Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

In Sierra Leone angesteckt

Kubanischer Ebola-Patient wird in Genf behandelt



Ein an Ebola erkrankter Kubaner wird in Genf behandelt. Der Arzt hat sich in Sierra Leone mit dem Virus angesteckt, wie das Bundesamt für Gesundheit am Mittwoch mitteilte. Er ist der erste Ebola-Kranke, der in der Schweiz behandelt wird.

Der Patient wird nach Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) in den nächsten 48 Stunden im Genfer Universitätsspital eintreffen. Er wird von einer privaten US-amerikanischen Fluggesellschaft aus Sierra Leone in die Schweiz ausgeflogen.

Zimmer vorbereitet

Im Genfer Universitätsspital (HUG) wird der Kubaner in einem für Ebola-Behandlungen eingerichteten Unterdruckzimmer behandelt. Ein Risiko für die Bevölkerung in der Schweiz besteht laut BAG nicht.

Es handle sich um den ersten Ebola-Fall in der Schweiz, sagte Gesundheitsminister Alain Berset in Bern vor den Medien. Das Risiko einer Ebola-Epidemie in der Schweiz sei sehr klein.

Beim Ausbruch der Epidemie in Westafrika habe sich die Schweiz zur Verfügung gestellt, um Mitglieder von Hilfsorganisationen, die sich in den Ebola-Ländern bei Einsätzen ansteckten, zu behandeln. Es sei alles vorbereitet für qualitativ gute Behandlungen.

In Sierra Leone sagte Jorge Delgado Butillo, Leiter der kubanischen Hilfsmission am Mittwoch nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP, dass sich der Arzt im Behandlungszentrum des Roten Kreuzes in der Nähe der Hauptstadt Freetown befinde. Der Kubaner habe am Sonntag Fieber bekommen, aber keine Symptome verspürt.

Er sei positiv auf Ebola getestet worden. Wie sich der Arzt angesteckt hatte, war laut Aussagen von Butillo nicht bekannt. Er solle nun für die Behandlung nach Genf ausgeflogen werden. Sein Zustand sei nicht kritisch, und es sei sicher, dass er genesen werde.

Die Gesichter der Ebola-Überlebenden

Zwei Verdachtsfälle in der Schweiz

Sierra Leone ist neben Liberia und Guinea eines der am stärksten von der Ebola-Epidemie betroffenen Länder in Westafrika. Kuba schickte bisher 165 medizinische Fachleute nach Sierra Leone. Insgesamt sind in den drei Ebola-Ländern rund 250 Helferinnen und Helfer aus Kuba im Einsatz.

In der Schweiz wurden nach Angaben des Bundesamtes für Gesundheit bisher mehrere Personen medizinisch auf Ebola untersucht. Zwei Personen wurden danach unter Quarantäne gesetzt. In beiden Fällen erhärtete sich der Verdacht auf Ebola jedoch nicht. (aeg/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Trotz steigender Fallzahlen: Altersheime sehen sich diesmal gegen Corona gewappnet

Im Frühling traf das Virus die Altersheime stark. In manchen starben mehrere Bewohner, die Gesunden litten unter Besuchsverboten. Aktuell sei die Lage aber ganz anders, sagen Experten.

Die Ältesten litten besonders unter der ersten Welle der Coronakrise. Gut die Hälfte der Covid-Toten in der Schweiz lebte zuvor in einem Alters- oder Pflegeheim, wie im Sommer bekannt wurde. Nun, da die Infektionen wieder stark steigen, vereinzelt auch Infektionen in Altersheimen gemeldet werden, stellt sich manch einer die bange Frage: Was bedeutet das für die Bewohner? Werden sie diesmal besser geschützt als im Frühling? Ja, versichern Experten.

«Wir nehmen die Situation sehr ernst», sagt …

Artikel lesen
Link zum Artikel