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Gestrandet wegen Iran-Krieg: So geht es Reisenden aus der Schweiz

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Nicht nur im Nahen Osten, auch in anderen Destinationen sind Reisende aufgrund des Iran-Kriegs gestrandet – hier am Flughafen Suvarnabhumi in Thailand.Bild: EPA

«Die Menschen sind in Panik» – so geht es Reisenden in Nahost

Reisende aus der Schweiz sind wegen des Nahostkriegs in 15 Ländern gestrandet. Viele suchen sich Hilfe beim Touring Club Schweiz (TCS). Die Swiss kann noch nicht sagen, wann die Flüge wieder aufgenommen werden.
02.03.2026, 15:5302.03.2026, 15:53

Im Luftraum über dem Nahen Osten geht zurzeit nichts mehr. Am Wochenende wurden dort rund 3000 Flüge gestrichen, wie die Aargauer Zeitung schreibt. Insgesamt sind über 4000 Reisende aus der Schweiz im Nahen Osten gestrandet, wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit Bezug auf das Aussendepartement (EDA) schreibt.

Die Fluggesellschaft Swiss setzt alle Flüge nach und von Dubai bis zum 4. März aus, die Lufträume von Israel, Libanon, Jordanien, Irak, Iran, Kuwait und Bahrain umfliegt sie bis am 8. März.

Das EDA hat derweil mitgeteilt, dass es keine Ausreise von Schweizerinnen und Schweizern aus der betroffenen Region organisiert.

Hilfesuchende aus 15 Ländern

Beim Touring Club Schweiz (TCS) melden sich viele Personen, die aufgrund der aktuellen Lage im Nahen Osten oder in anderen Destinationen gestrandet sind. «Wir verzeichnen fünfmal mehr Anrufe als sonst», sagt die Mediensprecherin des TCS, Vanessa Flack, zu watson.

Die Anrufenden aus 15 verschiedenen Ländern wenden sich mit unterschiedlichen Anliegen an den TCS, so Flack. Wer nicht in einem Kriegsgebiet, sondern etwa in Indien, Australien oder Sri Lanka gestrandet sei, rufe vor allem an, um Hilfe bei Hotelreservationen oder sonstige Informationen zu erhalten.

A black plume of smoke rises from a warehouse at the industrial area of Sharjah City in the United Arab Emirates following reports of Iranian strikes in Dubai, United Arab Emirates, Sunday, March 1, 2 ...
Rauchwolke nach einem Einschlag am Sonntag in der Nähe von Dubai. Bild: AP

Bei jenen, die sich im Kriegsgebiet selbst befinden, sieht die Situation anders aus. «Die Menschen sind in Panik», sagt Flack. «Sie hören die Einschläge und fürchten, selbst getroffen zu werden.» Die Menschen möchten die Region so schnell wie möglich verlassen.

Zusätzliches Personal im Einsatz

Viele Menschen, die sich beim TCS melden, erhofften sich mehr Informationen. «Sie haben nur die Information, dass ihr Flug annulliert ist», sagt Flack. Viele wüssten nicht, was sie nun unternehmen sollen. Die Hotlines der Fluggesellschaften seien überlastet.

Die Mitarbeitenden des TCS könnten in diesen Fällen aber nicht viel unternehmen: «Wir können im Moment nur beruhigen und sagen, dass sie Geduld haben müssen.»

Passengers stranded by the closure of Dubai International Airport await for assistance in the airport parking lot in Dubai, United Arab Emirates, Sunday, March 1, 2026. (AP Photo/Altaf Qadri)
Gestrandete Reisende warten auf dem Parkplatz am Internationalen Flughafen in Dubai. Bild: AP

Das Reden selbst sei für viele Reisende oft bereits eine Hilfe. «Die Leute sind nur schon froh, dass sie überhaupt jemanden erreichen», so Flack.

Der TCS hat wegen der speziellen Lage zusätzliches Personal in Dienst gestellt. In der Nacht von Samstag auf Sonntag seien über 100 Anrufe eingegangen.

Die Kosten für die Hotelübernachtungen müssten in der Regel die Fluggesellschaften tragen, so Flack.

Swiss informierte per E-Mail und SMS

Ein Sprecher der Swiss schreibt auf Anfrage von watson, dass sich der Grossteil ihrer Crew aus Dubai auf dem Heimweg befinde. Auch die Mechaniker der Swiss in Tel Aviv befänden sich auf der Ausreise.

Die betroffenen Fluggäste habe man per E-Mail oder SMS darüber informiert, dass ihre Flüge gestrichen worden seien. «Uns ist bewusst, dass diese Flugstreichungen für die betroffenen Passagiere viel Aufwand und Belastung bedeuten, dies bedauern wir sehr», heisst es vonseiten der Swiss.

Die Fluggesellschaft versuche, die Passagierinnen und Passagiere auf alternative Verbindungen umzubuchen. Dies gestalte sich jedoch schwierig, da zahlreiche Lufträume geschlossen bleiben und auch andere Fluggesellschaften Flüge streichen mussten.

The tail section of a Swiss International Air Lines airplane at the aircraft maintenance center at Zurich Airport in Kloten in the Canton of Zurich, Switzerland, pictured on July 24, 2014. (KEYSTONE/C ...
Die Swiss musste aufgrund der aktuellen Situation zahlreiche Flüge streichen. Bild: KEYSTONE

Die Swiss rät, die offiziellen Hinweise der lokalen Behörden sowie des EDA zu befolgen und sich über die aktuellen Entwicklungen zu informieren.

Flüge von und nach Dubai und Tel Aviv mit Reisedatum vom 3. bis und mit 15. März könnten aufgrund der aktuellen Lage erstattet oder umgebucht werden, so der Sprecher der Swiss. Dies gelte auch dann, wenn die Flüge wie geplant durchgeführt werden können.

Krisenteam arbeitet rund um die Uhr

Wann die Flüge in die betroffene Region wieder wie gewohnt aufgenommen werden könnten, liesse sich nicht mit Sicherheit sagen, schreibt die Swiss. «Erst, wenn das Risiko beurteilbar und kalkulierbar ist, nehmen wir die Flüge wieder auf.»

Spezialistinnen und Spezialisten aus verschiedenen Bereichen arbeiteten derweil rund um die Uhr an einer Lösung, heisst es vonseiten der Swiss. Risikoanalysen, sicherheitsrelevante Lagebeurteilungen und die Bewertung alternativer Flugrouten erfolgten mehrmals täglich «mit grossem Engagement und persönlichem Einsatz».

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quelle: ap / vahid salemi
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