Schweiz
Grüne

Junge Grüne lancieren Umweltverantwortungsinitiative

Junge Grüne lancieren Umweltverantwortungs-initiative

24.08.2021, 12:1924.08.2021, 12:47

Die Jungen Grünen verlangen mit einer Volksinitiative, dass die Umweltbelastung der Schweiz innerhalb von zehn Jahren so reduziert wird, dass die planetaren Grenzen eingehalten werden. Am Dienstag ist der Startschuss für die Unterschriftensammlung gefallen.

Die Jungen Grünen Schweiz haben in Bern ihren Vorschlag zur Lösung der Klima- und Umweltkrise präsentiert. Die Umweltverantwortungsinitiative verlangt, dass in der Verfassung festgehalten wird, dass der Umweltschutz neu an erster Stelle steht.

Die Natur solle den Rahmen für die Wirtschaft bilden. Dieser Rahmen werde durch die planetaren Grenzen definiert. «Umweltschutz darf nicht länger 'nice to have' bleiben und muss an erster Stelle kommen - vor ewigem exponentiellem Wachstum und vor Profitgier», sagte Julia Küng, Co-Präsidentin Junge Grüne Schweiz, vor den Medien.

Der Initiativtext setze deshalb in der Bundesverfassung bei Artikel 94 an, bei den Grundsätzen der Wirtschaftsordnung. Die Einhaltung der planetaren Grenzen sollen namentlich in den Bereichen Klimaerwärmung, Biodiversitätsverlust, Wasserverbrauch, Bodennutzung sowie Stickstoff- und Phosphoreintrag gelten, heisst es im Text.

Als planetare Grenzen gelten ökologische Grenzen der Erde, bei deren Überschreitung die Stabilität des Ökosystems und die Lebensgrundlagen der Menschheit gefährdet. Unterstützt wird die Initiative der Jungen Grünen auch von Parlamentarierinnen und Parlamentariern der Grünen Partei und der SP, von Greenpeace Schweiz und der Juso Schweiz. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
«Wenn nötig, mache ich es selbst» – Christoph Blocher will nach Niederlage nicht aufgeben
Nach der deutlichen Niederlage bei der Neutralitätsinitiative hat SVP-Doyen Christoph Blocher Stellung genommen.
Das Resultat ist eindeutig: 70 Prozent der Schweizer Stimmbevölkerung lehnte die Neutralitätsinitiative ab. SVP-Doyen Christoph Blocher hatte schon im Vorfeld angekündigt, dass er nur ein Interview geben werde – auf Tele Blocher. «Das ist ein Schlag gegen die künftige Sicherheit der Schweiz», sagt er, während er in Herrliberg im Grünen sitzt. Jetzt komme es darauf an, was der Bundesrat als Nächstes mache. Im Falle Russlands sei die Neutralität aufgebrochen worden. «Das ist gefährlich», so Blocher.
Zur Story