Schweiz
Gesundheit

Neurochirurg soll mehrere Scheinoperationen durchgeführt haben

ZUR REKORDZAHL AN ORGANSPENDEN IN DER SCHWEIZ STELLEN WIR IHNEN HEUTE, 15. JANUAR 2018, FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Das Spenderherz (oben) wird am 29. Januar 2004 im Inselspital in Bern in ...
Im Tessin wird einem Chirurgen vorgeworfen, Fake-Operationen durchgeführt zu haben.Bild: KEYSTONE

Fake-Operationen im Tessin: Neurochirurg soll mehrere Scheinoperationen durchgeführt haben

20.08.2019, 03:3920.08.2019, 03:39

Die Tessiner Staatsanwaltschaft beschäftigt derzeit ein brisanter Fall: In der Tessiner Privatklinik Ars Medica soll ein Neurochirurg Scheinoperationen durchgeführt haben.

Wie «RSI» berichtet, soll der Chirurg zwischen Ende 2018 und Anfang 2019 an mindestens vier Personen Schein-OPs vorgenommen haben.

Der Fall kam ins Rollen, weil eine 74-Jährige trotz Operation weiterhin Schmerzen hatte. Diese wandte sich ans Kantonsspital Lugano, wo man herausfand, dass das Problem trotz Kernspinresonanz weiterhin fortbestehe.

Der Tessiner Kantonsarzt Giorgio Merlani äusserte in einem Schreiben einen starken Verdacht, dass die Foraminotomie, eine chirurgische Erweiterung des Nervenaustrittskanals eines Spinalnerven an der Wirbelsäule, gar nie wirklich durchgeführt wurde. Gemäss Merlani beschränkte sich der Eingriff nur «auf einen Schnitt in die Haut und des Unterhausgewebs», schreibt Merlani in einem Brief. Die eigentliche Operation fand jedoch nie statt.

Die Tessiner Staatsanwaltschaft überprüft nun die Vorwürfe von Merlani. Die Privatklinik Ars Medica hat den betroffenen Neurochirurgen bis zur Aufklärung des Falls freigestellt. (ohe)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Den Herzschlag mit der Apple Watch prüfen
1 / 20
Den Herzschlag mit der Apple Watch prüfen
Ist mein Herz gesund? Ich werd es gleich erfahren, wobei ...
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Wie Elia von Frau zu Mann wurde
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
11 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Randy Orton
20.08.2019 06:17registriert April 2016
Wie soll das gehen, ohne dass es die anderen Personen (Operationsassistenten, Anästhesie) im OP-Saal mitbekommen? Eine solche OP würde dann nur wenige Minuten anstatt 1-2h dauern.
1311
Melden
Zum Kommentar
avatar
glass9876
20.08.2019 05:57registriert Juli 2015
Dr. Placebo.
972
Melden
Zum Kommentar
11
Studie: In der Schweiz könnte rund jeder dritte Krebsfall vermieden werden
Weltweit gehen fast 40 Prozent aller Krebserkrankungen auf vermeidbare Ursachen zurück. Das ergibt eine Analyse globaler Daten zu Krebsfällen und Risikofaktoren. Auch in der Schweiz könnte demnach rund jeder dritte Krebsfall vermieden werden.
Rauchen, Alkoholkonsum und Infektionen 2022 waren der Analyse zufolge die häufigsten solchen Ursachen. Bei Frauen sind global etwa 30 Prozent aller Krebserkrankungen vermeidbar, bei Männern sogar gut 45 Prozent. Insgesamt sind es rund 38 Prozent, wie eine Gruppe um Isabelle Soerjomataram von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) in Lyon im Fachmagazin «Nature Medicine» berichtet.
Zur Story