Schweiz
Gesundheit

Oberengadiner Gemeinden lehnen Kredit für das Spital Samedan ab

Mit viel Dampf faehrt am Freitag, 27. Juni 2003 eine nostalgische Zugskomposition der Rhaetischen Bahn, RhB, in den Bahnhof von Samedan im Oberengadin ein, exakt einhundert Jahre nach der Eroeffnung d ...
«Das zweitgrösste Spital des Kantons Graubünden wird voraussichtlich im Frühling zahlungsunfähig.»Bild: KEYSTONE

Oberengadiner Gemeinden lehnen Kredit für das Spital Samedan ab

04.11.2025, 21:2804.11.2025, 21:28

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zweier Oberengadiner Gemeinden haben den Kredit für eine neue Leistungsvereinbarung mit dem Spital Oberengadin abgelehnt. Das zweitgrösste Spital des Kantons Graubünden wird so voraussichtlich im Frühling zahlungsunfähig.

Mit dem Nein vom Dienstagabend aus Silvaplana und Madulain GR ist die Vorlage bereits vom Tisch. Für eine neue Leistungsvereinbarung hätte es ein Ja aus jeder der elf Standortgemeinden im Oberengadin gebraucht.

Ohne eine solche Leistungsvereinbarung ist absehbar, dass die spitalbetreibende Stiftung Gesundheitsversorgung Oberengadin (SGO) voraussichtlich ab kommendem Frühling zahlungsunfähig ist. Damit droht die Schliessung.

Die aktuelle Leistungsvereinbarung mit den Gemeinden läuft Ende 2025 aus. Der nun vorgelegte Überbrückungskredit von rund 51 Millionen Franken wäre Teil einer neuen Leistungsvereinbarung gewesen, die den Spitalbetrieb langfristig sichern sollte. Die SGO wird nun eine Nachlassstundung beantragen. (sda)

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