Alle bisherigen Zuger Regierungsratsmitglieder wiedergewählt
Bei einer Wahlbeteiligung von 47,6 Prozent schafften die sieben Bisherigen von Mitte, SVP und FDP das absolute Mehr von 12'891 Stimmen. Übertroffen wurde dieses auch vom Kandidaten der Alternative-die Grünen, er schied aber als Überzähliger aus, wie Landschreiber Tobias Moser im Wahlzentrum erklärte.
Das beste Resultat machte Sicherheitsdirektorin Laura Dittli (Mitte) mit 22'928 Stimmen. Es folgten Gesundheitsdirektor Andreas Hausheer (Mitte), Finanzdirektor Heinz Tännler (SVP), Baudirektor Florian Weber (FDP), Volkswirtschaftsdirektorin Silvia Thalmann-Gut (Mitte), Bildungsdirektor Stephan Schleiss (SVP) und Andreas Hostettler (FDP), der die Direktion des Innern leitet.
Am knappsten verpasste die Wahl Andreas Lustenberger (Alternative – die Grünen) mit 15'367 Stimmen und schied als Überzähliger aus. Chancenlos waren Joëlle Gautier (GLP) und Jessica Gauch (SP) mit je über 10'000 Stimmen.
ALG ist Oppositionsrolle gewohnt
Die ALG, und damit die Linke, waren 2018 aus der Regierung abgewählt worden und gehören dieser nun auch in der Legislatur 2027 bis 2030 nicht an. Trotz gutem Resultat reichte es erneut nicht für den Wiedereinzug in die Regierung. Andreas Lustenberger sprach im Interview mit Keystone-SDA von «gemischten Gefühlen». Zwar habe er im Vergleich zu seiner Kandidatur 2025 weiter zulegen können – damals trat er bei der Ersatzwahl für den in den Bundesrat gewählten Martin Pfister (Mitte) an. Dennoch hat es im Regierungsrat keinen Platz für eine links-grüne Stimme. «Wir haben uns anderes erhofft», kommentierte Lustenberger.
Als Nicht-Regierungspartei müsse die ALG auf «eine andere Art von Politisieren» setzen: Mit ihrer Arbeit im Parlament, über Initiativen und Referenden wolle die Partei ihre Themen einbringen. «Wir sind diesen Weg jetzt auch schon acht Jahre gewohnt», sagte Lustenberger. Daher ändere die verpasste Wahl vorderhand nichts. Deshalb «den Kopf in den Sand stecken», das würde nicht zur DNA der ALG passen, so Lustenberger.
Landammann: «Wir machen Sachpolitik»
Für den wiedergewählten Regierungsrat und Landammann Hostettler ist es «schade», dass ein Viertel der Bevölkerung nicht in der Regierung vertreten ist, wie er im Gespräch mit einem Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Er relativierte aber die Folgen dafür für die Regierung. «Wir machen Sachpolitik». Die Fragestellungen und Herausforderungen wären auch bei einer linken Regierungsbeteiligung die selben, sagte er. Und schliesslich brauche es Mehrheiten für politische Entscheide. (hkl/sda)
