Schweiz
Homosexualität

Zurich Pride: Vermummte Männer wollen Gottesdienst stürmen

Vermummte Männer wollen Pride-Gottesdienst in Kirche stürmen

20.06.2022, 04:2220.06.2022, 12:32

Am Wochenende fand in der Zürcher Innenstadt die 28. Zurich Pride statt. Bei dieser feierte die LGBTQ-Community und machte sich so für ihre Rechte stark. Dies passte allerdings nicht allen: So versuchte am Sonntag am frühen Nachmittag eine Gruppe von in Weiss gekleideten und vermummten Männer, einen Pride-Gottesdienst in der katholischen Kirche St. Peter und Paul zu stürmen.

Die Geschmückte Kirche St. Peter und Paul.
Die Geschmückte Kirche St. Peter und Paul.screenshot: instagram/zurich pride

Die Männer näherten sich gemäss den Organisatoren der Zurich Pride mit einem weissen Holzkreuz mit Betonboden der Kirche. Gleichzeitig wollten sich die Männer bei ihrer Aktion filmen. Ein Volunteer, der bei der Eingangstür stand, durchschaute allerdings das Vorhaben der Gruppe. «Mir war sofort klar: Das sind irgendwelche Störer», sagte dieser gegenüber «kath.ch». Er stellte sich den Vermummten entgegen und wurde daraufhin von weiteren Besuchern der Kirche unterstützt.

«Mit anderen mutigen queeren Gottesdienstbesuchenden haben sie die vermummten Männer aus der Kirche gedrängt und in die Flucht getrieben», schreibt die Zurich Pride. Man habe bei der Polizei Anzeige erstattet und den Zwischenfall der LGBT-Hotline gemeldet. Diese wird von queeren Organisationen betrieben und erfasst Hassverbrechen gegen die Community.

Wie der Volunteer berichtet, kam es beim Zwischenfall nur zu leichten Schäden in der Kirche. Der Boden und der Türbereich seien etwas zerkratzt worden. Kurz darauf sei die Polizei gekommen, um die Spurensicherung aufzunehmen.

Die Chaoten flüchten nach ihrem missglückten Versuch, in die Kirche zu gelangen.
Die Chaoten flüchten nach ihrem missglückten Versuch, in die Kirche zu gelangen.screenshot: instagram/zurich pride

Die Stadtpolizei Zürich bestätigte den Vorfall gegenüber dem «Tages-Anzeiger». Als eine Patrouille eintraf, seien die Männer bereits weg gewesen. Ein Sprecher sagte, man habe das Holzkreuz sichergestellt und die Ermittlungen aufgenommen. Dabei werden die möglichen Straftaten Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung sowie die Störung religiöser Veranstaltungen untersucht. (dab)

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