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Bild: KEYSTONE
Neue Studie «Sport Schweiz 2014»

Teuer, aber gut: 2500 Franken gibt jeder Schweizer pro Jahr für den Sport aus

Das Bundesamt für Sport (BASPO) hat 10'000 Schweizer und Schweizerinnen im Alter von 15 bis 74 Jahren nach ihren sportlichen Betätigungen befragt. Dabei kamen eine Menge Zahlen – und vor allem erfreuliche Ergebnisse – ans Licht. Ein Überblick.
05.06.2014, 11:3423.06.2014, 17:29

69 Prozent der Schweizer 

treiben heute mindestens einmal pro Woche Sport. Ein durchaus positives Ergebnis, denn vor 14 Jahren waren es noch 63 Prozent. Weitere 5 Prozent der Schweizer treiben unregelmässig und seltener als einmal pro Woche Sport. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass gut

ein Viertel

der Befragten angegeben hat, überhaupt keinen Sport zu treiben. Diese Zahl ist relativ stabil: In den Jahren 2000 und 2008 lag der Wert ebenfalls bei rund einem Viertel. Doch auch bei dieser Bevölkerungsgruppe handelt es sich nicht unbedingt um Sportmuffel, denn

zwei Drittel der Nichtsportler

erfüllen trotzdem die Minimalempfehlungen für gesundheitswirksame Bewegung. Ausserdem haben drei Viertel von ihnen früher mal Sport getrieben und zwei Fünftel würden gerne wieder damit anfangen, wenn sie mehr Zeit dafür hätten.

Jeder vierte Schweizer

ist Mitglied in einem Sportverein. Junge Männer liegen bei dieser Frage vorne.

Ein Sechstel der Schweizer

ist regelmässig in einem privaten Fitnesscenter aktiv. Hier sind – im Gegensatz zu den Vereinen – die Frauen in der Überzahl.

250 Sportarten

konnten in der Schweiz erfasst werden. Damit ist das Sportangebot vielfältiger und die Bevölkerung polysportiver geworden. Und das lässt man sich auch etwas kosten:

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2500 Franken pro Jahr und Kopf

geben die Schweizer und Schweizerinnen für den Sport aus. Männer lassen sich diesen Spass mehr kosten als Frauen. Am meisten Geld wird für Sportreisen, Sportgeräte und Sportbekleidung ausgegeben.

2 von 5 Schweizern 

haben in den vergangenen 12 Monaten Ferien unternommen, bei denen der Sport im Mittelpunkt stand. Solche Sportferien werden häufiger in der Schweiz als im Ausland verbracht. Besonders beliebt sind Ski- und Wanderferien. Doch wo gehobelt wird, fallen auch Späne:

8 Prozent der Schweizer

verunfallen jedes Jahr beim Sport. Hier liegt der Anteil der Männer höher als jener der Frauen. Ein Grossteil der Verletzungen läuft glimpflich ab. Die meisten Unfälle passieren beim Skifahren und bei Fussballspielen.

Rund 80 Prozent der Bevölkerung

verfolgen das Sportgeschehen in den Medien. Das höchste Interesse weckt der Fussball, gefolgt von Ski Alpin, Tennis und Eishockey.

7 Prozent der Bevölkerung

engagieren sich ehrenamtlich in einem Sportverein. 

Insgesamt bekommt die Schweiz in Sachen Sport ein positives Zeugnis ausgestellt. Denn:

80 Prozent der Schweizer Bevölkerung

erfüllen die aktuellen Bewegungsempfehlungen, wozu der Sport einen wesentlichen Beitrag leistet. 

Männer und Frauen

treiben heute – anders als noch vor ein paar Jahren – etwa gleich viel Sport. 42 Prozent der Schweizerinnen und 46 Prozent der Schweizer sind sportlich sehr aktiv. Das heisst, dass sie mehrmals pro Woche und während insgesamt mindestens drei Stunden Sport treiben. Im Jahr 2000 gehörte erst rund jede dritte Schweizerin zu den sportlich sehr aktiven Personen.

Mit Skandinavien auf dem Podest

Und auch im internationalen Vergleich schneiden Herr und Frau Schweizer gut ab. Innerhalb Europas weist die Schweiz zusammen mit den skandinavischen Ländern den höchsten Anteil an wöchentlich Sporttreibenden auf.

Deutschschweiz führend

Deutliche Unterschiede gibt es zwischen den Sprachregionen: Während sich in der Deutschschweiz 71 Prozent mindestens einmal pro Woche sportlich betätigen, sind es in der lateinischen Schweiz deutlich weniger: In der Romandie 64 Prozent, im Tessin gar lediglich 56 Prozent.

Fast 40 Prozent übergewichtig oder fettleibig

Einziger Wermutstropfen: Die zunehmende Sportlichkeit der Schweizerinnen und Schweizer wirkt sich offenbar nicht direkt auf deren Fitness aus. Nach Angaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG) haben sich Übergewicht und Fettleibigkeit auch in der Schweiz zu einer «Volkskrankheit» entwickelt. Fast 40 Prozent der Erwachsenen gelten als übergewichtig oder fettleibig.

Mit Material der SDA.

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