen mit der Wahrscheinlichkeit, da einen Glückstreffer zu haben.

      Tests können ein falsch-negatives Ergebnis haben. War so ein Ergebnis hat wiegt sich in falscher Sicherheit, geht erst recht vermehrt raus und wird zum Superspreader.

      Erprobete statistische Methoden würden ein zielgerichtetes Vorgehen vorsehen, da ein Testergebnis immer in seinem Kontext interpretiert werden muss (vgl. Literatur vom Robert-Koch-Institut).
    • Hierundjetzt 15.08.2020 11:50
      Highlight Highlight Corona ist nicht Marktforschung mit Sigma, Mittelwert und Streubereich.

      Corona ist ein Virus.

      Was nützt es, eine repräsentative Gruppe schweizweit auszuwählen, wenn das Virus sich zB nur in einem Club in Herisau verteilt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Peter Sager 15.08.2020 08:31
    Highlight Highlight In Kroation und vielen anderen Ländern kommen 30% der Ansteckungen in den Clubs. Das BAG sagt 2 % und Frau Rickli am liebsten 1 %. Das ist alles Lug und Betrug. Zürich ist weit oben und muss nun endlich diese Clubs schliessen. Es ist unfassbar, dass wir bald nicht mehr reisen dürfen wegen diesen Exoisten in den Clubs.
    • Tschowanni 15.08.2020 12:36
      Highlight Highlight Es ist in meinen Augen nicht zielführend die Clubs zum persönlichen Feindbild zu erklären, wie es nicht Zielführend ist überall Maskenpflicht zu fordern. Wir werden damit leben müssen, so oder so. Auch ein Impfstoff wird daran nicht viel ändern. Ich hoffe das dieser wenigstens dazu beiträgt das die Menschen mal wieder klar kommen.
    • Meiniger 15.08.2020 14:16
      Highlight Highlight Man sieht wie Genf erfolgreich war mit Clubschliessungen. Ach nein, doch nicht.
    • Tikvaw 15.08.2020 15:01
      Highlight Highlight Sobald bei Unternehmen wie Coop, Pflanzer, Novartis etc (also die Wirtschaft, die mehr als 90% unseres BIP ausmachen, nicht die Clubs, Freizeit-Events oder Restaurants), wieder dutzende Mitarbeiter gleichzeitig ausfallen, wird der Druck auf die Kantone und Bund schnell sehr stark zunehmen.
  • Peter Sager 15.08.2020 08:30
    Highlight Highlight ann sich mal Watson für folgendes Einsetzen beim BAG:

    1. Zahl der Neuinfektionen Schweiz und dann alle Kantone
    2. Zahl der Tests
    3. % der positiv gemeldeten, dies ist heute geringer als am Sonntag, obwohl am Sonntag weniger Neuinfektionen waren aber viel weniger Tests als Heute.
    4. Immer den 7 Tageswert auf 100'000 Einwohner bekannt geben. Ist denke ich in der CH im Moment bei 20 / Deutschland viel tiefer gegen 10. Ab 50 kommen ja die Restriktionen mit Grenzschliessung resp. 10 Tage Quarantäne wenn ich nach Frankreich möchte.
    Diese Zahlen sind täglich nötig aber niemand setzt sich dafür ein.
    • ZimmiZug 15.08.2020 11:45
      Highlight Highlight Wie schon soooooo oft gesagt. Auf dem täglichen Bultin des BAG sind die meisten dieser Zahlen oder die Grundlagen dazu aufgeführt. Aber es sind die Medien welche in ihren Tickern halt nur die Infektionsmeldungen publizieren. Da kann dich das BAG nichts dafür. Watson verknüpft wenigstens noch die Twittermeldung. Also dort drauf drücken und einfach das Bultin lesen.
    • Masus 16.08.2020 23:25
      Highlight Highlight Hospitalisierungen und Todesfälle nicht vergessen. Positive Tests an sich sagen herzlich wenig aus und die Hospitalisierungen, so wie die Todesfälle sind seit Monaten sehr sehr tief.
      Dies ist dem BAG oder der SRF Seite zu entnehmen.
  • HeforShe 15.08.2020 08:22
    Highlight Highlight Anderen vorzuschreiben, wie sie sich zu fühlen haben, hat nie etwas gebracht, ausser Tabuisierung der mentalen Gesundheit und Flucht in Drogenmissbrauch und Suizid. Ausserdem können wir nicht die Schweiz in einer globalen Welt isoliert sehen.

    Wir hatten den Appell an den gesunden Menschenverstand, doch wenn Gefühle Überhand nehmen, wird der vernachlässigt. Eine Pandemie ist kein Krieg, doch Menschen reagieren systematisch auf einschneidende Änderungen. Stress Management Systeme für Soldaten kann der Bevölkerung helfen, besser zu agieren und reagieren.
  • HeforShe 15.08.2020 08:14
    Highlight Highlight Genau diese "get over it"-Einstellung hilft keinem. "Pandemic Fatigue" ist ein Symptom, das mehr und mehr anerkennt wird und Teil der psychologischen Faktoren ist. Diesen Aspekt einer Pandemie zu ignorieren, wird langfristig ebenso Schäden verursachen.

    Natürlich sind wir im weltweiten Vergleich in einer guten und sicheren Position. Das heisst nicht, dass Menschen sich nicht um ihre Arbeit oder Finanzen sorgen, Existenzängste haben, um Todesfälle trauern, um sich oder Angehörige Angst haben. Auch dies passiert hier. Und: Menschen haben eine unterschiedliche mentale Resilienz.
    • Masus 16.08.2020 23:15
      Highlight Highlight Viel eher "Lockdown Fatique". Was uns alle täglich betrifft ist nämlich nicht das böse Virus, sondern vor allem die dagegen eingesetzten Massnahmen.

      Als jungen Angehörigen der Risikogruppe Sage ich deshalb: "Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende", vor allem da dieses schreckliche Ende je länger je unwahrscheinlicher wirkt.
  • Morgenbrot 15.08.2020 07:06
    Highlight Highlight Währenddessen  bei den Superreichen:
    《Since the start of the pandemic, collective U.S. billionaire wealth has surged by more than $584 billion, while $6.5 trillion in household wealth has disappeared.》

    https://www.forbes.com/sites/niallmccarthy/2020/06/22/us-billionaire-wealth-surged-since-the-start-of-the-pandemic-infographic/#620770053f8b

    《Werde das Virus nicht an seiner Ausbreitung gehindert, werde dies die Gesundheitssysteme in Europa erneut an den Rand des Abgrunds drängen.》

    Dann sollten wir uns um die totgesparten Gesundheitssysteme kümmern, denn das Virus werden wir nicht los.

    • Basti Spiesser 16.08.2020 15:15
      Highlight Highlight Spahn hat sich gerade eine 4,2 Mio Villa gekauft.
  • StellaStracciatella 15.08.2020 06:41
    Highlight Highlight Uns geht es einfach zu gut. Nur darum kommen Menschen aus Ländern mit wenigen Toten und verhältnismässig wenig Infizierten auf die Idee, man müsse gar nicht aufpassen oder sogar auf die absurdesten Verschwörungstheorien. Ist ganz genau wie bei den Impfgegnern: wenn du die Gefahr nicht erlebst, gibt es sie nicht... dabei müsste sich eigentlich jeder von uns freuen und dankbar sein, geht es uns (noch) so gut - aber sie halten sich lieber nicht an die Regeln, weil „es ist ja nicht so schlimm“. Mal über den eigenen Tellerrand zu schauen ist offenbar sehr schwer...
  • Zeizou 15.08.2020 00:29
    Highlight Highlight Kann mal jemand ausrechnen, was passiert, wenn wir dem Virus (und im Winter zusätzlich noch der Grippe) freien Lauf lassen? Sind wir dann im "lockdown" weil alle Arbeitenden wochenlang krank zuhause liegen (egal ob schwerer Verlauf oder nicht)?
    • Basti Spiesser 16.08.2020 15:16
      Highlight Highlight Wie hoch sind den die Grippezahlen dieses Jahr?
  • drjayvargas 15.08.2020 00:26
    Highlight Highlight Get over it, bis 2022 werden wir das Virus mitschleppen, ohne Wenn und Aber. (Potenzielle) Impfungen Hin oder Her. Wir würden gut daran tun, die Massnahmen einzuhalten und den gesunden Menschenverstand einzuschalten.
    Die Homeoffice Empfehlung gehört wieder ausgesprochen. Wenn ich sehe wie viele wieder täglich pendeln (mich eingeschlossen) wird schnell klar, dass das nicht klappen kann.
    • Tschowanni 15.08.2020 12:31
      Highlight Highlight Auch eine Impfung wird daran nichts ändern. Wir haben seit Jahrzehnten Influenza/Grippe Impfungen und trotzdem Jahr für Jahr 3 bis 5 Grippewellen. Wer denkt mit einer Impfung das Virus auszurotten ist auf dem Holzweg
    • Basti Spiesser 16.08.2020 15:11
      Highlight Highlight Nee in 2021 redet niemand mehr vom Virus.

      Warum? Die Massnahmen wurden wegen der Angst der Überlastung der Krankenhäuser eingeführt. Und nur deswegen. Davon sind wir aber meilenweit entfernt.
    • Gran Torino 16.08.2020 20:12
      Highlight Highlight Basti, das nennt man in der Wissenschaft Präventionsparadox. Bildung kann Irrtümer aufklären, man muss nur wollen.
  • elco 15.08.2020 00:09
    Highlight Highlight Mehr Schweden, weniger China.
  • «Shippi» 14.08.2020 23:57
    Highlight Highlight Ach, es passieren immer und immer wieder dieselben Fehler. Nur weil man eine Massnahme (Maskenpflicht) mit tiefen Zahlen von täglich positiv Getesteten korreliert, heisst das noch lange nicht, dass die Österreicher nur wegen der Maskenpflicht so tiefe Zahlen haben. Wieso tut man das immer und immer wieder? Das ist so unwissenschaftlich. Und so ein «Argument» kann man gleich zerstören, indem man auf die «Maskendiktaturen» Frankreich und Spanien hinweist, wo diese Zahlen aber steigen.
    Bitte hört endlich auf damit, Ursache-Wirkungs-Geschichten zu erfinden.
    • Meiniger 15.08.2020 14:17
      Highlight Highlight Gebe dir völlig recht.
      Übrigens Österreicher hat heute 304 Fälle.
  • Mike on Bike 14.08.2020 23:46
    Highlight Highlight Es gibt Leute, die nicht einmal die einfachste Regel einhalten und zwar, dass man im ÖV eine Maske anzieht. Nein, man hält diese in der Hand fuchtelt damit rum. Wenn Dummheit wehtut, lägen solche Leute im Sterben.
    • Basti Spiesser 16.08.2020 15:18
      Highlight Highlight Also du wünscht Leuten den Tod?
    • Gran Torino 16.08.2020 20:13
      Highlight Highlight Nein, nur gesunden Menschenverstand und ein Minimum an Disziplin, Basti.
  • Rüebliland 14.08.2020 23:29
    Highlight Highlight "Die Briten kriegen die hohe Zahl an Todesfällen nicht in den Griff. Das betrifft in erster Linie England, wo im Durchschnitt täglich immer noch mehrere Dutzend Menschen an einer Coronavirus-Infektion sterben." - Das Problem hat sich entschärft, seit die Statistik die Möglichkeit kennt, vom Coronavirus zu genesen. Seither wird, wär im April Covid19 hatte und jetzt von einem Auto überfahren wird, nicht mehr als Corona-Toter gezählt.
  • rudolf_k 14.08.2020 22:40
    Highlight Highlight Was soll daran genau eine gute Nachricht sein, wenn wir ‚nur‘ noch 1/4 der Toten in Europa haben? Das einzige was zählt ist weltweit so viele Todesfälle wie möglich zu verhindern.

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